E-Postbrief ist umstritten

Der Brief, ein herkömmliches Schreiben mit persönlicher Unterschrift, ist nicht einfach in der Handhabung. Man muss den Brief nicht nur schreiben oder ausdrucken, sondern auch mit einer Briefmarke frankieren und zur Post oder zum Briefkasten bringen. Schön wäre ein E-Postbrief, der einfach wie eine E-Mail per Internet zu verschicken wäre. Doch es ist umstritten, ob ein solcher E-Postbrief die gleiche Wirkung entfalten kann, wie ein normaler Brief.

In Deutschland gibt es schon seit einiger Zeit das Angebot eines E-Postbriefes. Mit dem E-Postbrief wird die Vorstellung verbunden, dass er die gleichen Möglichkeiten bieten könnte, wie ein herkömmlicher Brief. Doch nun berichtet heise.de mit Bezug auf das Magazin Spiegel, dass der Bundesverband der Verbraucherzentralen gerichtlich durchgesetzt habe, dass man eine solche Leistung vom E-Postbrief nicht erwarten könne. Strittig ist vor allem, ob eine rechtsverbindliche Unterschrift auch in einem E-Postbrief geleistet werden könnte. Für Dokumente wie Kündigungen wird von den Vertragspartnern erwartet, dass sie mit einer rechtsverbindlichen gültigen Unterschrift ihre Absicht kundtun.

Für die Post wird diese Entwicklung als Rückschlag eingeschätzt, wie auch Golem berichtete. Sie muss davon ausgehen, dass wie bisher auch in den nächsten Jahren mehr und mehr Kommunikationsvorgänge auf elektronische Wege abgeleistet werden. Ein E-Postbrief oder eine ähnliche Kommunikationsvariante, die so einfach wie E-Mail funktioniert aber so vertragsgemäß wie ein herkömmlicher Brief ist, wäre eine gute Alternative, um weiter im Geschäft zu bleiben. Problem bei jeder Kommunikation auf indirektem Wege ist es aber, dass beide Vertragsparteien jeden Schritt in eindeutiger Weise auf die andere Seite beziehen können.

Allgemein

Sie können Sie einen Kommentar hinterlassen or unseren Feed abonnieren, wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat.

Kommentare

3 Kommentare zu “E-Postbrief ist umstritten”

Einen Kommentar schreiben

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld)