Stiftung Warentest zum Fahrradhelm: Qualität wechselhaft

Der Fahrradhelm gilt auch bei jungen Radfahrern eher als uncool, obwohl der richtige Fahrradhelm Leben retten und Gesundheitsgefahren deutlich reduzieren kann. Doch Ski- und Snowboard-Fahrer nutzen einen Helm als Kopfschutz ganz selbstverständlich. Nutzt man diesen Trend beim Design des Fahrradhelms, dann kann die Akzeptanz für den Kopfschutz gesteigert werden. „Stiftung Warentest zum Fahrradhelm: Qualität wechselhaft“ weiterlesen

Betreuungsgeld: Machtwort der Kanzlerin

Das Betreuungsgeld für kleine Kinder, ein Zuschuss für Familien, die ihre Kinder nicht in die Kindestagesstätte schicken wollen, ist politisch umstritten. Nun spricht die Kanzlerin ein Machtwort: Das Betreuungsgeld wird kommen.

Betreuungsgeld: Machtwort der Kanzlerin
Betreuungsgeld: Machtwort der Kanzlerin

Das Betreuungsgeld soll Eltern einen Zuschuss geben, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken wollen. Das war die Planung der christlichen-liberalen Regierungskoalition, hinter der besonders die CSU steht. Bei der FDP und der CDU gibt es aber viele Bedenken gegen ein Betreuungsgeld, dieses hätte faktisch die Funktion ein Herdprämie und ein solches Signal an Familien passe nicht mehr in die Zeit.

Die Kanzlerin muss durch diese Diskussion genervt sein, schließlich ist damit die Handlungsfähigkeit der Regierung in Frage gestellt, wenn viele ihrer Abgeordneten die Umsetzung eines Betreuungsgeldes blockieren. Deshalb hat Merkel zum Betreuungsgeld jetzt klargestellt: Das Betreuungsgeld ist für unsere Politik genauso wichtig wie der Ausbau der Betreuungsplätze. Bis zum Sommer 2013 sollen genug Betreuungsplätze für alle Kinder vorhanden sein. Doch Eltern, die lieber auf ein Betreuungsgeld zurückgreifen wollten, verdienten genauso Respekt und auch eine finanzielle Anerkennung.

Eine zweite Methode zur Förderung der Akzeptanz beim Betreuungsgeld hat sich der Fraktionschef der christlichen Parteien im Bundestag einfallen lassen. Er möchte die Zustimmung zum Betreuungsgeld dadurch sichern, dass er die Renten von Eltern mit älteren Kindern erhöht. Zwar scheint das eine mit dem anderen nichts zu tun zu haben, doch wenn es um Machtfragen geht, treten solche Überlegungen zurück. Doch eine Verbesserung der Rentenleistung für Eltern mit Kindern muss finanziert werden. Die Arbeitgeberverbände sind daher gegen die neuen Pläne, es sei absurd, die Zustimmung zu einer neuen Sozialleistung (das Betreuungsgeld) mit der Erhöhung einer ganz anderen Sozialleistung zu erkaufen.

Zum Betreuungsgeld gibt es noch viele weitere Stimmen. Einige aus der Union finden die neue Idee zur Rentenerhöhung gut und sehen keinen Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld. Andere wollen das Betreuungsgeld umsetzen, aber sehen die Rentenerhöhung unter Finanzierungsvorbehalt. In der Opposition wird das Betreuungsgeld mit großer Mehrheit abgelehnt, aber man ist sich unsicher darüber, ob verfassungsrechtliche Schritte dagegen hilfreich sind. Ob das Machtwort der Kanzlerin zum Betreuungsgeld also jetzt die Situation entscheidet, ist unklar.

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Heuschnupfen im Frühjahr: Durchatmen erwünscht

Es ist wieder mal Frühjahr und die Allergiker klagen über Heuschnupfen. Heuschnupfen ist ein Phänomen, das Millionen von Deutschen betrifft. Insbesondere Pollen und Gräser ab Monaten März/April belasten die Allergiker, die gerne mal wieder Durchatmen wollen. Unterstützung können Polleninformationsdienste oder eine langwierige Therapie geben. „Heuschnupfen im Frühjahr: Durchatmen erwünscht“ weiterlesen

Lebensmittelvermarktung: Verbraucherschützer fordern strengere Regeln

Nur sehr unzureichende Informationen bei der Lebensmittelvermarktung kritisieren Verbraucherschützer. Allzu knappe und unklare Angaben auf Verpackungen sind auch nach einer neuen Studie zu „Trends in der Lebensmittelvermarktung“ bestimmend und verhinderten eine effektive Orientierung beim Lebensmittelkauf. Für die Lebensmittelvermarktung seien daher strengere Regeln auch gesetzlich zu veranlassen. „Lebensmittelvermarktung: Verbraucherschützer fordern strengere Regeln“ weiterlesen

E-Books billiger: Resultat einer US-Kartellklage

Eine US-Kartellklage könnte dazu führen, dass die hohen Preis für E-Books in Frage gestellt werden. Denn die US-Kartellbehörden sind dagegen, dass zwischen Verlagen und Buchhändlern Sonderabsprachen getroffen werden, die zu einen hohen Preis der E-Books beitragen können. Als Auswirkung auf den deutschen Markt der E-Books könnte auch hier die Buchpreisbindung in Frage gestellt werden. „E-Books billiger: Resultat einer US-Kartellklage“ weiterlesen

116 117: Einheitliche Notruf-Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Im Falle eines lebensgefährlichen Gesundheitsproblems (Herzinfarkt, Schlaganfall) weiß man, dass die Notrufnummer 112 lebensrettend sein kann. Für normale ärztliche Probleme außerhalb der Sprechstunden gab es bisher einen ärztlichen Bereitschaftsdienst, der jedoch keine einheitliche Nummer hatte. Das soll sich demnächst ändern, mit 116 117 wird man überall den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichen. „116 117: Einheitliche Notruf-Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes“ weiterlesen

E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden

Das E-Book wird inzwischen von vielen als selbstverständlich angesehen. Eine Studie der Uni Hamburg hat ergeben, dass die E-Book-Nutzung bereits jetzt sehr hoch ist. Angesichts der Marktmacht der E-Book-Verkäufer kommen auf den traditionellen Buchhandel starke Veränderungen durch das E-Book zu.

E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden
E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden

Fast jeder siebte der potentiellen Buchkäufer habe bereits einmal ein E-Book gekauft. Diese hohe Zahl, die Ergebnis einer umfassenden Studie der Uni Hamburg zur E-Book-Nutzung in Deutschland ist, überrascht etwas, wenn den bisher eher geringe Marktanteil von E-Book-Readern berücksichtigt. Aber die E-Books können auch auf normalen Computern gut gelesen werden. Weitere 9 Prozent der potentiellen E-Book-Käufer geben an, dass sie bisher sehr gerne kostenlose E-Books oder Leseproben von elektronischen Büchern nutzen.

Der Studienleiter der E-Book-Untersuchung geht davon aus, dass der E-Book- Verkauf in den nächsten Jahren ähnlich deutliche Auswirkungen auf den Bücher-Markt haben wird, wie in den Vereinigten Staaten. Insbesondere beim saisonabhängigen Buchgeschäft könnten die E-Books einen Marktanteil von bis zu 50 Prozent gewinnen.

Befragt man die E-Book-Nutzer nach den Vorteilen des digitalen Buches, dann wird die universelle Suchfunktion hervorgehoben. E-Books bieten darüberhinaus auch weitere Möglichkeiten der Interaktivität, die der technisch versierten Nutzer beim normalen Buch vermisst.  Bereits im letzten Jahr hatte es sich im Weihnachtsgeschäft gezeigt, dass die Vorteile des E-Books von vielen Buchkäufern langfristig als ausschlaggebend für den Markterfolg des E-Books eingeschätzt werden.

Demgegenüber kritisieren die Nicht-E-Book-Nutzer, dass ihnen der Preis für ein E-Book zu hoch vorkommt. Die Preiseinschätzung eines E-Books war in diesen Fall mit knapp unter 16 Euro durchaus realistisch. Damit sind E-Books kaum preiswerter als herkömmliche Bücher und der Nachteil der nicht so guten Verschenkbarkeit tritt beim E-Book stärker hervor. Für diese traditionellen Buchleser ist es auch vorteilhafter, wenn sie ein Buch in der Hand halten können; auch das Buchlesen am Bildschirm wird von diesen Konsumenten noch abgelehnt.

Trotzdem ist der Trend zum E-Book sehr stark. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf den Buchhandel haben, der in Deutschland traditionell sehr breit aufgefächert ist. E-Books werden hingegen bevorzugt bei den großen Internet-Anbietern von Büchern gekauft. Auch die großen Buchhandelsketten sind beim Verkauf der E-Books deutlich besser positioniert, als die vielen kleinen Buchhändler.

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