E10: Der neue Sprit für Autos in der Kritik

E10: Das ist die Abkürzung für Sprit im Auto, das einen Bio-Ethanol-Anteil (Bio-Kraftstoff aus landwirtschaftlicher Produktion) von 10 Prozent hat. Dieser neue Sprit für Autos ist schon länger in der Kritik, weil es viele Fahrzeuge geben soll, deren Motor der neue Kraftstoff nicht verträgt. Deshalb rät der ADAC vor der Nutzung von E10 zu einer genauen Prüfung. Nun gibt es weitere Kritik am E10-Sprit, weil er angeblich zu einem höheren Spritverbrauch führt.

In der Europäischen Union möchte man über die Beimischung von Bio-Kraftstoffen zum herkömmlichen Sprit etwas für die Umwelt tun. Aber sogar die Wikipedia lässt durchblicken, dass es hier auch um die Interessen der Agrarwirtschaft gehen könnte. Auf auto-clever.de berichtet man, dass der neue Sprit recht aggressiv wirke.

Es gibt eine Richtlinie des Europäischen Parlaments, das alle Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, Auto-Kraftstoff mit bis zu 10 Prozent Bio-Ethanol für die Autofahrer bereitzustellen. Diese können dann an der Zapfsäule am Hinweis E10 erkennen, dass sie diesen Sprit tanken. Falls man Zweifel hat, ob das eigene Auto den neuen Sprit verträgt, dann kann man dazu Recherchen beim Hersteller vornehmen oder noch bis wahrscheinlich 2013 auf den herkömmlichen Sprit zurückgreifen. Für Fahrzeuge, die dann immer noch nicht mit dem neuen Sprit klarkommen, kann auf die Benzinsorte Super Plus zurückgegriffen werden, die aber gegenwärtig noch relativ teuer ist.

Nun wird die Umweltfreundlichkeit von E10-Sprit in Frage gestellt, denn nach einem Bericht von Focus-Online, wo man sich auf Auto-Bild bezieht, wird durch E10-Sprit der Kraftstoffverbrauch um 10 Prozent gesteigert. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurde mit mehreren Testfahrzeugen der Spritverbrauch mit den unterschiedlichen Spritsorten gemessen. Die Gründe für den höheren Spritverbrauch könnten in dem schlechteren Heizwert von Bio-Kraftstoff gesehen werden.

Sollten sich diese Ergebnisse auch in anderen Vergleichstests wiederholen, dann kann man die ökologische Nützlichkeit des neuen Sprits in Frage stellen. Denn ein Mehrverbrauch von Sprit kann kaum mit Umweltanforderungen in Einklang gebracht werden. Ob und wie sich entsprechende Kritik am E10-Sprit aber bis nach Brüssel durchsetzen, bleibt abzuwarten.

4 Antworten auf „E10: Der neue Sprit für Autos in der Kritik“

  1. E 10 ist der Beweis, daß die Politik versagt. 3.000.000 Autos können E 10 nicht tanken.Herr Wissmann kommt nur auf 400.000 – rechen konnte der Mann nur in seine eigene Tasche. Hilft es der Umwelt, wenn jetzt Superplus zu höheren Preisen getankt werden muß?
    Antwort:Nein – nur den Mineraloil – Konzernen.
    Danke Herr Röttgen, danke an alle Lobbyisten. Die nächste Wahl kommt bestimmt.
    Ciao tomlykritisch

  2. also wieder nur eine Mogelpackung und Retusche seitens der Regierung. Ich jedenfalls lasse mich nicht durch diese vollmundigen Parolen nicht überzeugen. Früher tat es jedem Bauern weh, wenn seine Ernte nicht zum Brot backen oder für die allgemeine Ernährung genutzt wird, bzw. verbrannt oder vernichtet wurde. Hat unsere Landwirtschaft keine Ehre mehr ? Andererseits werden alternative Energieerzeugungen wie Solar, Erdwärme oder für die Fahrzeuge, Elektroantriebe, nicht vorangetrieben. Das widerspricht ja unserer Öl-Lobby, in dessen Aufsichtsräten ja auch Merkel & Co sind. Jedenfalls, die nächste Wahl kommt bestimmt. Der Denkzettel ist denen sicher…

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