Wenn die „Hibbelzeit“ beginnt: Anzeichen einer Schwangerschaft erkennen

Idealerweise beträgt der Menstruationszyklus einer Frau 28 Tage. Er wird dabei in mehrere Phasen unterteilt, wobei es etwa am 14. Tag zum Eisprung kommt. In den zwei Tagen davor und danach sowie am Tag des Eisprunges selbst ist die fruchtbarste Zeit.

Und dann beginnt sie auch schon: Die aufregende Zeit des Wartens. Viele Frauen spüren intuitiv, dass es geklappt hat.

Einige Frauen nehmen sogar bereits vor dem Ausbleiben der Regel Veränderungen wahr. Dazu gehören die morgendliche Übelkeit, ein Brechreiz, extreme Müdigkeit, Launenhaftigkeit, Weinen ohne erkennbaren Grund und Spannungen in den Brüsten. Aber auch von Schwindel und Kreislaufproblemen oder häufigem Wasserlassen berichten schwangere Frauen. Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung, sowei Ziehen im Unterleib können ebenfalls ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein. Oftmals kann es außerdem einen Ekel vor bestimmten Speisen geben. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Plötzlich werden unpassende Lebensmittel miteinander kombiniert und die seltsamsten Gelüste entwickelt.

Diese ersten Anzeichen gelten aber als sogenannte unsichere Zeichen und müssen nicht zwangsläufig mit einer Schwangerschaft zusammenhängen. Außerdem sind sie stark vom Charaktertyp der Frau abhängig. Je stärker diese zum Beispiel im Alltag abgelenkt ist, je weniger wird sie solche Dinge bemerken.
Bleibt die Regel jedoch aus, ist das meist ein sicheres Zeichen für eine Schwangerschaft. Auch die konstante Erhöhung der Basalttemperaturkurve nach dem Eisprung weist darauf hin. Die stärkere Durchblutung der Scheide und die Vergrößerung der Gebärmutter sind ebenfalls ein gutes Zeichen.
Mehrgebärende haben oftmals bereits sehr früh etwas Vormilch in der Brust sowie eine starke Pigmentierung der Brustwarzen.

Schwangerschaftstest

Ist die Regel ausgeblieben, sollte zunächst ein Schwangerschaftstest gemacht werden. Dieser weist das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Chorion Gonadotropin) im Urin nach. Das hCG wird von der sich entwickelnden Plazenta produziert, nachdem sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat. Im Blut ist das Schwangerschaftshormon bereits eine Woche nach der Einnistung messbar, im Urin etwa 14 Tage nach der Befruchtung. Zwar gibt es auch Schwangerschaftstests, die bereits früher angewendet werden können, aber aufgrund des noch niedrigen hCG-Gehaltes liefern sie gelegentlich ein falsches Ergebnis. Ist die Menstruation bereits überfällig, kann ein Test zu jeder Tageszeit gemacht werden - auch dann, wenn Morgenurin empfohlen wird. Die Zuverlässigkeit der Antikörperreaktion auf dem Teststreifen liegt bei 99%. Fällt der Test positiv aus, ist ein Termin beim Frauenarzt fällig. Dieser schaut zunächst nach, ob die Einnistung in der Gebärmutter erfolgreich war und ob die Entwicklung zeitgemäß ist. Etwa in der siebten oder achten Woche wird dann der Mutterpass ausgestellt.

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