Macht die Abgassonderuntersuchung überhaupt noch Sinn?

Es gibt sie schon lange: die Abgassonderuntersuchung für Benzin- und Dieselfahrzeuge. Denn so der ursprüngliche Gedanke des Gesetzgebers: Wenn die Abgase der Autos regelmäßig geprüft werden, dann ist damit der Umwelt gedient und zugleich werden die Fahrzeughaltern durch Fehleinstellungen ihres Motors vor zu hohen Spritkosten bewahrt. Doch viele Experten bezweifeln inzwischen die Sinnhaftigkeit der Abgassonderuntersuchung. So sind zwischenzeitlich in vielen Dieselfahrzeugen Rußpartikelfilter eingebaut, die so effizient sind, dass die ursprünglich vorgeschriebenen Messverfahren keine Relevanz mehr haben.

Relevant für den Autofahrer ist auf jeden Fall, dass ab dem 1.1.2010 die eigenständige Plakette der Abgassonderuntersuchung entfallen wird. Dies konnte man über den Kfz-Ticker erfahren. Bisher wurde nach einer erfolgreichen Abgassonderuntersuchung eine spezielle sechseckige Plakette auf das vordere Nummernschild des Autos geklebt. Die Intervalle für die normale TÜV-Untersuchung und die Abgasuntersuchung waren auch unterschiedlich. Nun wird die Abgassonderuntersuchung Bestandteil der der normalen TÜV-Hauptuntersuchung. Das Prüfverfahren bleibt aber gleich und berücksichtigt damit nicht die Kritik an der Art der Untersuchungstechnik.

Meines Erachtens ist aber eine Abgassonderuntersuchung auf Basis der neuesten Erkenntnisse von Umwelt- und Energietechnik sinnvoll und notwendig. Aus praktischen Gründen ist es auch zu befürworten, dass diese mit der normalen TÜV-Sicherheitsprüfung für die Fahrzeuge gekoppelt wird.

Auto & Verkehr

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