Junge Erwachsene als Problemgruppe im Arbeitsmarkt

Junge Erwachsene gelten oft als flexibel und anpassungsfähig, wenn es um den Arbeitsmarkt geht. Doch nun hat eine Studie der Bertelsmann Stiftung zu jungen Erwachsenen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ergeben, dass diese Gruppe es schwierig hat, Beschäftigung zu finden und eine Berufsperspektive zu entwickeln.

Zu dieser Gruppe der jungen Erwachsenen werden die Altersjahrgänge zwischen 25 und 29 Jahren gerechnet. Die Bertelsmann Stiftung hat errechnet, dass in dieser Altersgruppe die Arbeitslosenquote sehr hoch ist. Damit unterscheidet sich diese Gruppe sowohl von den jüngeren wie den älteren Arbeitnehmern. Auch im internationalen Vergleich liegen die deutschen Zahlen an Arbeitslosigkeit für diese Altersgruppe sehr hoch.

Mit der Studie möchte die Bertelsmann Stiftung die übliche Sicht auf den internationalen Vergleich von Arbeitslosenquoten bei jungen Erwachsenen korrigieren. Denn die vergleichsweise guten deutschen Zahlen seien oft auf lange Bildungs- und Ausbildungsgänge zurückzuführen. Man geht bei der Studie davon aus, dass junge Erwachsene mit Ausbildungshemmnissen zunächst mittels öffentlich geförderten Bildungsmaßnahmen versorgt werden. Diese vermittelten aber oft keinen angemessenen Berufsabschluss, wonach dann auch die spätere Arbeitsmarktintegration gefährdet sei.

Deshalb sei es aus der Sicht der Bertelsmann Stiftung nur konsequent, wenn man über eine grundlegende Reform des Übergangssystems zwischen schulischer und beruflicher Bildung nachdenkt. Jugendliche, die erkennbar in der Lage seien, eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, sollten auch eine Ausbildungsgarantie erhalten. Jugendliche bei denen noch Förderbedarf bestehe, sollten zielgerichteter als bisher zur Ausbildungsreife gebracht werden.

2 Antworten auf „Junge Erwachsene als Problemgruppe im Arbeitsmarkt“

  1. Andernorts habe ich gelesen, dass junge Männer in stärkerem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen wären als junge Frauen. Mich würde interessieren, ob dies wirklich so ist, und wenn ja, woran es liegt.

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