Reise-Stornierung wegen Schweinegrippe kostenlos möglich

Bereits im April hatte das Auswärtige Amt wegen der sich in Mexiko ausbreitenden "Schweinegrippe" dringend von nicht zwingend erforderlichen Reisen in dieses mittelamerikanische Land abgeraten.

Solche Hinweise von offizieller Stelle bekommt man regelmäßig auf dieser Internetseite: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Infoservice/suche/Suchformular.jsp. Falls man auf Grund von Medienberichten Bedenken gegen eine geplante Reise hat, gibt man in diesem Suchformular das geplante Urlaubgebiet ein und erhält Hinweise und Vorschläge, was man zur Verbesserung seiner Sicherheit und zur Vermeidung von Risiken tun kann. Im Falle Mexiko hatte man explizit wegen des gesundheitlichen Risikos durch die Schweinegrippe von einer Reise abgeraten.

Sollte Hinweise sind auch sehr wichtig, wenn man die Reise stornieren will. Denn diese offiziellen Hinweise sind gute Argumente für das Vorliegen von "höherer Gewalt" - also Einflussfaktoren, für die weder der Reisende noch der Reiseveranstalter verantwortlich gemacht werden kann. Im Falle "Höherer Gewalt" können sowohl der Reiseveranstalter wie auch der Reisende von seinen Reisevertrag ohne weitere Kosten für die andere Seite zurücktreten. Man sollte selbstverständlich als Reisender relativ schnell nach Bekanntwerden der Gründe die Option ausüben und auch den Reiseveranstalter bitten, eine kostenfreie Umbuchung auf ein anderes Angebot vorzunehmen.

Handelt der Reiseveranstalter von sich aus, dann hat man als Reisebucher nur Anspruch auf Rückerstattung der getätigten Zahlungen, kann aber keinen Schadensersatz geltend machen. Zurzeit bleibt abzuwarten, welche weiteren Auswirkungen die Schweinegrippe auf andere Reiseländer noch haben wird. Man sollte hierzu die Medienberichte verfolgen und rechtzeitig mit dem Reiseveranstalter in Kontakt treten, wenn man eine geplante Reise nicht durchführen will. Vor einer einseitigen Kündigung sollte man über Alternativen mit dem Veranstalter reden. Dies gilt auch, wenn die Reise (getrennt nach Flug und Unterkunft) bei unterschiedlichen Veranstaltern gebucht ist. Da sich die Gefährdungslagen sehr schnell ändern können, ist es denkbar, dass man durch Umbuchungen zu einem anderen Zielort den Gefahren ausweichen kann.

 

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