E10-Sprit: Autofahrer halten sich weiterhin zurück

Der neue Öko-Sprit E10 sollte ab 2011 bei Umweltschutz und Energieeinsparung für Fortschritte in Deutschland sorgen. Durch einen höheren Anteil von Pflanzenenergie am Autokraftstoff sollte dies umgesetzt werden. Doch schon bald gab es viele kritische Stimmen und man befürchtete Probleme bei der Benzinversorgung nach der E10-Einführung. Dazu ist es nicht gekommen. Doch die Akzeptanz gegenüber E10-Sprit ist trotz vielfältiger Aufklärung nach wie vor niedrig. Heute berichtet die taz zu E10, das kaum die Hälfte der Autofahrer, die E10 nutzen könnten, dies auch tun. Die Gründe für die E10-Ablehnung sind vielfältig.

Auf Rückfrage zur Akzeptanz der Autofahrer, die E10 nutzen könnten, geben die Mineralölkonzerne Quoten an, die teilweise deutlich unter 50 Prozent liegen. Die Gründe für diese fehlende Akzeptanz liegen daran, dass man nicht glaubt, dass der neue Öko-Sprit auch gut für die Umwelt ist. Manche befürchten auch, dass ihre Motoren durch den neuen Sprit leiden könnten. Aufklärungskampagnen von Mineralölkonzernen und Bundesregierung haben an diesen Umständen bisher nichts ändern können.

Es wird aber auch auf andere Umstände hingewiesen, die bisher dafür sorgen, dass die Autofahrer kaum von der Möglichkeit des Tankens mit E10-Sprit Kenntnis erhalten. E10 wird immer noch nicht bei allen Tankstellen angeboten. So lägen die Quoten der Tankstellen, die über E10 verfügen, bei zwei großen Mineralölkonzernen noch um die 50 Prozent oder schlechter.

Gründe für diese Zurückhaltung könnte man auch bei dem Autofahrer-Verhalten vermuten, das darin besteht, dass statt E10 das teure Super-Plus-Benzin gekauft werde. Damit kann man vermutlich mehr Geld verdienen. Auch der ADAC sieht das Verhalten der Mineralölkonzerne kritisch. Hier stört man sich vor allem daran, dass die Autofahrer in vielen Fällen kein herkömmliches Super-Benzin mehr kaufen könnten. Eigentlich gebe es eine Bestandschutzregelung für „SuperE5“, doch man habe festgestellt, dass viele Tankstellen nur noch den neuen E10-Sprit und den teuren Super-Plus-Sprit anbieten.

Aus der Sicht der Autofahrer kann man dies so deuten: Man ist sich unsicher, ob der neue Sprit gut für den Motor ist, geht aber gleichzeitig davon aus, dass man mit Super-Plus eine geringeren Sprit-Verbrauch haben wird. Damit spricht viel für Super-Plus, zumal das alte Super-Benzin nicht mehr so häufig angeboten wird. Ob diese Einschätzung aber eine realistische Basis hat, ist schwer zu beurteilen. Denn die Einsparung durch Super-Plus müsste mit dem deutlich höheren Preis pro Liter verrechnet werden.

Eine Antwort auf „E10-Sprit: Autofahrer halten sich weiterhin zurück“

  1. Die Geschichte mit dem E10 Gepansche ist der gleiche Mist wie die EU- Gurken Verordnung! Wir brauchen weder solch Verordnungen noch solche Politiker und beide müssen weg. Dieser Mist E10 ist weder Öko noch Bio sondern eine Agrarpansche. Aber teure Ideen die der Umwelt nicht helfen haben unsere sogenannte Volksvertreter ja genug. Diese unausgegorene Idee mit den vergorenen Essen ist nicht zu Ende gedacht und Ethanol im Benzin kann ganz verschwinden!

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