Anleitung zum Fasten
Wie faste ich richtig?
Weiterhin sollte zu den vorbereitenden Maßnahmen auch gehören einen 'Speiseplan' aufzustellen, d.h. zu bestimmen, welche Säfte, Brühen, Molke man trinken möchte, denn Flüssigkeit ist das einzige, was man während des Fastens zu sich nehmen darf. Natürlich geht es beim Fasten auch um bewussten Verzicht. Daher sind Genussmittel wie Nikotin, Alkohol und Schokolade selbstverständlich absolutes Tabu während der Zeit des Fastens. Dass dies ein Stück weit auch Entzugserscheinungen und Kraft um den Versuchungen nicht nachzugeben bedeutet, sollte im Vorfeld ebenso bedacht werden, wie auch Vorbereitungen bezüglich des Aufenthaltsortes während des Fastens.
So wie man nämlich dem gewohnten Speiseplan entsagt, sollte man sich auch der alltäglichen Routine so weit wie möglich entziehen, denn Fasten beginnt im Kopf. Der Körper stellt sich nach und nach um, indem er sich statt Energie kostender Verdauung der körpereigenen Reserven bedient. Insofern ist auch der Organismus auf 'Sparmodus' eingestellt und extreme körperliche Belastungen, wie auch der sonst übliche Alltagsstress kosten mehr Kraft und sollten folglich vermieden werden.
Fasten bedeutet nicht nur unter religiösen Gesichtspunkten auch Reinigung. Deshalb sollte die Darmaktivität während des Fastens neben Trinkkuren auch durch Einläufe oder natürliche Abführmittel unterstützt werden, um die sprichwörtlichen Altlasten zu entsorgen und sich befreiter zu fühlen.
Überhaupt erfährt der Körper eine nicht unerhebliche Umstellung. Das Immunsystem wird gestärkt, Nahrungsgifte ausgeschieden. Bei mehrwöchigem Fasten jedoch können Komplikationen wie beispielsweise Nierensteine, eine graduelle Schwächung des Immunsystems und dadurch erhöhte Infektionsgefahr auftreten. Somit gehört zu einem heilsamen und erstmaligem Fasten in jedem Fall auch, sich im Vorfeld einen überschaubaren zeitlichen Rahmen zu setzen, um sich nicht schon von vorne herein unter unnötigen Druck zu setzen. Schließlich sollte auch der Übergang zur regulären Ernährung behutsam vorgenommen werden, um den Körper und vor allem das Verdauungssystem nach Tagen/Wochen der Enthaltsamkeit nicht sofort mit schwer verdaulichen Speisen zu überfordern. Beginnend mit Obst und Suppen, kann man sich nach und nach wieder an den normalen Speiseplan herantasten.
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