Coworking: der neue Trend zum gemeinsam Arbeiten

Zu Hause in Ruhe seine Arbeit zu erledigen: Das ist der Traum vieler, die gerne Arbeit, Freizeit und Familie in Einklag bringen wollen. Doch zu Hause droht beim Arbeiten auch Ablenkung und Vereinsamung. Deshalb zieht es viele mit dem Notebook in Cafés und zum Hotspot. Damit ist der erste Schritt zum Coworking, zum gemeinsam Arbeiten, getan. Coworking als neuer Trend geht aber noch viel weiter. Es werden gezielt gemeinsame Bürogebäude zur Nutzung angeboten. Außer dem Schreibtisch bieten diese Form des Coworking auch günstigen und schnellen Internetzugang, Konferenzräume und verbesserte Kommunikationstechnik. Zentral beim Coworking ist die schnelle und einfache direkte Kommunikation mit den Coworkern. Auch wenn diese Kollegen an ganz anderen Projekten arbeiten. Die Face-to-Face-Kommunikation kann nicht durch virtuelle Plattformen ersetzt werden. Coworking als Kommunikationsform liefert authentischer Rückmeldungen, weil die nonverbalen Bestandteile des Kommunikationsprozesses nicht im Netz verschwinden.

Ich hatte mich bereits im letzten Jahr mit Coworking in der Arbeitswelt beschäftigt. Damals bin ich noch davon ausgegangen, dass Coworking vor allem eine Flexibilisierungsmaßnahme ist, womit man teure Büroarbeitsplätze einspart. Inzwischen wird immer deutlicher, dass Coworking vor allem eine Möglichkeit ist, Kommunikation und Weiterentwickeln beim gemeinsam Arbeiten zurückzugewinnen. Denn die isolierte Arbeit über anonyme Netze hemmt die Produktivität der Arbeitenden.

Man findet solche Coworking-Räume zum gemeinsam Arbeiten in den Großstädten wie Berlin oder München, wo man ganze Etagen ehemaliger Gründerzeitgebäude angemietet hat, um sie dann mit moderner Technik und Wohlfühl-Ambiente auszustatten. Anders als beim herkömmlichen Büro ist beim Coworking Kommunikation über unterschiedliche Aufgaben das Konzept: Es gibt flexible Angebote zum Belegen der Schreibtische und Abschottung und Trennung der Welten ist nicht gewünscht. Deshalb findet man an solchen Coworking-Arbeitsplätzen Internet-Journalisten neben Studenten, die hier besser als in der anstrengenden Uni-Bibliothek ihre Arbeit erledigen können.

Coworking ist auch eine Flucht aus der eigenen Wohnung, weil man dort schnell abgelenkt wird oder wegen der Einsamkeit am Schreibtisch nervös wird und geringere Leistung erbringt. Coworking hat verschiedene Gesichter, deshalb kann man den Schreibtisch beim Coworking-Angebot für eine bestimmte Stundenzahl, eine bestimmte Anzahl von Tagen im Monat oder komplett für den ganzen Monat buchen. Coworking über mehrere Tage: Man lässt seine Unterlagen liegen und arbeitet, wenn man will, wie ein ganz normaler Büroarbeiter nach Plan. Manche Creative kommen aber nur bei Bedarf, nutzen dann die modern eingerichteten Konferenzräume für Online- und Offline Meetings.

Auch Jochen Mai vom Karrierebibel-Blog betont die Wichtigkeit der Überwindung von sozialer Isolation und hemmender Einzelkämpfer-Tätigkeit durch Coworking. Bei ihm findet man auch eine aktuelle Übersicht über erfolgreich installierte Coworking-Projekte. Mai schätzt die Zukunftschancen des gemeinsam Arbeiten mittels Coworking als hoch ein, denn 3 bis 4 Mio. Menschen in Deutschland, arbeiten bereits als Telearbeiter oder als Freelancer ohne festen Schreibtisch im Betrieb.

Coworking, das gemeinsam Arbeiten, hat eine gute Zukunftsperspektive und ist eine gute Ergänzung zum gemeinsam Arbeiten über das Internet.

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