Einbruchschutz: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Laut dem Bundeskriminalamt betrug die Anzahl der Wohnungseinbruchdiebstähle 149.500 im Jahr 2013. Ein Drittel der Einbrüche geschah in Nordrhein-Westfalen. Diese alarmierende Zahl sollte klar machen, dass jeder Haushalt von einem Einbruch betroffen sein kann. Umso wichtiger ist es, entsprechend vorbereitet zu sein.

Viele Menschen verbinden den Einbruch mit dem Verlust wertvoller Gegenstände und Bargeld. Doch ein Einbruch kann für Betroffene auch ein traumatisierendes Erlebnis sein. Eine Umfrage des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, welches Einbruchsopfer in Deutschland befragt hat, gibt Aufschluss über die psychischen Folgen eines Einbruchs:

  • 34 % gaben an, geschockt gewesen zu sein
  • 32,7 % fühlten sich einen Monat nach der Tat unsicher in der Wohnung
  • 24,5 % hatten Angstgefühle
  • für 24,1 % der Befragten hatte der Einbruch keine Folge
  • 20,3 % zogen aus der Wohnung aus
  • 17,7 % litten unter Schlafstörungen
  • 14,7 % gaben einen sonstigen Grund an
  • 10,7 % wären gerne aus der Wohnung ausgezogen
  • 6,4 % leiden weiterhin unter Unsicherheit in der Wohnung

Wie aus der Statistik ersichtlich wird, sind Schock und Verunsicherung in der eigenen Wohnung zwei häufig genannte Gefühle. Damit es erst gar nicht dazu kommt, kann jeder Haushalt mit simplen Maßnahmen vorsorgen.

Lernen, wie Einbrecher zu denken

Ein großes Problem, welches die Bewohner vieler Haushalte besitzen, ist ihre grundlegend falsche Denkweise: Bei uns bricht doch niemand ein, ich habe keine Wertsachen im Haus. So oder so ähnlich denken viele Menschen. Einbrecher denken hingegen völlig anders: Sie bevorzugen Haushalte mit Schwachstellen, in die sie leicht und zügig ein- und ausbrechen können.

Einbrecher nutzen folgende Dinge aus:

  • Objekte, wo sich lange Zeit keine Personen aufhalten
  • bei mehrgeschössigen Häusern werden die oberen Wohnungen bevorzugt
  • Zugänge, die leicht mit simplen Werkzeugen zu öffnen sind
  • leicht erreichbare Türen und Fenster, die im dunklen liegen
  • nicht ausgeleuchtete Grundstücke

Der Einsatz von Sicherheitstechnik

Bereits in der Planungsphase des Eigenheimes oder bei einem anstehenden Umbau ist es sinnvoll, über Sicherheitstechnik nachzudenken. Aber auch die Nachrüstung ist in Eigenheimen immer sinnvoll. Bei diesem Anbieter finden Menschen, die ihr Eigenheim sicher gestalten möchten, passende Produkte aus dem Bereich der Sicherheitstechnik: Interessierte können einzelne Alarmanlagen, Standardkameras oder Rekorder kaufen oder sie entscheiden sich für ein Gesamtpaket.

Welches System im eigenen Haushalt zum Einsatz kommen soll, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Ein Haus mit einem großen Garten hat andere Ansprüche als eine kleine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Auch die Ansprüche der Verbraucher sind verschieden: Für Menschen, die keine Verkabelung wünschen, gibt es zum Beispiel Kameras mit Funkübertragung. Das Sicherheitsunternehmen wird Verbraucher beraten können, welches System für ihren Haushalt am Besten geeignet ist.

Das eigene Verhalten optimieren

Abseits der genannten Sicherheitstechnik ist es immer sinnvoll, sein eigenes Verhalten anzupassen. Balkon- und Terrassentüren sowie Fenster sollten bei kurzer Abwesenheit immer verschlossen sein. Wer Rollläden besitzt, sollte diese nachts geschlossen halten. Eine ausreichende Beleuchtung des Grundstücks und der Wohnung ist bereits Grund genug für viele Einbrecher, das Haus zu meiden. Wie bereits erwähnt, bevorzugen Diebe unbeleuchtete Grundstücke, wo sie ihrer Arbeit ungestört und unbeobachtet nachgehen können.

Im Garten sollten keine Einstiegshilfen zu finden sein, die es dem Dieb erleichtern, Balkone, Dachvorsprünge oder Ähnliches zu erreichen. Mülltonnen, Tische und Leitern sollten unter Verschluss gehalten werden. Das gilt natürlich auch für Gegenstände, die Einbrecher als Einbruchswerkzeug missbrauchen könnten.

Hausbesitzer und Mieter sollten nach Einzug ein Wertgegenstandsverzeichnis anlegen und dieses regelmäßig aktualisieren, insbesondere beim Kauf wertvoller Dinge. Das Fotografieren der Wertsachen ist ebenfalls sinnvoll. Je genauer das Wertgegenstandsverzeichnis, desto höher ist die Chance, seine Wertsachen im Falle eines Einbruchs zurückzubekommen.

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