Steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers nutzen

In der gegenwärtigen Konjunktur-Situation ist es nicht einfach für Arbeitnehmer, ihre Chefs wegen einer Lohn- oder Gehaltserhörung anzusprechen. Zumal ja jede Brutto-Erhöhung im starken Maße durch steigende Sozialabgaben und höhere Steuern belastet wird. Allerdings gibt es noch einen anderen Weg, die persönliche Situation aufzubessern: durch steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers. Auch für die Arbeitgeber könnte sich dies unter Umständen rechnen, denn er kann diese Zulagen flexibler handhaben und sie besser auf gegenwärtige Möglichkeiten anpassen.

Allerdings müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf achten, dass die steuerfreie Leistung des Arbeitgebers nicht einfach eine Barentlastung für den Mitarbeiter darstellt. Wenn der Arbeitgeber also beispielsweise in Euro bezifferte Tankgutscheine an die Mitarbeiter ausgibt, dann sind dies geldwerte Vorteile, die genauso wie Lohn und Gehalt zu versteuern sind. Wie ich aber aus einem Blogbeitrag zu steuerfreien Leistungen des Arbeitgebers erfahren habe, ist der Tankgutschein dann steuerfrei, wenn er nicht mit einem Eurobetrag, sondern mit einer Literzahl als Gutschrift versehen ist. Allerdings darf der Wert dieses Arbeitgeber-Tankgutscheins keine 44 Euro pro Monat überschreiten.

Dieser 44 Euro Betrag gilt auch für andere Sachleistungen, die die Firma dem Mitarbeiter zur Verfügung stellt. Hier ist vor allem an ein Jobticket zu denken, womit in einen Großraum die öffentlichen Verkehrsmittel dann kostenfrei genutzt werden können. Auch für Fahrten, die nicht zwischen Wohnung und Arbeit stattfinden. Und am Wochenende oder nach Feierabend kann man noch andere Leute auf dem eigenen Jobticket mitnehmen. Der Arbeitgeber muss allerdings mit dem zuständigen Nahverkehrsbetrieb eine Vereinbarung für die ganze Belegschaft treffen. Für Mitarbeiter, die dann das Jobticket häufig nutzen, ist der Einspareffekt gegenüber einer normalen Gehaltsanpassung erheblich.

Steuerliche relevantere Effekte kann man mit einem Rabattfreibetrag auf die von der eigenen Firma geschaffenen Waren und Dienstleistungen nutzen. Hier hat der Arbeitgeber je Arbeitnehmer einen Freibetrag von 1080 Euro pro Jahr. Dies ist vor allem dann interessant, wenn die Firma Güter produziert, die man auch gut nutzen kann.

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