Online-Profil und Personalauswahl

Dass ein Online-Profil wichtig ist bei der Personalauswahl, wird für bestimmte Berufsgruppen kaum bestreitbar sein. Alle bei denen der Job direkt oder indirekt mit dem Internet  zu tun hat (Online-Journalisten, Marketing-Fachleute, professionelle eBay-Händler) brauchen ein Online-Profil, das als erste Quelle für Referenzen auch meist auf der Visitenkarte zu finden ist. Doch wie wichtig ist das Online-Profil  bei der Personalauswahl ganz normaler Bewerber?

Hierzu gibt eine Microsoft-Studie wichtige Hinweise, die anders als die gestern mir kritisierte Befragung zum Online-Profil tatsächlich Personalverantwortliche nach ihrer Einschätzung zum Online-Profil befragt hat. Die Studie von Microsoft nennt folgende Zahlen für Personalentscheider in Deutschland zur Wichtigkeit des Online-Profils:

  1. 59 % suchen Informationen zum Bewerber im Internet.
  2. 16 % haben schon Bewerber aufgrund von im Internet gefundenen Daten abgelehnt.

Diese Zahlen sollten jedem Bewerber zu denken geben, auch wenn vom eCaree-Job-Blog auf eine weitere Studie verwiesen wird bei der klar wurde, dass die Bewerber, die zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, nur sehr selten auf ihr Online-Profil angesprochen werden.

Wie suchen Personalverantwortliche im Internet, wenn sie Informationen bekommen wollen? Wie die meisten anderen Internet-Nutzer werden sie wohl Google nutzen, und dort wohl mit der Eingabe des Namens des Bewerbers loslegen. Für die Bewerber macht es also Sinn „Ego-Googlen“ zu betreiben: Den eigenen Namen in die Suchmaschine eingeben und schauen, welche ihm zuortenbare Webseiten oder Online-Profile vorne stehen. Sind diese schon passend (z.B. ein aussagekräftiges und seriöses Online-Profil bei XING oder einen anderen Business-Netzwerk), dann können sie zufrieden sein. Kommt hier nichts Passendes oder sogar abträgliches, dann ist Handlungsbedarf.

Notwendig  sind für ein Online-Profil langfristige Maßnahmen. Also z.B. ein Online-Profil bei XING, das zum Zugriff für Suchmaschinen freigegeben wird. Diese Maßnahme kostet nur Zeit, kein Geld, wenn man nicht ein werbefreies Online-Profil haben will. Mehr Zeit und Aufwand kostet eine Webpräsenz, deren Name sich aus dem eigenen Vor- und Zunamen zusammensetzt. Auch eine solche Webpräsenz kommt mit machbarem Aufwand sehr weit nach vorn bei Google und anderen Suchmaschinen. Da davon auszugehen ist, dass für die Personalauswahl nicht beliebig Zeit zur Verfügung steht, kommt es darauf an, dass man vorne bei den Suchmaschinen mit einem selbst gestalteten Online-Profil steht.

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