Immobilien-Bewertung: Neue Methode für bessere Zuverlässigkeit

Eine Immobilien-Bewertung ist in vielen Fällen nicht einfach, oft, weil es keine Vergleichsobjekte gibt, die vor nicht allzu langer Zeit verkauft wurden. Außerdem ist eine Immobilien-Bewertung immer noch schwierig, wenn es zwar Vergleichsdaten gibt, aber der Bauzustand und der Sanierungsbedarf der Immobilien für die Bewertung nicht genau bestimmt werden können. Daher ist es gut, dass das Geodätische Institut der Universität Hannover eine neue Methode zur Verbesserung der Zuverlässigkeit von Immobilien-Bewertung entwickelt.

Grundsätzlich kann man zwei Methoden verwenden, um den Wert einer Immobilie zu bestimmen.

Verfügt die Immobilie über verwertbare Wohn- oder Geschäftsräume, dann kann man sich fragen, zu welchem Preis diese vermietet sind bzw. vermietbar wären. Ausgehend von Vergleichsmietflächen oder dem Mietspiegel, kann man dann den Wert der Immobilie hochrechnen. Legt man eine Rendite von 5 % für die Immobilie fest, dann muss man lediglich die jährlichen (möglichen) Mieteinnahmen mit 20 multiplizieren, um eine Immobilien-Bewertung vorzunehmen.

Man kann aber auch die Immobilien-Bewertung so umsetzen, dass man den Marktwert aus vergleichbaren Objekten ableitet, die kürzlich verkauft wurden. Gutachter müssen hierfür eine umfangreiche Recherche starten und Lage, Zuschnitt, Gebäudewert und weitere Indikatoren für viele Immobilien bestimmen. Ziel der Wissenschaftler des Geodätischen Instituts der Uni-Hannover ist es, eine Bewertungszahl für diese Recherche bzw. die Recherche-Ergebnisse zu bestimmen.

Zitat von Prof. Winrich Voß:

Ziel ist es, dem Bewertungsergebnis eine Zahl hinzuzufügen, die besagt, wie gut das Ergebnis ermittelt ist

Zitatende (Quelle wie oben verlinkt)

Die Forscher aus Hannover wollen dabei einerseits auf gute Quellen für Datenmaterial (z.B. die Marktdaten der Gutachterausschüsse für Immobilien im Bundesland Niedersachsen) anderseits auf komplexe statische Verfahren (wie Fuzzy-Logik und Bayes-Theorem) zurückgreifen. Innovativ ist diese Kombination für ein Forschungsprojekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird und das jetzt erst am Anfang steht.

Wären die Forscher erfolgreich und ließe sich der gefundene Bewertungsmaßstab für die Qualität von Verkehrswertgutachten bei der Immobilien-Bewertung allgemein anwenden, dann hätte man als Interessent eine wichtige Information, um die Relevanz der Immobilien-Bewertung zu bestimmen. Solange es noch nicht so weit ist, muss man als Verkäufer oder Käufer von Immobilien auf herkömmliche Strategien beim Handeln von Gebrauchtobjekten zurückgreifen, um die eigene Immobilien-Bewertung umzusetzen.

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