Pestizide im Essen: Auf Herkunft achten

Pestizide im Essen möchte niemand gerne haben. Doch bei der Produktion von Lebensmittel werden immer noch Pflanzenschutzmittel verwendet, die Pestizide enthalten können. Je nach Intensität der Landwirtschaft finden sich dann mehr oder weniger Pestizide im fertigen Essen. Ein Greenpeace-Ratgeber klärt auf.

Pestizide im Essen: Auf Herkunft achten
Pestizide im Essen: Auf Herkunft achten

Pestizide ist ein Begriff aus dem englischen Sprachraum, der auf die Bekämpfung von Schädlingen abstellt. Als Pestizide werden chemische Substanzen verwendet, die während der Reifezeit der Lebensmittel dafür sorgen sollen, das lästige oder schädliche Lebewesen abgetötet werden, die die Lebensmittelpflanzen am Wachstum oder an der Vermehrung hindern. Je nach Anbringungsmethode und Intensität verbleiben einige Pestizide auch in den fertigen Lebensmitteln und landen so auf dem heimischen Tisch.

Ein neuer Greenpeace-Ratgeber zu Pestiziden klärt die Verbraucher auf. Das Ziel der im Internet kostenlos abrufbaren Broschüren ist es aufzuzeigen, wie man gutes Obst und Gemüse findet, das wirklich effektiv die Gesundheit unterstützt. Greenpeace ließ die Daten der deutschen Lebensmittelüberwachung zu Pestiziden und eigene Pestizide-Tests durch Experten neu bewerten. Etwa bei 80 Prozent des herkömmlich erzeugten Obstes und bei über 50 Prozent der Proben aus Gemüse konnten in den Stichproben Pestizide nachgewiesen werden.

Allerdings war die Belastung durch Pestizide unterschiedlich je nach Herkunft der Lebensmittel. Nach Aussagen der Greenpeace-Experten schnitten Obst und Gemüse aus der europäischen Union vergleichsweise besser ab als außereuropäische Lebensmittel. Aber diese Aussage ist noch zu allgemein, um den Verbraucher bei der Auswahl von Lebensmitteln zu unterstützen. Deshalb hat man in den Broschüren die Belastung durch Pestizide bei den einzelnen Lebensmittelsorten mit einem Ampelsystem bewertet. Besondere Problemgruppen für die Belastung mit Pestiziden sind Kleinkinder, Kranke und Schwangere. Für diese Gruppen sollte besonders auf die Qualität der Lebensmittel geachtet und vermehrt Lebensmittel aus biologischer Produktion bevorzugt werden.

An die Politik geht die Forderung von Greenpeace auf das Zusammenwirken mehrerer Gruppen von Pestiziden zu achten. Bisher würden Pestizide nur als einzelne Belastungsfaktoren wahrgenommen. Für die Verbraucher in Deutschland wäre es aber wichtig, wenn man das Zusammenwirken unterschiedlicher Pestizide als relevant für die Lebensmittelbewertung berücksichtigen würde.

Bildnachweis: © margaretwallace – Fotolia.com

 

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