Stromfresser im Haushalt – so lassen sich die Stromkosten senken

Ohne Strom geht in bundesdeutschen Haushalten sprichwörtlich das Licht aus. Heute dürfte es hierzulande kaum einen Haushalt geben, der nicht auf elektrische Energie angewiesen ist – sei es zum:

  • Kochen
  • Kühlen der Lebensmittel
  • Waschen usw.

Abbildung 1: In unserem Haushalt gibt es zahlreiche Stromfresser, die wir zunächst gar nicht so einschätzen würden. Wer diese identifiziert, kann eventuell seinen Stromverbrauch senken.

Vor 100 Jahren sah die Situation noch ganz anders aus. In den letzten Jahren ist Strom aber auch zu einem Reizthema geworden. Oder besser: Die Entwicklung bei den Strompreisen hat für viele Verbraucher zu einem Umdenken in Bezug auf die Verwendung von Strom geführt.

Wie stark die Preise in den letzten Jahren gestiegen sind, lässt sich anhand verschiedener Quellen untersuchen. Einen ersten Hinweis findet man beispielsweise beim Statistischen Bundesamt auf www.destatis.de. Hier werden lange Zeitreihen mit verschiedenen Energiepreisindizes geführt. Das Ergebnis: Gegenüber dem Mai 2010 – Zeitpunkt der Festlegung des Index auf 100 – ist der Strompreis zumindest für den Endverbraucher um mehr als 25 Punkte gestiegen. Dies bedeutet, dass innerhalb von gut sechs Jahren elektrische Energie um ein Viertel teurer geworden ist. Welche Geräte fressen besonders viel Strom? Und wie kann man trotz allem Geld sparen?

Abbildung 1: In unserem Haushalt gibt es zahlreiche Stromfresser, die wir zunächst gar nicht so einschätzen würden. Wer diese identifiziert, kann eventuell seinen Stromverbrauch senken.

Das sind die Stromfresser im Haushalt

Wo verbrauchen private Haushalte heute am meisten Strom? Hier wird man im Netz auf verschiedene Quellen stoßen. Laut der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ rangiert die Unterhaltungselektronik hier klar auf einem Spitzenplatz. Schuld ist die Tatsache, dass viele Verbraucher an diesem Punkt nicht an den Stand-by Modus denken. Und so ziehen:

  • Radio
  • TV-Gerät
  • DVD-Player
  • Konsole

Strom – auch wenn sie über Tage nicht genutzt werden. Was kommt danach?

  • Warmwasseraufbereitung: Nicht jeder Haushalt bezieht sein Warmwasser zentral. Wo dieses innerhalb der Wohnung elektrisch aufbereitet wird, kann es im Jahresmittel sehr teuer werden.
  • Kühlschrank: Dass unser Kühlschrank aus energetischer Sicht nicht die beste Lösung ist, dürfte vielen Haushalten inzwischen bekannt sein. Gerade wenn der Kühlschrank nicht optimal ausgenutzt wird und die Türe längere Zeit offensteht, schluckt das Gerät beträchtliche Strommengen.
  • Waschmaschine und Trockner: Beide Haushaltsgeräte verbrauchen eine erhebliche Strommenge. Jeder Waschgang zieht Strom aus der Steckdose. Und beim Betrieb des Wäschetrockners sieht die Situation nicht anders aus.

Die Liste lässt sich noch weiter fortsetzen. Bleibt die Frage, was man gegen den Verbrauch tun kann? Ganz ohne Kühlschrank oder Waschmaschine wird man nicht auskommen. Wichtig ist, sich ein entsprechendes Nutzungsverhalten zu gewöhnen. Beispiel: Beim Waschen wird – gerade wenn die Wäsche auf der Leine trocknet – nicht mit hoher Drehzahl geschleudert. Die Ausnahme: Wäsche wandert in den Trockner. Und im Winter muss nicht alles in den Kühlschrank – der Balkon tut´s dann auch.

Wichtig: Der Bereitschaftsmodus vieler Geräte ist bequem – sorgt aber für einen versteckten Verbrauch. Steckerleisten mit Schalter oder Funkdosen sorgen dafür, dass man Geräte wie den Fernseher oder die Stereoanlage einfach vom Netz nehmen kann.

Stromkosten durch Anbieterwechsel senken

Ein Ansatzpunkt zum Geld sparen ist natürlich der Anbieterwechsel. Heute muss niemand mehr befürchten, dabei im Dunkeln zu sitzen. Nach der Stromgrundversorgungsverordnung findet an dieser Stelle – wenn etwas schief gehen sollte – immer eine Ersatzversorgung statt. Worauf achtet man bei einem Anbieterwechsel?

Prinzipiell greifen an dieser Stelle verschiedene Aspekte ineinander. Einmal geht es um Preissicherheit. Diese wird unter anderem über Preisgarantien gewährleistet. Darüber hinaus will man als Verbraucher bessere Angebote schnell nutzen. Daher sollte die Laufzeit der Verträge eher kurz gehalten werden.

Nicht immer ganz einfach im Handling sind sogenannte Pakettarife. Hier nimmt man dem Versorger eine feste Zahl an Kilowattstunden ab. Im Gegenzug ist der Strompreis oft etwas günstiger. Aber: Sofern man mehr verbraucht, wird dieses Tarifkonstrukt schnell teuer. Ebenfalls Vorsicht ist bei Vorkasse anzuraten. Hier tragen Stromkunden nach Informationen auf www.verivox.de/stromanbieter/ am Ende ein Insolvenzrisiko – und müssen am Ende doppelt für den Strom zahlen.

Wichtige Aspekte beim Anbieterwechsel:

  • Strompreisgarantie
  • Laufzeit der Verträge
  • Strompaket (nur bei konstantem Verbrauch zu empfehlen)
  • Vorkasse (Stichwort Versorgerinsolvenz)

Abbildung 2: Mit einem guten Stromtarif lässt sich mitunter sehr viel Geld sparen – doch bei der Tarifauswahl ist durchaus Vorsicht geboten. Vordergründig günstige Tarife könnten sich doch noch als teuer erweisen.

Fazit: Hohe Strompreise machen Sparen sinnvoll

In den letzten Jahren sind die Strompreise fast kontinuierlich gestiegen. Für viele Verbraucher sind die jährlichen Anpassungen ein echtes Ärgernis. Muss man sich dieser Situation einfach ergeben? Nein! Als Verbraucher hat man heute verschiedene Möglichkeiten hier aktiv zu werden. Auf der einen Seite lässt sich durch das richtige Nutzungsverhalten Strom sparen. Andererseits sorgen energiesparende Geräte für eine niedrigere Stromrechnung. Und am Ende hat man immer noch eine Möglichkeit: Den Wechsel des Anbieters. Durch die Liberalisierung des Strommarktes ist dieser Punkt immer wichtiger geworden. Und entsprechende Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass heute niemand mehr damit rechnen muss, beim Wechsel voll und ganz ohne Strom dazustehen.

Bildquellen:

  • Abbildung 1: @ succo (CC0-Lizenz) / pixabay.com
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