Neue gesetzliche Regelungen für den Gebrauch von E-Zigaretten

Ab dem 20. Mai ist es soweit: es werden neue gesetzliche Regelungen für den Gebrauch von E-Zigaretten eingeführt. Was ändert sich? Was bleibt gleich? Der folgende Überblick gibt Aufschluss.

©istock.com/sestovic

Veränderte Aromen und Verpackungen

Ab Mitte Mai gilt die Regelung, dass all die Aromen vom Markt eliminiert werden müssen, die den ursprünglichen Tabakgeschmack überdecken. Ein Sonderfall sind Mentholzigaretten, für die Politiker eine Übergangsfrist festgelegt haben. Weitere Änderungen beziehen sich auf die Verpackungsgrößen. Wer zukünftig durch Anbieter wieMr Smoke E-Zigaretten und Zubehör bestellt, muss mit neuen Größen für die Verpackungen rechnen. Hintergrund ist die Tatsache, dass nunmehr kleine Verpackungsgrößen für spezielle Tabakwaren untersagt sind. Darüber hinaus weisen Politiker darauf hin, dass irreführende Elemente auf den E-Zigaretten-Packungen ebenfalls verboten sind. Damit die Verpackungen nicht gefälscht werden können, sind die Hüllen zukünftig mit einem individuellen Erkennungs- sowie einem fälschungssicheren Sicherheitsmerkmal zu versehen. Neue Tabakwaren müssen einem Zulassungsverfahren unterliegen.

Weitere neue Regelungen beziehen sich auf E-Zigaretten, bei denen Flüssigkeiten verdampft oder inhaliert werden. Für diese Nachfüllbehälter sowie speziellen Zigaretten sollen Werbeverbote eingeführt werden. Diese Maßnahmen verfolgen bestimmte Ziele.

  • 1. Reduzierung der Raucherquote von Jugendlichen
  • 2. Verringerung der Fälle vorzeitiger Sterblichkeit
  • 3. Minimierung der Kosten, die durch Rauchen entstehen (pro Jahr etwa 79,09 Milliarden Euro)

Forderungen der Zigarettenproduzenten

Im Gegenzug wünschen sich Hersteller der Zigaretten eine längere Frist für eine Umstellung der Produktion. Die Zigarettenproduzenten betonen, dass dieser Wandel aufgrund der aufgetretenen Verzögerungen in Brüssel nicht mehr realistisch ist. Dieser Forderung steht Jörg Waldeck als Geschäftsführer der Marke Philip Morris kritisch gegenüber. Seiner Meinung nach sollte der Termin nicht verschoben werden, da letztendlich die Personen bestraft werden, die sich an den gesetzlichen Richtlinien orientieren./p>

Heftige Kritik der Grünen

Die Grünen kritisierten die Regierung heftig. Die Partei machte der Regierung den Vorwurf, keine Gesamtstrategie zu verfolgen, die eine massive Reduktion des Tabakkonsums herbeiführt. In diesem Zusammenhang betonte Harald Terpe, der Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik der Grünen, dass deutliche Einschränkungen für die Werbung für Tabakwaren „längst überfällig“ seien. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Maßnahmen zumindest annähernd die erhofften Erfolge erzielen. Mediziner betonen, dass sich der Verzicht auf Nikotin auch nach einem sehr langen Tabakkonsum positiv auf die Gesundheit auswirkt. Es bleibt abzuwarten, ob sich Behandlungskosten oder die Zahl der Todesfälle auf Dauer tatsächlich reduzieren. Aktuell sind in Deutschland pro Jahr ungefähr 110.000 Todesfälle direkt auf das Rauchen zurückzuführen. Dieser Wert basiert auf einer Angabe einer Kabinettvorlage.

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