Reifenluft-Gebühr verärgert Autofahrer

Vor langer Zeit fuhr man an der Tankstelle vor und wurde freundlich empfangen. Während der Tankwart das richtige Benzin einfüllte, sorgten Hilfskräfte dafür, dass der Ölstand und die Reifenluft geprüft wurde, während andere schon die Scheiben saubermachten. An eine Reifenluft-Gebühr dachte damals niemand. Doch die Autofahrer wurden mehr und mehr zu mitarbeitenden Kunden, füllten sich selbst den Tank und sorgten auch selbst für den richtigen Reifendruck. Doch nun kommt Ärger bei den Autofahrern auf, weil immer mehr Tankstellen eine Reifenluft-Gebühr erheben. Für fünf Minuten Reifenluft-Steigerung sind dann ein Euro zu berappen.

Aus der Sicht der Tankstellen-Inhaber ist die Reifenluft-Gebühr konsequent. Schließlich verdienen sie nach eigenen Worten kaum am verkauften Sprit und müssen sich mit Zusatzangeboten (Autowäsche, Getränke, Lebensmittel) über Wasser halten. Und die Reifenluft ist für sie sowieso nicht kostenlos, denn die Geräte kosten viel Geld und die Druckluft muss regelmäßig für weitere Gebühren nachbestellt werden. Schließlich werden ab und an die Reifenluft-Geräte gestohlen und verursachen so weitere Kosten.

Angesichts der Gefahr der flächendeckenden Einführung einer Reifenluft-Gebühr ist der ADAC, der Interessenverband der Autofahrer, aktiv geworden. Denn dort lehnt man die Zusatzbelastung für die Autofahrer ab. Diese sollten also in Zukunft nicht nur den Preis und den Service der Tankstellen in ihrer Kaufentscheidung einbeziehen, sondern auch überlegen, ob die Ein-Euro-Reifenluft-Gebühr nicht dazu motiviert, zu einer anderen Tankstelle zu fahren.

Andere hingegen, wie die das Flensburger Tageblatt sehen die Reifenluft-Gebühr erst als Anfang weiterer Gebühren an Tankstellen. So wäre eine Parkgebühr für die Zeit des Tankens denkbar, denn schließlich hat die Tankstelle auch hohe Pachtpreise für die gemieteten Quadratmeter zu zahlen. Und das Kühlwasser könnte in praktischen Pfandflaschen angeboten werden.

Angesichts der Reifenluft-Gebühr und weiterer hoher Kosten für die Autofahrer, könnte man ja mal überlegen, ob es nicht eine andere Lösung für Autofahrer gibt, als immer mehr Gebühren zu zahlen. Man könnte auch auf Auto verzichten, dass spart neben der Reifenluft-Gebühr auch die Spritzkosten ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.