Vorkasse beim Arzt: Neue Belastung für Kranke

Für Mitglieder einer privaten Krankenversicherung ist die Vorkasse für Arztkosten selbstverständlich. Nachdem dieser nach dem Arztbesuch über Rechnung seine Leistungen gegenüber dem Kranken einfordert, ist das Mitglied der privaten Krankenversicherung auf die Vorkasse verweisen. Man zahlt die Arztrechnung und kann die Kosten bei seiner privaten Krankenversicherung zurückholen. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse kennen die Vorkasse bisher noch nicht. Doch das möchte Gesundheitsminister Rösler jetzt ändern, wie die Financial Times Deutschland jüngst berichtete. Vorkasse beim Arzt, das könnte zu einer neuen Belastung für Kranke werden, die schon durch andere Maßnahmen der Gesundheitsreform gebeutelt sind.

Es sind weitreichende Ideen zur Verringerung des Abstandes zwischen gesetzlicher Krankenkasse und privater Krankenversicherung, bei denen die Vorkasse beim Arzt nur ein Mosaikstein bildet. Der Gesundheitsminister stört sich daran, dass sich gesetzlich Versicherte gegenwärtig auf viele Jahre im Voraus an einen bestimmten Tarif mit Kostenerstattung zu binden haben, wenn diese flexiblere Versicherungstarife nutzen wollen. Man hätte früher Erstattungstarife möglichst unattraktiv machen wollen. Diesem werde man jetzt entgegenwirken. Vorkasse sei hier nur ein Punkt und es stünde ja jedem frei, ob er überhaupt einen Tarif mit Erstattungsmöglichkeit wähle.

Begründet wird die Forderung nach Vorkasse gern mit der dadurch entstehenden Transparenz. Denn wenn die Kranken zeitnah nach dem Arztbesuch eine Rechnung erhalten, dann könnten sie ja sehen, was die Behandlung gekostet habe. Dafür wäre aber nicht unbedingt die Einführung der Vorkasse notwendig; es würde genügen, wenn der Arzt nach jedem Besuch eine Patientenquittung erstellt. Wie berichtet wird, gibt es nicht nur bei der Opposition sondern auch bei den Koalitionspartnern starken Widerstand gegen die Idee, Vorkasse nach dem Arztbesuch häufiger möglich zu machen. „Vorkasse beim Arzt: Neue Belastung für Kranke“ weiterlesen

Bafög-Anpassung weiterhin unsicher

Eigentlich sollte es am 1. Oktober soweit sein: Eine dringliche Bafög-Erhöhung ist für die Studenten uns Schüler überfällig. Denn das Bafög (Förderungszahlungen für Studenten und Schüler in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern) ist lange nicht angepasst worden. Doch wie dpa zwischenzeitlich meldet, bleibt die geplante Bafög-Erhöhung noch zwischen Ländern und Bund strittig. Und die Bundesländer müssen einer Bafög-Anpassung zustimmen, weil Bildung in Deutschland im Verantwortungsbereich der Bundesländer liegt. „Bafög-Anpassung weiterhin unsicher“ weiterlesen

Gesund durch die Zeit der Erkältung kommen

Der Herbst ist oft durch eine Erkältung gekennzeichnet. Doch es gibt einfache Maßnahmen, um den Phänomen der Erkältung rechtzeitig zu begegnen. Dabei muss dem kritischen Verbraucher klar sein, dass eine Erkältung, die durch Halsschmerzen, Husten, verstopfte Nase oder Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, nicht einfach durch kaltes und nasses Wetter entsteht. Eine Erkältung oder eine schwere Grippe wird nur durch eine Infektion übertragen und hier müssen die Vorsichtsmaßnahmen gegen Erkältung ansetzen. „Gesund durch die Zeit der Erkältung kommen“ weiterlesen

Wechsel beim Gasanbieter jetzt sehr lohnend

Es ist mal wieder der Beginn der kalten Jahreszeit und viele Verbraucher denken mit Schreck an die letzte Heizkostenabrechnung. Auch diesmal nutzen viele Gasanbieter die Chance, über Preiserhöhungen ihre Renditen aufzubessern. Für Hausbesitzer, die jetzt über den Wechsel des Gasanbieters nachdenken, ist dies der richtige Zeitpunkt. Auch die Verbraucherzentralen empfehlen jetzt den Gasanbieter-Wechsel zu prüfen, denn 20 – 25 % der Kosten für Gas könnten im Interesse des eigenen Geldbeutels und im Interesse der Mieter unter Umständen gespart werden. „Wechsel beim Gasanbieter jetzt sehr lohnend“ weiterlesen

Erfolg anonymer Bewerbungen bleibt umstritten

Seit langem ist bekannt, dass Fotos und Namen in Bewerbungsverfahren eine wichtige Rolle spielen. Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in Deutschland Diskriminierungen auf Grund des sozialen Hintergrunds ausschließt, ist doch davon auszugehen, dass Personalverantwortliche den Migrationshintergrund oder andere soziale Handikaps bei einer Bewerbung bewusst oder unbewusst berücksichtigen.

Deshalb wurde die Idee der anonymen Bewerbung entwickelt, die demnächst auch in Deutschland getestet wird. Durch eine anonyme Bewerbung ohne Foto und ohne Namensangabe soll sichergestellt werden, dass die Personalverantwortlichen ohne Vorurteile zunächst über die Bewerbungen entscheiden. Genau genommen soll bei der anonymen Bewerbung weder der Name, noch das Alter, auch kein Geburtsort, kein Foto und auch kein Familienstand übermittelt werden. Damit könnten mehr Bewerber mit Migrationshintergrund oder Bewerber mit zu hohem Alter die erste Runde im Bewerbungsverfahren erreichen. Ob dieses Verfahren über anonyme Bewerbungen ausreicht, um jede Diskriminierung im Bewerbungsverfahren zu unterdrücken, bleibt aber umstritten. „Erfolg anonymer Bewerbungen bleibt umstritten“ weiterlesen

Vorgaben zur Gebäudesanierung sollen erleichtert werden

Bis 2050 sollte eigentlich jedes Haus in Deutschland nach einer umfassenden Gebäudesanierung klimaneutral sein. So zumindest die ursprüngliche Konzeption der Bundesregierung, die damit Gebäudesanierung zum langfristigen politischen Ziel erhoben hatte. Gebäudesanierung hätte auch den Vorteil, dass wirtschaftliches Wachstum und ökologische Orientierung gut miteinander verbunden wären. Doch nun meldet die taz, dass es der Immobilienwirtschaft gelungen sei, die weitreichenden Vorgaben bei der Gebäudesanierung zu reduzieren. „Vorgaben zur Gebäudesanierung sollen erleichtert werden“ weiterlesen

Zurückhaltung beim Wechseln in die private Krankenversicherung

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in eine private Krankenversicherung soll im nächsten Jahr einfacher möglich werden. Gleichzeitig ist geplant, dass die gesetzlichen Krankenkassen ab dem kommenden Jahr weniger Möglichkeiten haben werden, mit Zusatztarifen besserdienende Mitglieder zu halten. Allerdings ist jetzt durch die „Continentale-Studie 2010“ deutlich geworden, dass bei vielen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkasse starke Zurückhaltung gegenüber einem Wechsel in die private Krankenversicherung besteht, vor allem weil das Kostenrisiko als sehr hoch eingeschätzt wird. „Zurückhaltung beim Wechseln in die private Krankenversicherung“ weiterlesen

Milliarden-Einsparung für Verbraucher durch kostenlose Internet-Dienste

Kostenlose Dienste im Internet sind nicht nur beliebt, sondern sparen den Verbrauchern erhebliche Geldbeiträge pro Monat ein. Wer E-Mail- Dienste oder Videoportale oder andere Internet-Möglichkeiten sehr häufig nutzt, der spart Geld ein, denn diese Internet-Dienste sind vergleichsweise günstig zu beschaffen. Nun gibt es eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die erstmals versucht hat, den wirtschaftlichen Wert der Internet-Dienste für Verbraucher zu berechnen. Etliche Milliarden werden jedes Jahr eingespart, wobei McKinsey den durchschnittlichen Betrag pro Haushalt, der durch kostenlose Interdienste möglich wird, mit etwa 40 Euro ansetzt. Weitere Details zur Studie findet man auch bei techfieber.de, wo die Gesamteinsparung aller Verbraucher mit 100 Milliarden Dollar beschrieben wird. „Milliarden-Einsparung für Verbraucher durch kostenlose Internet-Dienste“ weiterlesen

Mehr Kontrolle am Grauen Kapitalmarkt

Neben dem regulären Kapitalmarkt, der durch Börsenaufsicht und starke Medienbeachtung einer gewissen Kontrolle unterliegt, gibt es noch den Grauen Kapitalmarkt, der definitionsgemäß nicht einer staatlichen Finanzaufsicht unterliegt. Zum Grauen Kapitalmarkt können Schiffsgeschäfte und Immobilien in zukünftigen Touristenregionen gehören; aber auch Glückspielbeteiligungen oder Investments in ausländische Windparks werden zum Grauen Markt gerechnet, der damit ein recht buntes Bild abgibt. Entscheidend ist in jeden Fall: Beim Grauen Markt fehlt es an offizieller Aufsicht und auch oft an einer differenzierten Medienberichterstattung, wodurch Anlagen des Grauen Kapitalmarkts deutlich schwieriger einschätzbar sind hinsichtlich ihres Risikopotentials. Die Graumarkt-Angebote werden auch über sehr unterschiedliche Vertriebswege angeboten: Telefonwerbung und Prospektwerbung über die Post werden genauso praktiziert wie herkömmliche Anzeigenwerbung in kleineren Publikationen und in den letzten Jahren verstärktes Internet-Marketing z.B. über E-Mails. „Mehr Kontrolle am Grauen Kapitalmarkt“ weiterlesen

Arzneiverordnungs-Report: Medikamente sind in Deutschland sehr teuer

Seit langem ist bekannt, dass bestimmte Medikamente in Deutschland relativ teuer sind und das die Kostensumme, die für Arznei in Deutschland von den Krankenversicherungen erbracht werden, sehr hoch ist. Gestern haben wir über einige Ansätze des Bundesgesundheitsministeriums berichtet, wie Medikamentenpreise gesenkt werden könnten. Gestern  wurde auch der Arzneiverordnungs-Report 2010 vorgestellt, der nicht nur aufzeigte, wie stark die Medikamentenkosten in den letzten Jahren angestiegen sind, sondern auch in vielen Punkte deutlich machte, dass die Medikamentenpreise in Deutschland drastisch höher als in europäischen Nachbarländern sind. Es gibt also ein Milliarden-Einsparpotential beim Medikamenten-Einsatz in Deutschland. „Arzneiverordnungs-Report: Medikamente sind in Deutschland sehr teuer“ weiterlesen

Gesundheitsministerium will Kostensenkungen durchsetzen

Kostensenkungen sind für das deutsche Gesundheitswesen dringend nötig, denn verschiedene Faktoren weisen darauf hin, dass in den nächsten Jahren deutliche Belastungen durch höhere Kosten für Gesundheitsmaßnahmen anstehen;

Flugverspätung: Entschädigungen oft schwierig zu bekommen

Bereits vor einigen Monaten hatten wir hier auf dir-info.de über die Möglichkeit einer Entschädigung nach Flugverspätungen berichtet. Dieser Beitrag hat recht viele Kommentare hervorgerufen, aus denen deutlich wurde, dass es nicht unbedingt einfach ist, die Entschädigung nach einer Flugverspätung zu bekommen. Nun berichtet auch die taz, dass Fluggäste oft nach Flugverspätungen ohne Entschädigung auskommen müssen, weil sich die „Airlines drücken“ bzw. die Fluggäste den langwierigen und schwer einschätzbaren Rechtsweg scheuen. „Flugverspätung: Entschädigungen oft schwierig zu bekommen“ weiterlesen

Rabatte und Zugaben in Apotheken: geringe Möglichkeiten

Einige Apotheken hatten in letzter Zeit mit Rabatten oder Zugaben versucht, die Kundenbindung zu verstärken. So wurden höhere Rabatte gewährt oder Zugaben gemacht, die es für die Patienten lukrativ erscheinen lies, bei der jeweiligen Apotheke die vom Arzt verschriebenen Medikamente zu beziehen. Dumm nur, dass es in Deutschland bei Apotheken eine Preisbindung gibt, die es den Apotheken eigentlich verbietet, Rabatte oder Zugaben ihren Kunden zu gewähren. Nun hat sich der Bundesgerichtshof BGH mit der Frage von Rabatten und Zugaben durch Apotheken befasst und entschieden, dass hier die Möglichkeiten sehr begrenzt sind. „Rabatte und Zugaben in Apotheken: geringe Möglichkeiten“ weiterlesen

Öko-Effekte durch Internet Auktionen

Wer bei eBay oder mittels anderer Internet-Auktionen kauft, der kann dadurch einen Öko-Effekt erzielen und Ressourcen schonen. Dieses Ergebnis über Öko-Effekte von Internet-Auktionen ergibt sich aus der Studie „Wiederverkaufskultur im Internet„, die vom Berliner Institut für Zukunftsstudien (IZT) jetzt vorgestellt wurde. Allerdings ist der Kauf von gebrauchten Produkten über eine Internet- Auktion nur dann sinnvoll, wenn dieser Kauf statt eines Neukaufs vorgenommen wird. „Öko-Effekte durch Internet Auktionen“ weiterlesen

Das faktische Renteneintrittsalter steigt leicht an

Politisch ist es schon lange gewollt: Das rechtliche Renteneintrittsalter wird schrittweise auf das 67. Lebensjahr verschoben. Dumm nur, dass das faktische Renteneintrittsalter deutlich niedriger liegt. Diskutiert wird sogar darüber, dass das rechtliche Renteneintrittsalter weiter verschoben wird: Rente erst mit 67 oder 69? Notwendig wäre aber, dass es für Personen über 60 genügend flexible Jobs gibt, die das faktische Renteneintrittsalter hinausschieben könnten. Denn wenn man bei steigenden rechtlichen Renteneintrittsalter faktisch wie bisher früher in die Rente einsteigt, dann hat dies erhebliche Kürzungen der Rentenhöhe zur Folge und diese werden sich über die gesamte Bezugsdauer der Rente negativ auf den Lebensstandard auswirken. Nun meldet aber die Süddeutsche Zeitung mit Bezug auf Bundes-Familienministerin Kristina Schröder, dass es in den letzten Jahren gelungen sei, das faktische Rentenalter leicht anzuheben. „Das faktische Renteneintrittsalter steigt leicht an“ weiterlesen

Privatkrankenversicherung soll bei Medikamenten entlastet werden

Kunden einer privaten Krankenversicherung sollen nach einer Planung der Bundesregierung demnächst zu niedrigeren Kosten an bestimmte Medikamente kommen. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte Nachrichten der Financial Times Deutschland, dass es zu einer Angleichung der Preise im Arzneimittelbereich zwischen den privaten Krankenversicherungen und den gesetzlichen Krankenkassen kommen soll. Gesetzliche Krankenkassen haben bisher Vorteile bei Medikamentenpreisen, die durch die Neuregelung reduziert werden sollen. „Privatkrankenversicherung soll bei Medikamenten entlastet werden“ weiterlesen

Energie und Kosten sparen für sozial schwache Haushalte

Der „Stromspar-Check“ war in den vergangenen Jahren für viele sozial schwache Haushalte eine gute Chance Kostensenkung und Energiesparen unter einen Hut zu bringen. Die taz meldet heute, dass dieses innovative Projekt noch im laufenden Jahr gesichert ist, doch es sei noch unklar, wie das Programm zum Energie- und Kosteneinsparen für sozial schwache Haushalte in den nächsten Jahren weitergeführt werden könne. „Energie und Kosten sparen für sozial schwache Haushalte“ weiterlesen

Doppelte Abiturjahrgänge schaffen Probleme

Viele Bundesländer haben ihre Gymnasien verkürzt und die Mittelstufe des Gymnasiums dauert nun nicht mehr fünf sondern vier Jahre. Diese G8-Reform (weil nun das Gymnasium keine neun, sondern nur noch acht Jahre umfasst) führt logischerweise in den nächsten Jahren zu doppelten Abiturjahrgängen, weil irgendwann mal beide Varianten des Gymnasiums an einem Zeitpunkt fertig werden. Dieser doppelte Abiturjahrgang könnte zu Problemen im Bildungswesen führen:

Zuzahlungen für Medikamente steigen an

Seit 2006 gibt es viele Medikamente in Apotheken für Krankenkassen-Mitglieder ohne Zuzahlung. Dies bedeutet, dass in vielen Fällen eine kostengünstige Versorgung mit Medikamenten möglich ist, denn eine Zuzahlung wird nicht bei jedem Medikament fällig und damit sind Patienten von Kosten entlastet, die insbesondere bei Älteren teilweise sehr hoch ausfallen. Nun meldet aber die Bundesvereinigung der Apothekerverbände, dass neue Festbeträge für Medikamente ab dem 1. September 2010 dazu führen, dass die Krankenkassen mehr Zuzahlungen bei Medikamenten von Patienten beanspruchen können. Von einigen Kritikern wird daher bemängelt, dass die Zuzahlungen (wie auch bei den Krankenkassenbeiträgen) auf versteckte Weise die Kosten des Gesundheitssystems einseitig auf die Betroffenen verschiebt. „Zuzahlungen für Medikamente steigen an“ weiterlesen