Lebensversicherungen sind oft eine schlechtes Geschäft

Wer eine kapitalbildende Lebensversicherung als Verbraucher abschließt, der meint zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen baut er Kapital auf, um für die Rentenzeit eine Zusatzeinnahme zu erwirtschaften. Zum anderen ist die Familie abgesichert, denn im vorzeigten Todesfall wird die Lebensversicherung fällig. Doch nun ergibt eine Studie von Professor Andreas Oehler (Bamberg), dass viele Verbraucher ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen und damit ein sehr schlechtes Geschäft machen.

Problematisch ist zum einen der häufige Fall einer vorzeitigen Kündigung der Kapital-Lebensversicherung. Viele Verbraucher können kaum über Jahrzehnte abschätzen, ob sie immer die Beiträge für die Lebensversicherung zahlen können. So werden dann im Falle der Arbeitslosigkeit die Lebensversicherungen gekündigt, womit dann automatisch hohe Verluste gegenüber der geleisteten Ansparsummen entstehen. Zum anderen ist die Rendite-Entwicklung bei Kapital-Lebensversicherungen, genau wie bei jeder anderen Geldanlage, seit Jahren im Rückgang begriffen. Spiegel-Online meldet auch in dem oben verlinkten Beitrag, dass ab 1. Januar die Garantierendite bei den Lebensversicherungen abgesenkt werden muss.

Ist für einen die Absicherung der Familie durch eine Lebensversicherung wichtig, dann kann man als Alternative auf die Risiko-Lebensversicherung ausweichen. Hier spart man zwar kein Geld an, doch die Beiträge sind vergleichsweise niedrig, um einen Versicherungsschutz zu gewähren. Details und ein typisches Beispiel zeigt folgendes Video:

Das schlechte Geschäft für die Kunden einer Kapital-Lebensversicherung ergibt sich automatisch, wenn sie die Lebensversicherung kündigen und damit oft nur einen Anteil am eingezahlten Beitrag zurückerstattet bekommen. Denn die Lebensversicherungsbeiträge werden am Anfang für Provisionszahlungen verwandt. Da die Kündigung einer Lebensversicherung häufig vorkommt, entstehen den Verbrauchern Milliardenverluste.

Doch die Berechnungen des Bamberger Professors treffen nicht überall auf Begeisterung. Die Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass die angenommenen Fallzahlen nicht repräsentativ sind. Verbraucherschützer hingegen sehen sich in ihrer Kritik bestärkt und fordern mehr Transparenz bei der Vertragsgestaltung von Lebensversicherungen. So sollten die Kunden bereits vor Vertragsabschluss auf die negative Konsequenz einer vorzeitigen Kündigung hinreichend präzise aufgeklärt werden.

Allgemein

Sie können Sie einen Kommentar hinterlassen or unseren Feed abonnieren, wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat.

Einen Kommentar schreiben

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld)