Chancen für Mütter im Beruf werden schwieriger

Der Anteil der Firmen, die gerne auch Mütter einstellen wollen, scheint sowohl national wie international zurückzugehen. Die ergab eine Studie des Bürodienstanbieters Regus, bei der viele Verantwortlichen in Unternehmen befragt wurden. Planten noch 2010 etwa 44 Prozent der befragten Unternehmen, auch Mütter beruflich zu engagieren, ist dieser Anteil für 2011 auf 36 Prozent zurückgegangen. Gründe für die Zurückhaltung bei der Einstellung von Müttern sind die üblichen Bedenken hinsichtlich deren Flexibilität.

Dieser Trend zur Zurückhaltung bei der Einstellung von Müttern scheint in Deutschland besonders ausgeprägt zu sein. Während etwa die Hälfte der befragten Unternehmen in 2011 ihre Belegschaften aufstocken wollen, erklären nur ungefähr ein Drittel, dass sie planen, mehr Mütter einzustellen. Befürchtungen werden ausgesprochen, dass Mütter weniger engagiert arbeiten und nicht so flexibel wie andere Mitarbeiter einsetzbar sind. Außerdem bestehe eine Unsicherheit darüber, ob die Mütter langfristig eine Bindung zum Unternehmen aufbauen oder ob sie nicht schnell wieder die Arbeit aufgeben.

Befragt man die Verantwortlichen jedoch allgemein über die Bedeutung der Mütter, dann wird immer wieder betont, wie wertvoll deren Arbeit für das Unternehmen ist. Außerdem betont man das zunehmende Interessen an flexiblen Arbeitszeiten und Teilzeitbeschäftigungen; Anforderungen die sowohl den beschäftigten Müttern wie den Unternehmen zu Gute kommen könnten.

Immer wieder kann gezeigt werden, dass Teilzeitbeschäftigte in der gleichen Zeit oft wesentlich effektiver arbeiten als Vollzeitbeschäftigte. Aber Teilzeit will organisiert werden und die Führungskräfte, die selten Teilzeit selbst ausüben, scheuen sich davor, hier mehr Flexibilität wirksam werden zu lassen. Im frauenblog.ch wird ergänzend darauf hingewiesen, dass auch die Arbeitszeitorganisation im häuslichen Umfeld für die Verbesserung der Chancengleichheit der Mütter zu sorgen hat.

Michael Barth, der Deutschland-Geschäftsführer von Regus, hofft daher darauf, dass die flexiblen Arbeitsbedingungen noch stärker zur Norm werden und dass Unternehmen mit familienfreundlichen und produktiven Arbeitsangeboten die Chance ergreifen, die in der verstärkten Beschäftigung von Müttern liegen.

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