Preisschwankungen an der Zapfsäule: Autofahrer abkassiert

Wer an der Tankstelle vorfährt, der möchte gerne günstig tanken. Hierfür gibt es Preisportale im Internet, doch die stündlichen Preisschwankungen an der Zapfsäule erschweren die Konkurrenz. Diese Meinung ist zumindest der ADAC, der damit Politiker stützt, die den täglichen Preisschwankungen an der Zapfsäule Einhalt gebieten wollen. „Preisschwankungen an der Zapfsäule: Autofahrer abkassiert“ weiterlesen

Vorratsdatenspeicherung: Merkel braucht Kompromiss

Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es darum, auf Vorrat Kommunikationsdaten zu speichern, ohne dass gegen die Betroffenen, von denen die Daten erfasst werden, etwas vorliegt. Da sich die Bundesregierung bisher nicht auf ein Konzept zur Vorratsdatenspeicherung einigen konnte, droht jetzt ein hohes Bußgeld aus Brüssel. Die Bundeskanzlerin braucht von den zuständigen Ministern einen Kompromiss. „Vorratsdatenspeicherung: Merkel braucht Kompromiss“ weiterlesen

Rentenversicherung für Selbständige könnte Pflicht werden

Ursula von der Leyen möchte die Selbständigen dazu bringen, mehr Vorsorge zu betreiben. Nach Bericht der Süddeutschen und vieler weiterer Medien soll zwar die Wahl der Vorsorge fürs Alter den Selbständigen frei gestellt werden. Unterlassen sie aber die Vorsorge, dann könnten sie zwangsweise zur Zahlung an die gesetzliche Rentenversicherung verpflichtet werden.

 

Rentenversicherung für Selbständige als Pflicht
Rentenversicherung für Selbständige als Pflicht

Süddeutsche und weitere Medien gehen davon aus, dass bereits ab 2013 ein neues Gesetz zur Rentenversicherung der Selbständigen greifen könnte. Dort wäre dann zu regeln, wie Selbständige zu einer eigenständigen Altersvorsorge verpflichtet wären. Zunächst könnte das Gesetz für die unter 30jährigen eine Festlegung treffen. Diese hätten die Wahl in eine beliebige Form der Altersvorsorge einzahlen (z.B. Rürup-Rente, Lebensversicherung). Falls sie aber nicht ausreichend für die Altersvorsorge handeln, dann könnte man sie zwangsweise zur staatlichen Rentenversicherung heranziehen. Für ältere Selbständige gäbe es eine Übergangsfrist oder man würde diese nur teilweise zu entsprechenden Einzahlungen in eine Rentenversicherung verpflichten.

Zehn Prozent der Deutschen sind gegenwärtig selbständig tätig. Außer in Ausnahmefällen sind die Selbständigen nicht verpflichtet für das eigene Alter vorzusorgen, also eine Versicherung abzuschließen, die auch dann monatliche Zahlungen (Renten) leistet, wenn man im Alter nicht mehr arbeitsfähig ist. Das daraus ein Problem der Altersarmut für Selbständige werden kann, ist seit langem bekannt, hat aber bisher nicht dazu geführt, dass man über Zwangslösungen zur Alterssicherung nachgedacht hat.

Doch inzwischen ist klar, dass Altersarmut auch bei Selbständigen ein Problem für staatliche Kassen darstellt. Denn wenn der arbeitsunfähig gewordene ältere Selbständige über keine Einnahmen oder kein Vermögen verfügt, dann kann er Sozialhilfe oder andere Transferleistungen beanspruchen. Viele Arbeitnehmer, die hunderttausend oder mehr Euro in die staatliche Rentenversicherung eingezahlt haben, bekommen aber auch kaum mehr an Rente, als die Sozialhilfe beträgt.

Da ist es dann nur logisch, dass man über Maßnahmen nachdenkt, wie man diese Rentner besser stellt, bzw. wie man andere Nutzer der sozialen Absicherung zur Rentenversicherungszahlung oder einer gleichwertigen Altersvorsorge verpflichtet. Doch diese Vorstellungen werden auf erhebliche Widerstände treffen, vor allem wenn man berücksichtigt, dass für eine Altersvorsorge, die nur die Höhe des Sozialhilfeniveaus absichert, bereits 250 bis 300 Euro pro Monat einzuzahlen sind. Hinzu kämen noch etwa 100 Euro für eine Absicherung gegen Erwerbsminderung und natürlich die verpflichtenden Zahlungen von 200 bis 300 Euro für die gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung.

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Adipositas: Forscher suchen nach Ursachen im Belohnungssystem

Adipositas ist eine sehr schwerwiegende Erkrankung, die deutlich über eine normale Übergewichtigkeit hinausgeht. Adipositas wird ursächlich im Zusammenhang mit vielen weiteren Erkrankungen gesehen. Jetzt bemühen sich Forscher um eine weitergehende Erklärung der Adipositas, die auf das Belohnungssystem des Gehirns abzielt. „Adipositas: Forscher suchen nach Ursachen im Belohnungssystem“ weiterlesen

Mindesthaltbarkeit: Bundesweite Aufklärungsaktion

Die Verbraucher in Deutschland sind schlecht über das Datum der Mindesthaltbarkeit informiert. Dieses Mindesthaltbarkeitsdatum sagt lediglich aus, dass das Produkt bis zu diesem Termin die übliche Frische hat. Viele wissen das nicht und werfen die Lebensmittel zu früh weg. Über die Mindesthaltbarkeit soll daher jetzt eine bundesweite Aufklärungsaktion informieren. „Mindesthaltbarkeit: Bundesweite Aufklärungsaktion“ weiterlesen

Volkswagen: Weltmarktspitze weiter im Visier

Volkswagen: Das ist mehr als nur die Erinnerung an den legendären Käfer. Volkwagen hat sich eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Marken und Modelle in den Konzernverbund geholt. Zuletzt konnte man den Hersteller der Nobelkarosse Porsche anbinden. Gegenwärtige Meldungen zu Volkswagen sind zurückhaltend, doch das langfristige Ziel bleibt die Weltmarktspitze beim Automobilverkauf.

Volkswagen: Weltmarktspitze weiter im Visier
Volkswagen: Weltmarktspitze weiter im Visier

Volkswagen: Bei FAZ-online meldet man eine Verschnaufpause auf dem Weg zur Weltmarktspitze. Zwar war das Jahr 2011 für den Volkswagen-Konzern ein Rekordjahr. Insgesamt sieht man sich bei Volkswagen auf dem Wachstumskurs. Doch Experten gehen davon aus, dass bei der heutigen Präsentation in Wolfsburg auch zurückhaltende Töne formuliert werden. Von einer Erreichbarkeit der Vorjahreszahlen hinsichtlich Umsatz und Gewinn ist die Rede, ungewohnte Töne, die man sonst eher selten von der Spitze des Volkswagen-Konzerns hören konnte. Nach dem verlinkten Bericht könnte die Stagnation des Betriebsgewinns auf ein neues Baukastensystem zurückgeführt werden, dass sich erst in den nächsten Jahren voll auszahlen könnte. Ab 2013 soll der operative Gewinn bei Volkswagen wieder steigen.  Spätestens 2018 will man dann mit 10 Millionen Verkäufen zum Marktführer beim PKW-Verkauf werden. Gegenwärtig hat wieder der amerikanische Konkurrent General Motors den Wolfsburger eine Nase voraus.

Relevant für die Weltmarktspitze ist auch die Integration der Nobelmarke Porsche in den Volkswagen-Konzern. Financial Times Deutschland meldet, dass für den Chef des Volkswagen-Konzerns Winterkorn eine Eingliederung höchste Bedeutung habe. Die Eingliederung des Stuttgarter Sportwagenherstellers solle zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen baldmöglichst erfolgen. Hintergrund der Schwierigkeiten könnten noch offene Schadensersatzforderungen sein, die im Zusammenhang mit der versuchten Übernahme des Volkswagen-Konzerns durch den Porsche-Konzern im Jahre 2008/2009 stehen.

Insgesamt wirkt die Produktpalette des Konzerns um Volkswagen sehr breit und man sich vorstellen, dass es dem Konzern tatsächlich gelingt bis zur Weltmarktspitze vorzudringen. Ob und welche Vorteile dies für die Käufer von Volkswagen-Fahrzeugen haben könnte, bleibt aber unklar.

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Warnstreik im öffentlichen Dienst zeigt Macht der Gewerkschaften

Große Teile des öffentlichen Nahverkehrs sind im bevölkerungsreichen Bundesland NRW lahmgelegt und verursachen Stress bei den Arbeitnehmern und den Studenten, die zur Arbeit oder in die Vorlesung wollen. Doch die so Betroffenen haben auch Verständnis für die Streikenden. Schließlich geht es bei diesmal nicht um vergleichsweise privilegierte Gruppen der Arbeitnehmer und die geforderten Lohnerhöhungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind sehr moderat. „Warnstreik im öffentlichen Dienst zeigt Macht der Gewerkschaften“ weiterlesen

Cebit 2012: Cloud Computing kommt zur mittelständischen Wirtschaft

Auch die Cebit 2012 wird wie in jedem Jahr mit starkem Interesse beim Fachpublikum rechnen können. Doch im Jahre 2012 sind es weniger die technischen Neuerungen in Hard- und Software, die auf der Cebit für Aufmerksamkeit sorgen. Cloud Computing, der Trend zum Verlegen der eigenen Daten ins Internet, ist das Hauptthema, das an den Ständen der Cebit die Kommunikation bestimmt. „Cebit 2012: Cloud Computing kommt zur mittelständischen Wirtschaft“ weiterlesen

Ehrensold: Wulffen mit oder ohne Sekretärin

Ärger in den Medien gab es letzte Woche um den Ehrensold für Ex-Bundespräsident Christian Wulff. Viele fanden die Entscheidung nicht nachvollziehbar, dem so unehrenvoll aus dem Amt geschiedenen einen Ehrensold von knapp unter 200.000 Euro auf Lebenszeit zu zahlen. Nun gibt es weiteren Ärger um die Bezahlung von Mitarbeitern, denn ein Ex-Präsident braucht eine Sekretärin und eine Infrastruktur, damit er seine öffentlichen Aufgaben wahrnehmen kann. „Ehrensold: Wulffen mit oder ohne Sekretärin“ weiterlesen

E-Zigarette im politischen Streit

Die E-Zigarette ist eine immer beliebter werdende Methode, sich das normale Rauchen abzugewöhnen oder in den wachsenden rauchfreien Zonen seinem alten Laster zu frönen. Die E-Zigarette (elektronische Zigarette) verbrennt keinen Tabak wie die herkömmliche Zigarette, sondern sorgt für das Verdampfen einer Flüssigkeit; dieser Dampf kann dann wie bei einer normalen Zigarette inhaliert werden. Nun gibt es politischen Streit um die E-Zigarette.

E-Zigarette © horuspower - Fotolia.com
E-Zigarette © horuspower - Fotolia.com

Ob man bei der E-Zigarette Nikotin inhaliert, kann man selbst entscheiden, in dem man eine entsprechende Flüssigkeit verwendet. Umstritten ist, ob die E-Zigarette ähnliche oder andere Probleme gesundheitlicher Art hervorruft, wie eine herkömmliche Zigarette. Deshalb hat sich die Bundestags-Fraktion der Linken mit einer Frage an die Bundesregierung gewandt, um zu klären, welche gesundheitlichen und rechtlichen Bewertungen von E-Zigaretten vorzunehmen sind.  In Deutschland fehle bisher eine gesundheitliche und rechtliche Bewertung der E-Zigarette und die Bundesregierung wird angeregt, diese nun vorzunehmen. Schließlich wird für die E-Zigarette mit gesundheitlichen Vorteilen argumentiert und viele herkömmliche Raucher konnten schon überzeugt werden, von ihren gewohnten Klimmstengeln auf die E-Zigarette zu wechseln.

Offiziell liegt noch keine Antwort der Bundesregierung auf die Frage nach der E-Zigarette vor, doch viele Medien vermelden bereits jetzt die mögliche Antworttendenz. So meldet der Stern zur E-Zigarette, dass die Bundesregierung die E-Zigarette als zulassungspflichtiges Arzneimittel betrachte, sofern man die E-Zigarette nutze, um nikotinhaltige Luft zu inhalieren. Wenn also ohne Zulassung nikotinhaltige Produkte verkauft würden, dann sei dies rechtlich unzulässig. Prinzipiell könnte also der Versand der entsprechenden Produkte mittels Beschlagnahmung unterbunden werden.

Nikotin ist wohl ein ziemlich gefährliches Mittel und für viele Raucher steht zu befürchten, dass demnächst nikotinhaltige Produkte nur noch in der Apotheke zu kaufen sein werden. Das wird aber wohl kaum passieren, denn dann müssten auch die Zigaretten (und andere suchterzeugende Mittel) dort verteilt und verkauft werden. Es wird sich noch zeigen müssen, wie die veröffentlichte Antwort der Bundesregierung mit diesem Widerspruch klarkommt.