„Soft Skills“ wichtig für die Personalauswahl

Tendenziell fällt in der gegenwärtigen Wirtschaftslage die Arbeitslosigkeit, deshalb wäre zu erwarten, dass die Chancen für einen neuen Job günstiger werden. Allerdings zeigt eine Untersuchung des Personaldienstleisters jobs in time holding GmbH, dass die Personalentscheider bei der Auswahl der Bewerber sehr stark Soft Skills, so wie sie bei der Potentialanalyse vor jeder Bewerbung zu prüfen sind, berücksichtigen.

Soft Skills sind Fähigkeiten, die sich rund um soziale Kompetenz zeigen. Derjenige verfügt über Soft Skills, der seine persönlichen Ziele gut mit den Erwartungen und Wünschen der ihn umgebenden Gruppe in Einklag bringen kann. Soft Skills beinhalten damit auch Kommunikations- und Führungsfähigkeiten. Mitarbeiter mit Soft Skills erkennen die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Kollegen und berücksichtigen diese, wenn sie gemeinsame Aufgaben und Ziele erarbeiten müssen. Soft Skills stehen im Kontrast zu einem autoritären Führungsverhalten; Soft Skills grenzen sich aber auch von libertären Vorstellungen ab, wo letztlich ohne Führungsverantwortung entschieden werden soll.

Die eingangs verlinkten Ergebnisse der Untersuchung zur Personalauswahl zeigt auf, dass mehr als die Hälfte der Bewerber sofort nach Eingang der Bewerbungsunterlagen aussortiert wurde, weil sie nicht den Anforderungen der zu besetzenden Stelle entsprachen. Demnach müssten sich recht viele Bewerber auf Stellen bewerben, die sie gar nicht erfüllen könnten, was darauf schließen lässt, dass sie sich nicht ausreichend über die Anforderungen der Stelle und ihre persönlichen Qualifikationen informiert haben.

Im weiteren Bewerbungsverfahren führe nach Angaben der Personalverantwortlichen fehlenden Motivation, fehlende Sozialkompetenzen und ungenügende Umgangsformen zum Aussortieren der Bewerber. Dies sind alles Hinweise auf fehlende Soft Skills. Allerdings sind die Soft Skills nur die zweite Stelle bei den ausgeführten Ablehnungsgründen. Fachliche Qualifikationsmängel oder unzureichende Ausbildung sind die Hauptgründe für das Ablehnen eines Bewerbers. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass inzwischen Soft Skills bei Führungskräften zu den fachlichen Qualifikationen gehören müssen, die auch in den Ausbildungen zu berücksichtigen sind. Stéphane Etrillard geht sogar so weit, dass er Authentizität und Charisma als relevante Anforderung an die Soft Skills von Führungskräften einfordert.

Dies ist aber auch die Schlussfolgerung aus der Untersuchung zum Einstellungsverhalten: Soft Skills und die Entwicklung sozialer Kompetenz muss in der betrieblichen, betriebsnahen, schulischen und universitären Ausbildung ein stärkeres Gewicht bekommen. Soft Skills sollen neben den fachlichen Qualifikationen in allen Bildungs- und Ausbildungsbereichen an Bedeutung gewinnen.

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