Warum private Krankenversicherungen im Trend liegen

Was die Krankenversicherung betrifft, so gibt es in Deutschland hinsichtlich der Vertragsform hauptsächlich zwei Arten: die gesetzliche und die private Versicherung, zwischen denen es deutliche Unterschiede gibt. Der Trend geht zum privaten Versicherungsverhältnis, unter anderem, weil dort die Beiträge leistungsbezogen sind und als fairer empfunden werden.

Gesetzlich versichert: solider Grundschutz zum Pauschalbetrag

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen ist staatlich versichert und entrichtet monatlich Beiträge, wofür im Gegensatz verschiedene Leistungen in Anspruch genommen werden können. Der Umfang der Leistungen ist im Sozialgesetzbuch festgeschrieben und umfasst die Vorsorge, das Erkennen sowie die Behandlung von Krankheiten. Außerdem ist eine Versorgung mit Medikamenten und zumindest teilweise rehabilitative Pflege im Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Das liest sich zunächst äußerst umfangreich, betrifft aber in der Realität nur eine Auswahl an medizinischen Maßnahmen, die durch die Beiträge abgedeckt sind. Gesetzlich Versicherte profitieren in jedem Fall von einem ordentlichen Grundschutz, doch sämtliche Leistungen, die über das geregelte Spektrum hinausgehen, müssen dafür vom Patienten selbst getragen und aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass immer mehr Menschen immer älter werden, gibt es auch eine höhere Anzahl von Personen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Damit eine finanzielle Abdeckung weiterhin erfolgen kann, kommt es daher gelegentlich zu Beitragserhöhungen beziehungsweise Leistungskürzungen. Im Jahr 2005 betraf dies zum Beispiel den Zahnersatz, den vor allem ältere Menschen seitdem zu einem Großteil selbst finanzieren müssen. Von vielen Versicherten wird ebenfalls die Bemessung des Beitrages als ungerecht empfunden, denn diese erfolgt nach der Höhe des Einkommens. Wer viel verdient, zahlt somit einen vergleichsweise hohen Beitrag, hat aber exakt denselben Leistungsanspruch wie jemand, der deutlich weniger einzahlt.

Vorteil der Privatversicherung: leistungsbezogene Beitragshöhe

Die Alternative zu gesetzlichen Krankenkassen bildet die private Krankenversicherung, der hierzulande knapp über zehn Prozent der Bevölkerung angehörig sind. Die Beitragshöhe beläuft sich hier nicht auf einen festen Prozentsatz des Einkommens, sondern richtet sich unter anderem nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten. Dieser zahlt ebenfalls einen festen monatlichen Beitrag, bekommt aber am Ende eines Versicherungsjahres einen nicht unerheblichen Teil davon zurückerstattet, wenn keine oder nur wenig ärztliche Leistungen in Anspruch genommen worden sind. Effektiv gesehen zahlen Privatversicherte also keinen Pauschalbetrag, sondern tragen ausschließlich die Kosten für entgegengenommene Behandlungen. Über frei wählbare Tarife und Leistungsmodelle kann die Versicherung darüber hinaus auf persönliche Schwerpunkte fokussiert sein, so zum Beispiel Zahnbehandlungen oder augenärztliche Untersuchungen. Ob sich der Wechsel in ein privates Versicherungsverhältnis für einen selbst lohnt, welche Anbieter es gibt und mit welchen Vorteilen man außerdem rechnen darf, kann unter www.aecura.de in Erfahrung gebracht werden. Im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung steht die private allerdings nicht jedem offen. Angestellte müssen mit ihrem Einkommen eine bestimmte Pflichtgrenze überschreiten, während es Beamte, Selbstständige und Freiberufler einfacher haben, aufgenommen zu werden. Selbst Studenten können sich unter gewissen Voraussetzungen privat versichern lassen.

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