Kündigungsfrist einer Mietwohnung 

Die Kündigungsfrist einer Mietwohnung kann für Mieter und Vermieter unterschiedlich ausfallen. Anders als im sonstigen Vertragsrecht ist die Kündigungsfrist einer Mietwohnung durch das Bürgerliche Gesetzbuch sehr eng gefasst und Abweichungen hiervon sind bereits im BGB weitgehend ausgeschlossen.

Die Kündigungsfrist einer Mietwohnung ist im § 573c BGB geregelt, der die Fristen einer ordentlichen Kündigung für Mietverträge bestimmt. Diese Regelung zur Kündigungsfrist einer Mietwohnung gilt also nicht für eine außerordentliche Kündigung, beispielsweise nach Vertragsverletzungen durch Mieter oder Vermieter.
Der Absatz (1) legt zur Kündigungsfrist einer Mietwohnung fest, dass eine Kündigung der Mietwohnung spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig ist. Dies gilt zunächst als Kündigungsfrist einer Mietwohnung für beide Vertragsparteien. Wenn man also beispielsweise am 3. Werktag des Februars kündigt, denn ergibt sich daraus eine Kündigungsfrist der Mietwohnung zum letzten Tag des Aprils. Daraus folgt als vereinfachte Formulierung zur Kündigungsfrist einer Mietwohnung der Begriff "Drei-Monats-Frist", obwohl die ersten beiden Werktage des ersten Monats noch innerhalb dieser Drei-Monats-Frist liegen. Übrigen: Ein Werktag ist jeder Tag der Woche ohne den Sonntag, der Samstag ist also auch ein Werktag. Dies muss unbedingt bei der genauen Bestimmung der Kündigungsfrist einer Mietwohnung beachtet werden.
Ebenfalls bereits im Absatz (1) des BGB § 573c ergibt sich aber eine Verlängerung der Kündigungsfrist einer Mietwohnung für den Vermieter: " ...verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate." Möchte der Vermieter also kündigen, dann muss er prüfen, ob zum Zeitpunkt der Kündigung der Mietvertrag bereits 5 bzw. 8 Jahre besteht. Möchte beispielsweise der Vermieter am dritten Werktag des Februars kündigen, dann ist bei einem zehnjährigen Mietvertrag die Kündigungsfrist einer Mietwohnung der letzte Tag im Oktober.
Ausdrücklich legt der Absatz (4) des § 573 c fest, dass eine abweichende Regelung zur Kündigungsfrist einer Mietwohnung im Mietvertrag nicht zum Nachteil des Mieters zulässig ist. Allerdings kann die Kündigungsfrist einer Mietwohnung nach Absatz (2) dann verkürzt werden, wenn die Mietwohnung nur zum vorübergehend Gebrauch vermietet wurde, also zum Beispiel von vorneherein nur befristet wurde.
Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Kündigungsfrist einer Mietwohnung beträgt für den Mieter immer drei Monate, für den Vermieter verlängert sich die Kündigungsfrist einer Mietwohnung jeweils um 3 Monate nach 5 und 8 Jahren.

Artikelinformationen