Die Jobcenter bleiben mit den bisherigen Möglichkeiten bestehen

Der Begriff Jobcenter erfreut sich nicht bei allen gleicher Beliebtheit. Denn zum Jobcenter muss man gehen, wenn man Ansprüche auf Arbeitslosengeld II erhebt und wenn man diesen Anspruch mit der Jobsuche verbinden will. Jobcenter wurden erst mit den Hartz-Reformen umgesetzt. Mit dem Jobcenter wollte man die Trennung von Arbeitsverwaltung und Sozialhilfe aufheben. Ansprechpartner für eine Transferleistung und für eine Jobvermittlung sollten nicht zu unterschiedlichen Stellen gehen müssen, wenn sie Arbeit und Arbeitslosengeld benötigen. Das Jobcenter wurde geschaffen, um die Ansprüche und die Vermittlungsangebote durch eine Stelle zu bündeln.

Ein Jobcenter wird meist als ARGE (Arbeitsgemeinschaft einer Kommune mit der Bundesagentur für Arbeit) geführt. Es gibt aber auch Jobcenter, die ausschließlich von der Kommune verwaltet werden. Diese Kommunen werden als Optionskommunen bezeichnet und sind bisher auf eine bestimmte Anzahl begrenzt.

Während die Hartz-Reformen vielfältiger Kritik unterworfen wurden und immer noch im Diskussionsprozess sind, waren die Jobcenter und die Förderung von Arbeitslosen aus einer Hand meist recht gut angesehen. So stieg die Zahl der Hartz-IV-Bezieher anfangs zwar sehr deutlich an, denn durch die neuen Jobcenter wurde auch verdeckte Arbeitslosigkeit offenbar. Zwar wurden durch die Hartz-Reformen die bisherigen Bezieher von Arbeitslosenhilfe oft schlechter gestellt, aber durch die Jobcenter konnten bisherige Sozialhilfeempfänger besser betreut werden. Dumm nur, dass die zugrunde liegende Konstruktion der Jobcenter verfassungsrechtlich unzulässig war, wenn die Jobcenter als ARGE betrieben werden.

Das Arbeitsministerium wollte ursprünglich die gemeinsame Verwaltung in den ARGEn abschaffen. Da dies die Gefahr eines Endes der Jobcenter hätte bedeuten können, hat man sich nun auf eine Verfassungsänderung geeinigt, die die Jobcenter erhält. Genauere Detail zum neuen und alten Jobcenter sind zwar noch nicht bekannt, aber es gibt bei vielen Kommunen den Wunsch, die neuen Jobcenter in eigener Regie zu betreiben. So prüft z.B. Hamburg, ob man nun nicht noch mehr Einfluss auf die Arbeitsmarktpolitik gewinnen kann.

Wichtig ist vor allem, dass die Betreuung von Langzeitarbeitslosen aus einer Hand durch die neuen und alten Jobcenter gesichert werden kann.

Allgemein

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