Psychische Leiden: Zahl der beruflichen Fehltage nimmt zu

Seelische Probleme führen zu immer mehr Fehltagen im Job. Dreimal mehr Arbeitnehmer werden heutzutage wegen Depressionen, Angststörungen und Überlastungssymptomen krankgeschrieben als noch vor 20 Jahren. Das zeigt die DAK-Studie „Psychoreport 2019“. In Deutschland sind rund 2,2 Millionen Menschen betroffen, 2018 fehlte jeder Arbeitnehmer durchschnittlich 2,36 Tage aufgrund von psychischen Problemen.

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Frauen weitaus häufiger betroffen als Männer

Weibliche Arbeitnehmer waren 2018 fast doppelt so oft wegen psychischer Leiden krankgeschrieben wie Männer. Rückläufig sind lediglich Fehltage aufgrund eines Burn-outs: Sie haben sich seit 2012 nahezu halbiert. 2018 waren lediglich rund 0,05 Fehltage pro Arbeitnehmer auf dieses Erschöpfungssyndrom zurückzuführen.

Die meisten Ausfalltage wegen Depressionen

Depressionen verursachen die meisten Fehltage wegen psychischer Beschwerden. Die krankhafte Form der Antriebslosigkeit und getrübten Stimmung kann unabhängig vom Arbeitspensum jederzeit auftreten und zu langen Ausfallzeiten führen. Auch scheinbar glückliche Menschen können betroffen sein. Im schlimmsten Fall werden Arbeitnehmer aufgrund der Depression berufsunfähig.

Berufsunfähigkeitsversicherung zur finanziellen Absicherung

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) können sich Arbeitnehmer gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit absichern. Die Versicherung greift bei vielen Anbietern nicht nur bei körperlichen Beeinträchtigungen wegen eines Unfalls oder einer Krankheit – sondern auch, wenn sich der Beruf wegen psychischer Belastungen wie Burn-out oder Depression nicht mehr oder nur eingeschränkt ausüben lässt. 

Der Versicherungsnehmer erhält dann eine monatliche Rente, mit der er den Verdienstausfall ausgleichen kann. Die staatliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es übrigens nur für Arbeitnehmer, die vor 1961 geboren wurden. Alle anderen erhalten nur die staatliche Erwerbsminderungsrente. Die reicht in der Regel aber nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.

Psychische Krankheiten sollten bei der BU eingeschlossen sein

Nervenkrankheiten und psychische Erkrankungen sind mit rund 43 Prozent die häufigste Ursache für Berufs- und Erwerbsunfähigkeit. Vor Abschluss einer BU sollten Arbeitnehmer sorgfältig prüfen, dass psychische Erkrankungen inkludiert sind. Bei großen Versicherern wie HDI und Allianz ist das der Fall, auch renommierte Finanzdienstleister wie tecis haben entsprechende Versicherungen im Portfolio. Finanzberatungen wie tecis setzen zudem auf eine ausführliche persönliche Beratung, um für ihre Klienten den zur jeweiligen individuellen Lebenssituation passenden Versicherschutz zu ermitteln.

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