Wie gesund Schlafen zur Gesundheit beiträgt

Hell und dunkel, aktiv, passiv, Tag und Nacht - das Leben besteht aus Gegensatzpaaren. Darauf hat sich unser Körper im Laufe der Evolution eingestellt. Er braucht, um zu funktionieren, den Wechsel zwischen Aktion und Ruhe, zwischen Wachsein und Schlaf. Mit einer Ausnahme ...

Unterschiedliches Schlafbedürfnis

Im Schlaf regeneriert der Körper. Unser Bewusstseinszustand verrändert sich, und der Körper fährt seine Funktionen zurück. Wie intensiv er das tut, wie groß das Schlafbedürfnis des Körpers ist, variiert: Es hängt ab von äußeren Faktoren (Helligkeit, Temperatur, Jahreszeit) und von persönlichen Faktoren: vom Alter, vom Geschlecht, vom Gesundheitszustand. Im Sommer schlafen wir weniger, Frauen brauchen durchschnittlich mehr Schlaf.

Es macht also wenig Sinn, über einen Kamm zu scheren, was gesunder Schlaf bedeutet: Zu unterschiedlich sind die Ausgangslagen: Es gibt darüber hinaus noch Kurz-, Mittellang- und Langschläfer.

• Kurzschläfer. Er kommt mit sechs Stunden oder weniger pro Nacht aus.
• Mittellangschläfer. Er schließt für sechs bis acht Stunden die Augen.
• Langschläfer. Wer mehr als acht Stunden Schlaf benötigt, zählt in diese Kategorie

Tipps für einen gesunden Schlaf

Wer nach dem Erwachen im Bett bleibt und vergeblich versucht, erneut einzuschlafen, interpretiert seine vermeintliche Schlaflosigkeit unter Umständen falsch: Vielleicht gehört er zum Typ ‚Kurzschläfer‘ und müsste aufstehen! Hier gilt es, den eigenen Schlaf-Typ herauszufinden.

Leicht essen am Abend, sonst macht die Verdauungsfabrik Überstunden und stört den Schlaf.

Der sogenannte Schlummertrunk müsste besser ‚Einschlummertrunk‘ heißen: Er bewirkt keinen erholsameren Schlaf - man schläft nur rascher ein.

Fenster auf! Frische Luft hilft den Zellen. Sie werden mit Sauerstoff versorgt, dem Lieferanten von Energie.

Halten Sie Ihr Zimmer dunkel und ruhig.

Kein Fernsehen unmittelbar vorm Zubettgehen, keinen Film im Schlafzimmer! Unser Hirn braucht länger zum ‚Abschalten‘, und das bewirkt einen unruhigen Schlaf. Nutzen Sie Ihr Bett nur für den Schlaf - und Beischlaf!

Bei der Matratze nicht sparen! Probieren Sie es beim nächsten Einkaufsbummel aus: Gehen Sie ins Möbelhaus, legen sich auf verschiedene Matratzen, und erleben Sie, wie sehr gute Matratzen den Bewegungsapparat stützen!

Alles schläft, einer wacht

Und was hat‘s mit der eingangs erwähnten Ausnahme auf sich? Alle Körperfunktionen reduzieren ihre Tätigkeit, nur das Ohr bleibt ‚wach‘. Forscher sehen darin einen Trick der Natur aus der Frühzeit des Menschen: Das Ohr ist der Nachtwächter!

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