Bachelor und Master an der Uni: Die Reform-Diskussion geht weiter

Angesichts der gegenwärtigen Finanzsituation hat das aktuelle Thema der Uni-Reform kaum Beachtung gefunden. Doch bei den Studenten sind die Regelungen zum Bachelor und Master an der Uni nach wie vor umstritten. Doch für eine Reform der Uni ist auch Geld nötig, was angesichts der aktuellen Finanzprobleme im Euro-Bereich fraglich erscheint. So hatten konservative CDU-Kreise Empörung hervorgerufen, als sie kürzlich auf die Idee kamen, Bildung als Sparpotential zu entdecken.

Nicht nur deshalb stand die Bologna-Konferenz in Berlin, die sich endlich auf breiter Basis mit den Problemen der Studenten durch Bachelor und Master an der Uni beschäftigen wollte, unter einem ungünstigen Stern. Hintergrund der Abgrenzung der neuen Uni-Studiengänge Bachelor und Master ist der sogenannte Bologna-Prozess. Einheitliche Bildungsabschlüsse sollten in ganz Europa vergleichbare Ausbildungen an der Uni ermöglichen. Zunächst sollen die Stundenten den Bachelor machen, danach haben dann ausgewählte Studenten mit besonders guten Noten die Möglichkeit, den Master an der Uni zu erwerben. Insbesondere die Verschulung des Uni-Studiums beim Bachelor und die Beschränkung des Uni-Zugangs beim Master haben die Kritik und die Streiks der Stundenten im letzten Jahr hervorgerufen.

Wie unter anderem im Campus-Blog nachzulesen war, hat Bundesbildungsministerin Schavan bezüglich der Beschränkung beim Master auf der Berliner Bologna-Konferenz keine Hinweise gegeben und stattdessen ein relativ bescheidenes zwei Mrd. Programm Uni-Förderung für die nächsten 10 Jahre angekündigt. Positiv anzumerken ist wenigstens, dass sich Frau Schavan genauso wie die Bundeskanzlerin dagegen verwahrt hat, dass bei der Bildung die notwendigen Sanierungsmaßnahmen der öffentlichen Haushalte anzusetzen hätten.

Es bleibt also dabei: Die grundlegende Kritik der Studenten an der Verschulung des Bachelor und an der Zugangsbeschränkung zum Master wird nicht berücksichtigt. Es wird abzuwarten sein, ob wieder wie im letzten Herbst umfangreiche Streiks an der Uni dem fehlenden Reformprozess auf die Sprünge helfen kann.

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