Körperscanner vorerst gescheitet

Es sind nach Aussagen der taz der Schweiß und die Hosenfalten der Fluggäste, die den Körperscanner zum Scheitern gebracht haben. Viel Aufregung gab es vor einiger Zeit als die Pläne von Innenpolitikern bekannt wurden, mittels Körperscanner die Kontrolle der Fluggäste zu intensivieren. Nun meldet aber das Bundesinnenministerium, dass Körperscanner gegenwärtig noch nicht voll einsatzfähig sind.

Körperscanner für Fluggäste wurden sehr intensiv am Hamburger Flughafen getestet; nun sind die Ergebnisse der Test bekannt geworden. Man geht davon aus, dass beim gegenwärtigen Stand der Technik zu viele Fehlalarme produziert werden. Viele Fehlalarme bedeutet, dass per Hand nachkontrolliert werden muss; aus dem Zeitgewinn, den man sich durch Körperscanner versprochen hat, ist ein Zeitverlust bei der Fluggast-Kontrolle geworden. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Körperscanner keine hohe Akzeptanz bei den Fluggästen haben. Während das Bundesinnenministerium bei seiner Berichterstattung sehr zurückhalten die Leistungen der Körperscanner würdigt, kommen Experten nach Ansicht von golem.de zu einer deutlich kritischeren Haltung.

Noch arbeitet die Europäische Kommission an einer Verordnung, die die Regeln für Körperscanner bei der Fluggastkontrolle bestimmen soll. Ob und inwieweit die Testergebnisse der Hamburger Tests in diese Überlegungen Eingang finden werden, ist gegenwärtig ungewiss. Denkbar ist schon, dass die Geräte im Laufe der nächsten Jahre verbessert werden und dass dann erneut über eine Test- und Echteinsatz der Körperscanner zu entscheiden ist.

Körperscanner könnten gut geeignete Methoden sein, um Sprengstoff oder gefährliche Waffen, die sich versteckt am Körper befinden, zu entdecken. Denn Körperscanner können nicht nur Metall orten, sondern sind auch in der Lage Plastiksprengstoff oder Keramikmesser zu identifizieren.

Aus der Sicht der Fluggäste wären Körperscanner durchaus akzeptabel, wenn damit die Sicherheit erhöht würde, ohne das zugleich allzu tief in die Persönlichkeitsrechte der Fluggäste eingegriffen werden müsste. Für diese Ziele haben die Körperscanner also noch Entwicklungsbedarf; zugleich wäre es sehr angenehm, wenn die Wartezeiten bei der Passagierkontrolle durch Körperscanner reduziert werden könnten.

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