Power-Napping: Mit dem Blitz-Nickerchen zum Erfolg

Was unsere Großeltern noch zu schätzen wussten, war lange Zeit verpönt: Der Mittagsschlaf. Doch nachdem in den USA eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden konnte, bekam das kurze Schläfchen einen neuen Namen und zahlreiche Anhänger.

Power-Napping hat seit dem Jahr 2000 in Deutschland Einzug gehalten und wird inzwischen in einigen Konzernen wie zum Beispiel BASF und Lufthansa mit entsprechenden Räumlichkeiten gefördert. Der Begriff kommt aus dem Englischen. „Power" bedeutet „Kraft" und „nap" Nickerchen.

Warum Power-Napping so sinnvoll ist

Laut Wissenschaftlern hat der Mensch zwischen 12 und 14 Uhr die geringste Leistungsfähigkeit. Ein Schläfchen in dieser Zeit entspricht also seinem natürlichen Biorhythmus. Einen positiven Effekt haben amerikanische Wissenschaftler der Harvard-Universität nachgewiesen. Sie zeigten in Studien, dass sich die Leistungsfähigkeit der Probanden nach einem 20-minütigem Schlaf um bis zu 30% steigerte. Griechische Forscher stellten bei ihren Studienteilnehmern nach sechs Jahren ein deutlich gesenktes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen fest. Auch das Kurzzeitgedächtnis und die allgemeine Stimmung werden bei einem Mittagsschlaf positiv beeinflusst. Weiterhin sollen müde Menschen einen größeren Appetit haben.

So wird es gemacht

Das Nickerchen sollte nicht länger als 30 Minuten dauern, da bei einem längeren Schlaf der Blutdruck sinkt. Die Folge: Man fühlt sich anschließend schlapp und müde.
Selbst im Sitzen ist das Power-Napping möglich. Man sollte lediglich darauf achten, dass der Kopf während der Schlafphase gut gestützt ist. So können Sie Ihren Kopf zum Beispiel einfach auf den Schreibtisch legen. Das eigene Bett verführt dazu, in den Tiefschlaf zu fallen. Um das zu vermeiden, sollte man sich hier einen Wecker stellen.
Haben Sie hingegen Probleme mit dem Einschlafen, können Sie es mit progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen (PME) oder Yoga versuchen. PME ist eine einfache Methode, mit der eine Tiefenentspannung erreicht wird. Dabei wird die gesamte Muskulatur für einen kurzen Augenblick kräftig angespannt. Das steigert deutlich die Durchblutung, so dass man dann beim Entspannen das Gefühl durchströmender Wärme hat.
Nach dem Kurzschlaf sollte man sich strecken und tief durchatmen. Übrigens: Ein Kaffee vor dem Schläfchen hat einen praktischen Effekt. Da das enthaltene Koffein erst nach etwa 30 Minuten wirkt, kommt es gleich nach dem Aufwachen zum Einsatz.

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