Zu viel schwitzen - ein Schrecken ohne Ende?

Neben hormonellen Schwankungen und Umstellungen vor allem bei Frauen in den Wechseljahren, kann auch eine Überfunktion der Schweißdrüsen für übermäßiges Schwitzen verantwortlich sein. Ebenso sind Übergewicht, Diabetes oder auch Tumore mögliche Verursacher.
Was die Therapie angeht, so muss sowohl nach dem 'Schwitztypus' wie auch nach den Ursachen entsprechend vorgegangen werden. Gesundheitlich am wenigstens bedenklich, jedoch auch mit dem wohl geringsten Aussichten auf Erfolg versehen, sind schweißhemmende Kosmetika, da diese die Symptome, nicht jedoch die Ursachen angehen und bekämpfen. Minimal invasive Operationen zielen in erster Linie darauf, die Schweißdrüsen außer Gefecht zu setzen bzw. die Schweißkanäle zu verstopfen. Unter Umständen müssen solche Eingriffe nach einigen Jahren wiederholt werden. Einen andere Möglichkeit ist das Auftragen einer Aluminiumchlorid-Salbe, wie auch die Einnahme von Schweiß hemmenden Tabletten oder das Spritzen geringer Mengen an Toxiden sein, welche die Überfunktion der Schweißdrüsen reguliert. Auch Präparate zur Milderung der Schilddrüsenfunktion und Tabletten zur Regelung des Hormonhaushalts sind bekannte Mittel. Neben medikamentösen Therapien und chirurgischen Eingriffen, werden mehr und mehr auch Hypnose, Meditationsübungen und nicht zuletzt auch Psychotherapien zur Reduktion der Schweißproduktion angeboten, um vor allem auf die psychischen Ursachen - Panikattacken, Angstzustände oder ähnliche Erkrankungen- übermäßigen Schwitzens einwirken zu können.
Letztendlich sollte es bei allen Therapien nicht darum gehen, das übermäßige Schwitzen im Hand-, Achselhöhlen und Fußbereich vollkommen einzustellen, sondern es vielmehr zu regulieren bzw. an ein normales Maß anzupassen. Schließlich hat Schwitzen eine überlebenswichtige Funktion für Menschen, reguliert es doch die Körpertemperatur.

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