Ziehen im Unterleib - was kann das bedeuten?

Wahrscheinlich hat jede Frau schon mindestens einmal in ihrem Leben unter einem Ziehen im Unterbauch gelitten. Auch wenn die Mehrheit denken mag, dass der Grund dafür sogenannte Frauenleiden sind, können auch Männer davon betroffen sein. Die Ursachen für ein Ziehen im Unterleib (Mediziner sprechen übrigens vom Unterbauch) sind vielfältig, beschränken sich in der Regel aber auf Beschwerden im unteren Drittel der Bauchregion. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Erkrankungen bei Frauen und Männern sowie über allgemeine Krankheitsbilder, auf die das Symptom (Ziehen im Unterleib) zutrifft.

Bei Frauen:

  1. Regelschmerzen
  2. Schwangerschaft
  3. Blasenentzündung
  4. Adnexitis
  5. Eileiterschwangerschaft
  6. Zysten
  7. Endometriose
  8. Krebserkrankungen

Bei Männern:

  1. Hodentorsion
  2. Prostataentzündung
  3. Harnsteine

Allgemein:

  1. Verstopfung
  2. Blinddarmentzündung
  3. Reizdarmsyndrom
  4. Wann muss ich zum Arzt?
Ziehen im Unterleib kann viele Gründe haben

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Beschwerden bei Frauen


1. Regelschmerzen & Eisprung

Da bei Frauen vor allem die Geschlechtsorgane wie Harnblase, Gebärmutter, Harnröhre und Harnleiter im Becken zu finden sind, ist hier auch ein breites Spektrum an Erkrankungen möglich.  Typisch bei Unterleibsbeschwerden sind tatsächlich Regelschmerzen. Sie werden vor und während der Periode wahrgenommen und können unterschiedlich stark ausfallen. Dabei geben Frauen neben einem Ziehen im Unterbauch häufig auch an, unter krampfartigen Bauchschmerzen oder Schmerzen im Kreuz zu leiden.  In der Regel sind die Schmerzen allerdings nicht krankhaft und können sich mehrfach im Leben einer Frau ändern. Mediziner sprechen von einer primären Dysmenorrhoe.
Der Zyklus verläuft dabei jeden Monat gleich: Die Schleimhaut des Uterus (Gebärmutter) bereitet sich auf die Einnistung einer Eizelle vor, in dem sie sich aufbaut. Hat aber keine Befruchtung stattgefunden, wird diese Gebärmutterschleimhaut nicht benötigt und deshalb wieder abgestoßen. Das ist dann das Einsetzen der Monatsblutung.  Das Abstoßen der Schleimhaut wird durch einen Botenstoff ausgelöst. Er ist für die Steuerung der Muskulatur in der Gebärmutter und die Durchblutung zuständig. Weiterhin wird aufgrund des Botenstoffes ein Zusammenziehen der Muskulatur in der Gebärmutter bewirkt, wodurch sich die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut ablöst.
Setzt der Körper allerdings zu viel dieses Botenstoffes frei, kann es zu Begleitbeschwerden wie einem starken Ziehen im Unterleib kommen. Eine Verbreitung über die Blutbahn kann zudem Durchfall, Kreisprobleme, Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen.
Um den Regelschmerzen vorzubeugen, helfen häufig viel Bewegung oder Entspannungsübungen (zum Beispiel Yoga). Sind die Menstruationsbeschwerden jedoch wiederkehrend schmerzhaft, kann auf rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke zurückgegriffen werden.
Auch den Eisprung können etwa ein Fünftel der Frauen spüren. Bei einem Eisprung (Ovulation) löst sich eine Eizelle aus dem Eierstock. Die Folge: Die Frau ist nun für einen bestimmten Zeitraum fruchtbar. Etwa zehn bis 14 Tage nach der Periode bemerken manche Frauen ein unangenehmes Stechen oder Ziehen  im Unterleib. Bei manchen dauert dies nur wenige Minuten, andere spüren den leichten Schmerz bis zu einem Tag lang.


2. Schwangerschaft

Ein sicheres Zeichen für das Eintreten einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode sowie ein positiver Schwangerschaftstest. Aber auch schon in der vierten Schwangerschaftswoche (also noch bevor die Regel rechnerisch wieder einsetzen würde) spüren einige Frauen erste Schwangerschaftsanzeichen. So berichten sie immer wieder von einer plötzlich auftretenden Übelkeit, empfindlichen Brustwarzen und einem leichten Ziehen im Unterleib. Zwar sind menstruationsartige Krämpfe und ein Ziehen im Unterbauch auch Ankündigungen für das baldige Einsetzen der Periode, es kann aber auch die Gebärmutter sein. Die Lageveränderung der Gebärmutter bei einer Schwangerschaft übt Zug auf die Mutterbänder aus. Diese körperliche Belastung spüren viele werdende Mütter bereits sehr früh.


3. Blasenentzündung

Eine Zystitis (Blasenentzündung) kann sowohl Frauen als auch Männer betreffen. Häufiger sind jedoch allein anatomisch bedingt Frauen betroffen. Auch hier kommt es zu vor allem in der Anfangsphase zu einem Ziehen im Unterleib. Doch daneben treten weitere Symptome auf. So ist ein vermehrter Harndrang festzustellen, wobei der Toilettengang aber gleichzeitig schwierig und äußerst schmerzhaft ist. Brennen beim Wasserlassen, getrübter Harn und teilweise auch Blut im Urin gehören ebenfalls zu diesem Krankheitsbild.
Eine akute Blasenentzündung muss unbedingt behandelt werden, da sich die bakterielle Infektion ansonsten auf die Nieren ausbreiten kann. In der Folge kann es zu einer Nierenbeckenentzündung kommen. In der Regel ist eine Blasenentzündung unter Gabe von Antibiotikum gut in den Griff zu bekommen.


4. Adnexitis: Entzündungen an den Eileitern und Eierstöcken

Eine Entzündung an den Eileitern und Eierstöcken macht sich vor allem durch heftige Schmerzen im Unterbauch bemerkbar. Auch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl stellen sich schnell ein. Übel  riechender Ausfluss, Zwischenblutungen und eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit beim Geschlechtsverkehr zählen ebenfalls zu den Symptomen. Die Ursache ist in der Regel eine aufsteigende Infektion in der Scheide, die durch Bakterien ausgelöst wurde.
Solche Entzündungen sind ernst zu nehmende Erkrankungen. Nicht selten treten schwerwiegende Folgeerkrankungen auf. Sollten solche Symptome auftreten, ist unbedingt ein Frauenarzt aufzusuchen.


5. Eileiterschwangerschaft

Mediziner gehen davon aus, dass etwa  ein Prozent aller Schwangerschaften sogenannte Eileiter- oder auch Bauchhöhlenschwangerschaften sind. Werden sie nicht rechtzeitig erkannt, können sie lebensbedrohlich sein. Meistens beginnt eine Eileiterschwangerschaft  mit einseitigen Unterleibsschmerzen, die schnell stärker werden. Weitere Symptome sind häufig Schmierblutungen, die einsetzen, nachdem die eigentliche Periode ausgeblieben ist.  Auch eine angespannte und berührungsempfindliche Bauchdecke kann hinzukommen.  Bei Auftreten solcher Symptome ist unbedingt ein Frauenarzt aufzusuchen. Er schließt eine eventuelle Blinddarmentzündung aus und macht eine Ultraschalluntersuchung.


6. Zysten oder Polypen an den inneren Geschlechtsorganen

Akute Unterleibsschmerzen können bei  Zysten oder Polypen auftreten, die sich im Gebärmutterhals oder in der Gebärmutter selbst befinden. Die Schmerzen werden von den Betroffenen als wehenartig beschrieben. Begleitend kommt es in der Regel zu Blutungsstörungen und Blutungen außerhalb der Regel. Komplikationen können auftreten, kommen aber nicht sehr häufig vor. Frauen über 40 Jahre sollten insbesondere nach den Wechseljahren regelmäßig Ultraschalluntersuchungen beim Frauenarzt vornehmen lassen. Eventuelles zystisches Gebilde würde dabei auffallen und kann genauer untersucht werden.


7. Endometriose

Die Krankheit Endometriose ist bis heute nicht gänzlich erforscht. Vor allem die Ursachen konnten noch nicht eindeutig geklärt werden. Betroffen sind in der Regel Frauen im gebärfähigen Alter. Die Symptome reichen dabei von chronischen Schmerzen im Unterbauch und Rücken bis hin zu  besonders starken Regelschmerzen. Auch Zwischenblutungen können auftreten. Weiterhin leiden die Patientinnen häufig unter Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Problemen beim Wasserlassen und einem blutigen Stuhlgang. Ausgelöst werden diese Beschwerden durch Gebärmutterschleimhaut, die sich außerhalb der Gebärmutter an der Gebärmutterwand, den Eileitern oder Eierstöcken und gelegentlich auch an anderen Stellen festsetzt. Da sich das Schleimhautgewebe auch an diesen Orten auf- und abbaut, entstehen die genannten Symptome. Die Folge: Es kommt zu Blutansammlungen, Entzündungen oder Zysten. Im schlimmsten Fall können die Eierstöcke und Eileiter verkleben bzw. vernarben, so dass es letztlich zu einer Unfruchtbarkeit kommt.


8. Krebserkrankungen der inneren Geschlechtsorgane

Krebserkrankungen machen vielen Menschen Angst, dabei zeigt die Statistik aber, dass jährlich nicht einmal 500.000 Menschen daran erkranken. In Deutschland leben mehr als 80 Millionen Einwohner, so dass nicht einmal ein Prozent davon wirklich davon betroffen sind.

Krebserkrankungen bei der Frau treten vor allem am Gebärmutterhals, an der Gebärmutter selbst und an den Eierstöcken auf. Ausgelöst werden sie in den meisten Fällen durch eine bestimmte Art von Viren (Papilloma-Viren). Bösartige Veränderungen an den inneren Geschlechtsorganen lösen im Anfangsstadium einen unangenehm riechenden Ausfluss aus, der auffallend wässrig und teilweise blutig sein kann. Blutungen, die ungeplant im Zyklus auftauchen, und Schmerzen im Unterleib kommen erst hinzu, wenn sich das Karzinom schon weiter ausgebreitet hat. Beim Gebärmutterkrebs kommen als Symptome noch  Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr sowie eine willkürliche Gewichtsabnahme ohne Diät hinzu. Auch Scheideninfektionen, die immer wiederkehren, können ein erster Hinweis sein.
Steht eine solch schwerwiegende Diagnose fest, muss nach dem Ausmaß der Krebsausbreitung geschaut werden. Danach wird ein entsprechender Therapieplan ausgearbeitet, der sowohl Operationen als auch eine Strahlen- sowie Chemotherapie umfassen kann.

 

Beschwerden bei Männern


1. Hodentorsion

Bei einer Hodentorsion kommt es zu einer plötzlichen Drehung des Samenstranges mit dem Hoden. Durch die Drehung um die eigene Achse werden die Venen, die für den Abtransport des sauerstoffarmen Blutes aus dem Hoden zuständig sind, abgedrückt. Die Folge:  Der Hodensack füllt sich immer weiter mit Blut, die ausreichende Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen hingegen bleibt aus. Im schlimmsten Fall kann der Hoden dabei absterben.
Die Ursachen sind in der Regel eine unzureichende Befestigung des Hodens sowie ein bestimmter Muskel (Cremastermuskel), der übermäßig stark am Hoden zieht. Am häufigsten betroffen sind Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren.
Die Symptome sind ebenfalls Schmerzen im Unterbauch, die plötzlich und stark auftreten können oder sich langsam steigern und dann bis in die Leisten ausstrahlen. Auffällig ist dabei auch der Hoden: Er steht hoch, ist geschwollen und gerötet oder bereits blau verfärbt. Hebt man den Hoden an, bleiben die Schmerzen bestehen. So kann eine Hodentorsion von einer Entzündung abgegrenzt werden. Nicht immer treten die Symptome dermaßen stark auf. Oftmals kann es auch nur zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen kommen. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Symptomatik nicht immer eindeutig.


2. Prostataentzündung (Prostatitis)

Eine Prostataentzündung wird durch Bakterien ausgelöst, die in die Prostata gelangen. Mehr als die Hälfte der Männer hat in ihrem Leben bereits einmal unter einer solchen Entzündung gelitten.  Bei einer akuten Prostatitis haben die Patienten Schmerzen im Unterbauch (vor allem in der Blasenregion), ein Druckgefühl im Bereich der Blase und ein Ziehen im Beckenbereich. Hinzu kommen Brennen beim Wasserlassen, auffallend häufiger Harndrang, Fieber und Schüttelfrost. Wird die Entzündung nicht mit Antibiotika behandelt, kann sie chronisch werden. Dann verläuft die Prostatitis unterschwellig, häufig ohne Fieber und Schüttelfrost. Dafür ist dann aber der Samenerguss schmerzhaft, Ziehen und Schmerzen treten im Bereich der Leiste und der Blase auf. Selbst Erektionsstörungen treten dann häufig auf.
Wird eine Prostataentzündung vermutet, sollte unbedingt ein Urologe aufgesucht werden. Eine Therapie mit Antibiotika bringt in der Regel eine schnelle Linderung der Symptome.


3. Harnsteine

Von Harnsteinen sind Männer wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Sie können bis zu mehrere Zentimeter groß werden und entstehen aus Bestandteilen des Urins. Die Kristalle (überwiegend aus Kalziumsalz) können sich an der Niere, im Harnleiter, in der Harnröhre und in der Blase festsetzen. Bestimmte Vorerkrankungen wie zum Beispiel Harnwegsinfektionen oder Gicht können das Entstehen von Harnsteinen begünstigen. Aber auch zu geringe Trinkmengen, eine schlechte Blasenentleerung aufgrund einer leicht vergrößerten Prostata oder eine zu eiweißreiche Ernährung können Ursache sein.
Zu den Symptomen zählen starke, zum Teil sogar krampfartige Schmerzen im Unterleib, in der Leistengegend und im Genitalbereich. Häufig strahlen sie bis in den Rücken aus und verursachen zusätzlich Übelkeit und Erbrechen. Betroffene stellen im Urin Blut fest und haben Beschwerden beim Wasserlassen. Das Bedürfnis, die Blase vollständig zu entleeren, kann nicht erfüllt werden. Häufig ist auch der Unterbauch bereits aufgebläht, was wiederum Schmerzen verursacht.
Werden Harnsteine festgestellt, werden zunächst krampflösende Medikamente verschrieben. In etwa 80 Prozent der Fälle wird dadurch ein Abgang des Steines ausgelöst. Weiterhin kommen eine operative Entfernung oder eine Zertrümmerung durch Stoßwellen in Frage.

Erkrankungen des Darms


1. Verstopfung

Zwar sind Kinder häufig von einer Verstopfung betroffen, aber auch Erwachsene können gelegentlich darunter leiden. Zu Beginn klagen die Betroffenen unter einem Völlegefühl, allgemeinen Unwohlsein und Schmerzen im Unterbauch. Eventuell ist der Bauch auch aufgebläht oder der Stuhlgang bereitet Probleme. Häufig ist eine falsche Ernährung Schuld, aber auch andere Erkrankungen oder bestimmte Medikamente können dahinter stecken.


2. Blinddarmentzündung (Appendizitis)

Auch eine akute Blinddarmentzündung beginnt häufig mit einem Ziehen im Unterleib. Meistens sind die Schmerzen im rechten Unterbauch, aber gerade zu Beginn können sie auch unklar definiert sein und sich im Bereich des Mittelbauches rund um den Bauchnabel befinden. Hinzu kommt, dass die Bauchdecke angespannt und druckempfindlich ist. Weitere Symptome sind Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber, Durchfall oder Verstopfung.
Als Blinddarm wird der Anfangsteil des Dickdarms bezeichnet, der blind endet und dabei sackförmig in die Bauchhöhle ragt. Bei seinem Anhängsel, dem sogenannten Wurmfortsatz (Appendix), kann es zu einer Entzündung kommen. In der Regel wird diese durch Bakterien ausgelöst. Eine Blinddarmentzündung kann einen milden Verlauf haben oder chronisch verlaufen. Ist letzteres der Fall, kommt es immer wieder zu Entzündungsschüben. Im schlimmsten Fall bricht der Appendix auf und das entzündete Gewebe sowie der Darminhalt und die Bakterien gelangen in den Bauchraum. In diesem Fall ist eine operative Entfernung unbedingt nötig, da es ansonsten zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen kann.


3. Reizdarmsyndrom

Patienten mit einem Reizdarmsyndrom klagen immer wieder über Schmerzen im Unterbauch. Sie sind ziehend, stechend oder krampfartig und treten relativ häufig auf. Allerdings sind mehr Männer als Frauen betroffen. Meistens sind die Patientinnen dabei zwischen 30 und 50 Jahre alt. Die Ursachen sind nicht bekannt.  Mediziner vermuten jedoch, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen. So können die familiäre Veranlagung und Darminfektionen, aber auch psychische Belastungen zu dem Auftreten der Krankheit beitragen.
Weiterhin typisch für dieses Krankheitsbild sind Unterbauchschmerzen, aber auch Blähungen und eine Völlegefühl. Verstopfung oder Durchfall treten in der Regel nur nachts auf. Nach dem Stuhlgang haben Betroffene das Gefühl, den Darm nicht richtig entleert zu haben. Meistens kommen noch weitere Schmerzempfindungen wie Kopf- und Magenschmerzen, Schlafstörungen und bei Frauen starke Regelschmerzen hinzu. Neben dieser akuten Phase gibt es häufig beschwerdefreie Zeiträume.
Bleiben diese Beschwerden längerfristig (mindestens sechs Monate) bestehen, kann von einem Reizdarmsyndrom ausgegangen werden. Allerdings sollte ein Arzt dennoch andere Erkrankungen wie eine Blinddarmentzündung, Endometriose oder Harnwegskoliken ausschließen.

Akute & chronische Schmerzen

Ziehen und andere leichte Beschwerden im Unterbauch können vorübergehend auftreten und sind häufig harmlos. Anzeichen einer ernsthaften Entzündung sind Schmerzen, die plötzlich auftreten und sehr heftig ausfallen. Hinzu kommen dann in der Regel Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Durchfall, Probleme beim Entleeren der Blase, Blut im Urin oder Verstopfung.
Halten die Beschwerden über ein halbes Jahr an, handelt es sich um chronische Schmerzen. Die Ursachen hierfür sind nicht immer leicht zu finden. Häufig sind chronische Entzündungen der Auslöser. Sie können ohne Symptome wie Fieber auftreten. Aber auch Störungen in der Wirbelsäule, in den Nerven oder Muskeln können dauerhaft für Probleme sorgen. Gerade bei Frauen können Beschwerden wie das Ziehen im Unterleib psychisch bedingt sein. Nicht selten stecken Depressionen oder erste Anzeichen eines Burn-Outs dahinter.


Wann muss ich zum Arzt?

Ein Arzt sollte immer dann unverzüglich aufgesucht werden, wenn die Beschwerden im Unterbauch plötzlich und heftig auftreten.

Bei länger anhaltenen Beschwerden sollte immer ein Arzt (zunächst der Hausarzt) konsultiert werden!

Symptome wie Blutungen und Fieber weisen auf eine Entzündung hin. Es empfiehlt sich der Besuch eines Facharztes, d.h. Frauen sollten zum Frauenarzt, Männer zum Urologen gehen. Auch ein Gastroenterologe (Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen) könnte eventuell ratsam sein. Wurde eine organische Ursache ausgeschlossen, kann vielleicht ein Neurologe oder Psychotherapeut weiterhelfen.

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