Wann macht die Impfung gegen Schweinegrippe Sinn? 

Zwar hat die weltweite Verbreitung der Schweinegrippe in Deutschland bisher erst zu einem Todesopfer geführt, doch trotzdem hält die Weltgesundheitsorganisation die Schweinegrippe für eine relevante Gefahr. In den bekannten Fällen verlief die Erkrankung mit Schweinegrippe aber in Deutschland bisher sehr mild.

Ab Ende Oktober wird es aber auch die Möglichkeit einer Impfung geben, womit sich automatisch die Frage stellt, ob denn die Impfung gegen Schweinegrippe bei einem persönlich Sinn macht.

Zuständig für solche Fragen ist die "Ständige Impfkommission" beim Robert-Koch-Institut in Berlin, dem früheren Bundesgesundheitsamt. Diese empfiehlt eine Impfung gegen Schweinegrippe in erster Linie für Beschäftigte im Gesundheitswesen und weiterer Personen aus dem Pflegebereich, die häufig Kontakt mit Patienten in einem infektiösen Umfeld haben. Denn dort ist die Wahrscheinlichkeit besonders groß, dass eine Erkrankung übertragen werden könnte. Die so bestimmte Personengruppe ist also eher gering. Für Impfungen gegen Grippe überhaupt wird normalerweise eine deutlich größere Gruppe empfohlen.

Damit die Impfstoffe gegen Schweinegrippe noch vor Einbruch des Winters zur Verfügung gestellt werden können, wurden diese Medikamente wesentlich beschleunigter geprüft und zugelassen. Dies bedeutet zwar keine besondere Risikosituation bei den Nebenwirkungen, wie aber bei allen Medikamenten muss auch bei der Impfung gegen Schweinegrippe mit verschiedenen Nebenwirkungen gerechnet werden. Dies kann von vorübergehenden Schmerzen an der der Infektionsstelle der Impfung gegen Schweinegrippe bis zu tagelangen grippeähnlichen Symptomen reichen, die dann auch die Arbeitsfähigkeit reduzieren. Allerdings weisen mache Experten darauf hin, dass schwerere Nebenwirkungen bei neuen Medikamenten oft erst auftreten, wenn diese über eine längere Zeit bei einer Vielzahl von Patienten zum Einsatz gebracht wurden.

Generell sollte man bei der Risikobilanz bezüglich Grippeimpfungen davon ausgehen, dass bei Menschen, die viel Personenkontakt haben, auch die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung deutlich größer ist, als bei Menschen mit wenig Personenkontakt. Man bekommt also bei vielen Personenkontakten eher eine wirksame Übertragung der Schweinegrippe oder andere Infektionen und überträgt diese dann selbst wirksam weiter. Deshalb wird eine Impfung häufig für Lehrer, Erzieher und Verkäufer empfohlen.

Alternativen für eine Impfung (auch bei Schweinegrippe) sind also eine Zurückhaltung beim Kontakt mit Personen und eine genaue Beachtung der Hygiene. Wenn man sich regelmäßig gründlich die Hände intensiv mit Seife und Wasser wäscht, dann vermindert man ebenfalls sehr stark die Wahrscheinlichkeit für eine Virusübertragung, nicht nur bei der Schweinegrippe.

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