Zeckengebiete: Wo Sie besonders gut aufpassen müssen 

Mit weltweit etwa 900 Arten gehören Zecken zu den unliebtesten und teilweise gefährlichen Parasiten. Obwohl sie derart weit verbreitet sind, besteht aber nicht überall die Gefahr, sich durch den Stich einer Zecke mit einer Krankheit zu infizieren.

Zeckengebiete

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Besonders gefährlich für Menschen ist die Übertragung des Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Erregers. Je älter der Betroffene ist, um so schwerer kann der Krankheitsverlauf sein. Ist das zentrale Nervensystem stark in Mitleidenschaft gezogen worden, droht im schlimmsten Fall der Tod. Auch Borreliose wird häufig von Zecken übertragen. Diese multisystemische Krankheit fällt vor allem durch eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle auf. Auch weitere Krankheiten können in seltenen Fällen auftreten.
Fällt die Temperatur unter sieben Grad Celsius, sind Zecken nicht mehr aktiv, sondern fallen in eine Winterstarre. Ist der Winter jedoch besonders mild, ist dies für Zecken ein durchaus geeignetes Klima. Besonders wohl fühlen sie sich im Frühling und Herbst.

Hauptrisikogebiete in Deutschland

Hauptsächlich betroffen sind in Deutschland Fluss- und Seeniederungen in Bayern und Baden-Württemberg.
In Bayern ist in der Oberpfalz, Teilen des Bayerischen Waldes sowie in Ober- und Unterfranken Vorsicht geboten. Auch in der Region rund um Passau (entlang der Donau und ihren Nebenflüssen) sind besonders häufig infizierte Zecken anzutreffen. Weiterhin zählen die Landkreise Traunstein, Rosenheim, Neu-Ulm, Berchtesgardener Land, das Fichtelgebirge sowie die Städte Amberg, Würzburg und Schwabach zu den Risikogebieten.
In Baden-Württemberg ist der gesamte Schwarzwald betroffen. Aber auch in der Nähe der Flüsse Neckar, Enz und Nagold ist die Infektionsrate bei Betroffenen nach einem Zeckenstich hoch. Außerdem aufgepasst werden muss am Ober- und Hochrhein sowie am westlichen Bodensee. Neuesten Ergebnissen zu Folge ist auch der Stadtkreis Heidelberg betroffen.
In Hessen sind lediglich der Odenwald sowie die Landkreise Marburg-Biedenkopf und Offenbach betroffen. In Rheinland-Pfalz beschränkt sich das Risikogebiet einzig auf den Landkreis Birkenfeld. Thüringen hat in den Kreisen Saale-Holzland, Saale-Orla und Hidburghausen ein erhöhtes Aufkommen an infizierten Zecken.

Nachbarländer

In Italien und Dänemark gibt es nur vereinzelte Fälle. In der Schweiz allerdings weisen die Kantone Aargau, Bern, Graubünden, Fribourg, Luzern, Schaffhausen,, Solothrun, St. Gallen, Thurgau, Zug und Zürich ein erhöhtes Risiko auf. Auch in Österreich sollte besonders gut aufgepasst werden: Besonders gefährdet ist man entlang der Donau (zwischen Passau und Linz), rund um Wien und Salzburg, in Teilen des Burgenlandes, in der Steiermark, in Kärnten und St. Pölten sowie am Vorarlberg.

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