Rassismus - Definition und Bedeutung

Unter dem Begriff Rassismus sind Ideologien und Theorien zusammengefasst, welche die Entwicklungen in der Geschichte der Menschheit explizit auf ethnologisch-anthropologisch Hintergründe zurückführen. Rassistische Lehren besagen, dass die Weltbevölkerung von Natur aus in verschiedene "Rassen" unterteilt sei und das diese "natürliche Kategorisierung" unumstößlich sei.
 
In einem engeren Sinne bezeichnet Rassismus diejenigen Theorien und Lehren, die, basierend auf diesen Zusammmenhängen, über- und unterlegene menschliche "Rassen" definieren und damit innenpolitische Begründungen für die Unterprivilegierung, Diskriminierung oder sogar Unterdrückung bestimmter ethnischer Gruppen liefern. Ebenso wurde der Rassismus außenpolitisch eingesetzt, um die Einflussnahme eines Volkes auf andere Länder oder Völker auszudehnen (Imperialismus) oder um andere Völker vollständig zu beherrschen (Kolonialismus).
 
Der Begriff "Rasse" klassifiziert üblicherweise Pflanzen und Tiere. Außerhalb rassistischer Ideologien findet der Begriff lediglich noch zur Einteilung von Flora und Fauna Anwendung. Weltweit stößt Rassismus in der modernen Welt auf Ablehnung. Dennoch gibt es rassistische Tendenzen fast in jeden Land der Erde, auch wenn dies oft nicht öffentlich kommuniziert wird.
 
Menschenrechtsorganisationen, Politiker, Parteien, Verbände und Vereine auf der ganzen Welt setzen sich aktiv gegen Rassismus und seine Abkömmlinge wie z. B. Antisemitismus, Neo-Faschismus, Ausländerfeindlichkeit ein. Insbesondere die UNESCO, die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, setzt sich aktiv gegen den Rassismus ein. Beispielsweise hat diese Organisation den Internationalen Tag gegen den Rassismus am 21. März ins Leben gerufen.
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