Immobilien Kaufvertrag 

Ein rechtlich bindender Immobilien-Kaufvertrag ist in Deutschland nur auf einem Notar-Termin möglich, denn die deutschen Gesetze verlangen für einen Eigentümer-Wechsel mit Immobilien-Kaufvertrag immer die Mitwirkung eines Notars, der dann dafür sorgt, dass das Fließen des Geldes für den Immobilien-Kaufvertrag gleichzeitig mit der Neueintragung des Grundeigentümers erfolgt.

Es ist aber möglich vor dem eigentlichen Immobilien-Kaufvertrag einen Vorvertrag auf informeller Basis abzuschließen. Damit wird die Arbeit des Notars auch gut vorbereitet, denn dieser kann aus dem Vorvertrag besser auf die Interessenlage der Vertragsparteien schließen und damit den eigentlichen Immobilien-Kaufvertrag qualitativ besser formulieren.
Der Notar verwendet beim Immobilien-Kaufvertrag standardisierte Elemente, die er jeweils auf die konkrete Situation anpasst. Der endgültige Immobilien-Kaufvertrag kann auch vor dem eigentlichen Notar-Termin mit dem Notar ausführlich diskutiert werden. Insbesondere sollte man sich als Käufer vor dem eigentlichen Termin noch unklare Klauseln erklären lassen. Besonders kompliziert kann der Immobilien-Kaufvertrag werden, wenn eine Vielzahl von Investoren involviert ist. So z.B. bei der Neuerstellung einer größeren Anlage von Eigentumswohnungen; hier werden oft Rücktritts- und Sonderkündigungsmöglichkeiten in den Immobilien-Kaufvertrag aufgenommen, die man als Käufer genau verstehen muss, wenn man nicht vor ungünstige Überraschungen gestellt werden will. Auch beim eigentlichen Notar-Termin kann man noch Fragen zum Immobilien-Kaufvertrag stellen, die dann der Notar immer noch umfassend zu beantworten hat. Erst mit der dann gegebenen Unterschrift ist der Immobilien-Kaufvertrag endgültig wirksam.
Der Immobilien-Kaufvertrag beschreibt zunächst die genauen Einzelheiten des Kaufobjekts. Interessant sind bei Eigentumswohnungen die Nutzungsmöglichkeiten, Rechte und Pflichte des gemeinsamen Bereichs, die konkret in den Immobilien-Kaufvertrag aufzunehmen sind. Die zentralen Aspekte beim Immobilien-Kaufvertrag finden sich dann später im Grundbuch wieder und können nur noch schwer verändert werden, wenn sehr viele Investoren vorhanden sind.
Zentraler Punkt beim Immobilien-Kaufvertrag ist der Kaufpreis, der auch die Höhe der Grunderwerbssteuer bestimmt. Die früher beliebte Praxis hier aus Kostengründen einen geringen Kaufpreis im Immobilien-Kaufvertrag zu vereinbaren, sollte man nicht praktizieren, denn dies ist nicht nur eine strafbare Steuerhinterziehung sondern zieht erhebliche Risiken nach sich.
Die weiteren Details im Immobilien-Kaufvertrag hat der Notar umfassend zu prüfen und dabei die Interessenlage aller Seiten zu berücksichtigen. Als Käufer sollte man auf die Verbindlichkeit von Terminen achten und hierzu Rückfragen stellen, denn sowohl die Finanzierung als auch der mögliche Wohnungseinzug folgt aus diesen Bestimmungen beim Immobilien-Kaufvertrag.

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