Fluggastrechte gestärkt

Das Thema Fluggastrechte wurde mehrfach auf diesem Blog behandelt und hat immer für viele Kommentare gesorgt. Problem ist oft, dass zwar die Fluggastrechte bestehen, dass aber die Airlines äußerst zurückhaltend mit der Anerkennung sind und es deshalb für Fluggäste schwierig mit der Umsetzung ihrer Fluggastrechte wird. Nun hat aber – wie test.de berichtete – der Europäische Gerichtshof die Fluggastrechte gestärkt und auch den Ersatz für immaterielle Schäden der Fluggäste bestätigt.

Bei der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs sei es auch um die Frage gegangen, wie der Begriff der Annullierung eines Fluges zu bestimmen sei. Wenn ein Flugzeug zum Ausgangsflughafen zurückkehren müsse, dann liege eine Annullierung des Fluges vor, egal aus welchen Gründen diese Rückkehr veranlasst wurde. Für den zu entscheidenden Fall war es wichtig, dass es sich um eine Annullierung handelte. Bei solchen kurzfristigen Annullierungen von internationalen Flügen müssten die Fluggesellschaften nicht nur die neu zu buchenden Flugtickets erstatten oder alternative Transportwege bezahlen. Es könne auch ein immaterieller Schadensersatz gefordert werden, der sehr viel höher als die Umbuchungskosten ausfallen könnte.

In diesem Video gibt es Hinweise darauf, wie man seine Fluggastrechte einzuschätzen hat und wie man vorgeht, um seine Fluggastrechte umzusetzen:

http://youtu.be/xchLbGDPBRk

Häufig scheint es aber für Fluggäste schwierig zu sein, ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen, denn die Fluggesellschaften schalten auf stur und behaupten, dass sie durch höhere Gewalt an der Umsetzung ihrer Vertrags-Verpflichtungen gehindert wurden. Hier muss man dann nicht direkt den Klageweg beschreiten, sondern kann sich zunächst an das Luftfahrt-Bundesamt wenden, dass auf seiner Webseite zu Fluggastrechten ausführt:

In Deutschland sei das Luftfahrt-Bundesamt die offizielle Stelle für Beschwerden für die Rechte der Fluggäste, wenn es zu einer Annullierung, Verspätung oder Nichtbeförderung komme. Im Rahmen seiner Aufgaben nehme das Luftfahrt-Bundesamt Beschwerden entgegen und könne Verstöße gegen Verordnungen aus eigener Aufsichtsfunktion verfolgen. Allerdings müssten zivilrechtliche Ansprüche aus Fluggastrechten von den Fluggästen eigenständig verfolgt werden.

Auto & Verkehr

Sie können Sie einen Kommentar hinterlassen or unseren Feed abonnieren, wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat.

Einen Kommentar schreiben

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld)