Trockene und spröde Lippen in Herbst und Winter

Wind, Kälte und trockene Heizungsluft: Im Herbst und Winter leiden unsere Lippen besonders. Da sie weniger Talgdrüsen und damit auch weniger Unterhautfett haben, sind sie besonders anfällig. Die Folge: Sie sind spröde, trocken und teilweise sogar blutig eingerissen. Rissige Lippen werden aber nicht nur durch Wettereinflüsse verursacht.

Auch Stress, ein Mangel an den Vitaminen A und E und Fieber können Auslöser sein.

Bewährte Hausmittel

Schnelle Abhilfe schaffen Vaseline, Melkfett oder Olivenöl. Sie werden jeweils dünn auf die Lippen aufgetragen und bieten so über Stunden einen Fettfilm. Auch Ringelblumensalbe ist dafür geeignet.

Streicheleinheiten

Besonders weich werden die Lippen durch Honig. Dieser wird mit Sahnequark vermischt und dann aufgetragen. Nach dem Trocknen (etwa zehn Minuten) mit lauwarmem Wasser abspülen. Die Wirkung wird noch gesteigert, wenn man sich vorher ein heißes Bad gegönnt hat. Durch die Wärme sind die Poren weiter geöffnet, so dass die Wirkstoffe tiefer in die Hautschichten eindringen können.
Ein pflegendes Öl können Sie auch leicht selbst herstellen: Dafür werden zwei Esslöffel getrocknetes Lungenkraut mit 125 ml leicht erwärmtem Olivenöl übergossen. Diese Mischung 24 Stunden lang an einem warmen Ort ziehen lassen. Anschließend abseihen und in dunkle Flaschen füllen.
Alternativ können die Lippen abends mit Eiklar bestrichen werden.

Das Geheimnis von Schokolade

Bereits die Mayas und Azteken kannten die medizinische Wirkung von Kakaobutter. Sie verwendeten sie für Wundsalben, bei Fieber und Atemproblemen. Auch die Kosmetikindustrie nutzt die enthaltenen Fettstoffe, die sogenannten Kakao-Polyphenole. Sie verlangsamen nicht nur den Alterungsprozess, sondern sorgen auch für eine stärkere Durchblutung der Haut. Lippenpflegestifte auf Basis dieses Inhaltsstoffes sind also durchaus empfehlenswert. Reine Kakaobutter wird aus Samen durch Kaltpressung gewonnen und kann im Internet oder in der Apotheke gekauft werden. 100 ml Kakaobutter enthalten etwa 35% Ölsäure und 29% ungesättigte Fettsäuren.
Als Alternative kann Shea-Butter verwendet werden. Sie ist besonders reich an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und enthält außerdem Vitamin E, Allantoin und Provitamin A. Sheabutter sorgt für eine beschleunigte Heilung bei Hautreizungen, schützt vor Austrocknung und wirkt sich positiv auf die Hautelastizität aus.

Viel trinken

Um die Haut geschmeidig zu halten, ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wasser und zuckerfreie Tees sind dafür am besten geeignet.

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