Facebook-Kursverluste belastet auch andere Internetfirmen

Bei der Facebook-Aktie geht es seit der Emission tendenziell immer weiter nach unten. Das belastet inzwischen auch andere Internet-Firmen. Offensichtlich hat der Fall der Facebook-Aktie das Vertrauen in positive Perspektiven beim Geschäft mit Internet-Dienstleitungen nachhaltig erschüttert.

Facebook-Kursverluste belastet auch andere Internetfirmen
Facebook-Kursverluste belastet auch andere Internetfirmen

So hält der Fall der Facebook-Aktie weitere Unternehmen aus der Internet-Branche davon ab, auch den Weg aufs Börsenparkett zu suchen. Bereits zu Beginn der Woche wurde bekannt, dass ein russisches Konkurrenz-Netzwerk zu Facebook auf den Börsengang verzichtet. Aktuell wird gemeldet, dass auch eine Reisesuchmaschine ihre Aktivitäten zurückstellt, um kurzfristig eine Aktie an die Börse zu bringen.

Die Facebook-Aktie ist nach wie vor im Fokus der Kritik. Inzwischen sind bereits mehr als 10 Dollar vom Ausgabekurs verschwunden. Für Investoren in Facebook-Aktien bedeutet dies ein herber Verlust von einem Viertel ihres Investments. Viele verlieren daher die Nerven und verkaufen die umständlich erworbenen Papiere, weil sie auf den langfristigen Erfolg des sozialen Netzwerks nicht lange warten wollen und kurzfristig noch weitere Verluste befürchten. Dies belastet natürlich den Aktienkurs von Facebook. Hinzu kommt, dass der Kauf des Bilderdienstes Instagram durch Facebook von der US-Wettbewerbsbehörde geprüft wird. Auch dies lässt Zweifel an der erfolgreichen Umsetzung der Geschäftspolitik von Facebook aufkommen.

Dabei ist nicht zu übersehen, dass Facebook bei seinen Nutzern auf große Akzeptanz stößt. Immer mehr junge und alte Leute entscheiden sich für ein Facebook-Profil und nutzen dies für die Kommunikation mit ihren Freunden, Kollegen und Verwandten. Innerhalb bestimmter sozialer Netzwerke ist es praktisch obligatorisch, dass man bei Facebook Mitglied wird und auch sein eigenes Profil mit relevanten Infos füllt. Zurückhaltung bei der Datenfreigabe zahlt sich nicht aus, weil dadurch die eigenen kommunikativen Möglichkeiten nicht ausgenutzt werden können.

Zwar hat sich das Wachstum der Facebook-Nutzerzahlen etwas verlangsamt, aber langfristig ist der Trend, dass man zu Facebook gehören möchte, ungebrochen. Auf der anderen Seite ist dieser Erfolg aber noch nicht hinreichend, um auf die langfristige Stabilität eines Geschäftsmodells zu vertrauen. Angesichts der Facebook-Aktienkurs-Rückgänge tritt diese Beschränkung einer langfristig erfolgreichen Geschäftspolitik immer stärker in das Bewusstsein von Anlegern und Öffentlichkeit.

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Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft

Der Datenschutz bei Apps (kleine Anwendungen für Smartphones und mobile Kommunikationsgeräte) ist häufig mangelhaft, kritisiert die Stiftung Warentest. Apps versenden Nutzerdaten ungefragt und unkontrolliert. Nutzer von Apps sollten sich stärker mit Fragen zum Thema Datenschutz befassen.

Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft
Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft

Wenn man ein App auf seinem Smartphone installiert, dann denkt man oft nicht an den Datenschutz. Dabei gibt es viele Apps, die recht locker mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Die Stiftung Warentest macht auf einige typische Apps aufmerksam, die recht kritisch in Bezug auf Sicherheit eingeschätzt werden. So gibt es Apps, die ungefragt die Handy-Nummer ihres Nutzers an den App-Hersteller übermitteln, möglicherweise über eine unverschlüsselte Datenverbindung, was zusätzliche Sicherheitslücken hervorrufen kann.

63 Apps wurden getestet, bei 9 von ihnen wird der Datenschutz als völlig unzureichend eingeschätzt. Auch bei den restlichen Apps ist in vielen Fällen zu beklagen, dass diese recht großzügig mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Darunter gibt es auch viele populäre Apps, die gerne genutzt werden, um den Komfort am Smartphone zu verbessern.

Problematisch im Bezug auf Datenschutz bei Apps sind zwei Dinge. Zum einen werden die Daten oft unverschlüsselt übertragen; das ist besonders dann ein Problem, wenn man sich in einem ungesicherten WLAN-Netz bewegt, was häufig vorkommt, wenn man unterwegs im Ausland ist und teure Roaming-Gebühren einsparen will. Zum anderen werden Daten übermittelt, die für die Funktionalität der Apps gar nicht benötigt werden. Daten werden auch an Stellen übermittelt, die nicht direkt für die Funktionalität des Apps notwendig sind, die aber für das Sammeln von Informationen für Werbezwecke genutzt werden können. Durch die übermittelten Daten könnten Nutzerprofile erstellt werden, die recht personennah sind und die das Ausspähen von persönlichen Verhaltensweisen unterstützen.

Gegenwärtig ist schlecht erkennbar, wie durch gesetzliche Initiativen der Datenschutz bei Apps gesteigert werden könnte. Deshalb sind die Nutzer der Apps aufgerufen, selbst mehr Sensibilität beim Umgang mit ihren Apps zu entwickeln und sich auch zu überlegen, ob sie die Apps überhaupt in ungesicherten Netzwerken einsetzen wollen.

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Energiewende wird zur politischen Hauptaufgabe in Deutschland

Energiewende ist das politische Schlagwort, wenn es um die dauerhafte und nachhaltige Energieversorgung in Deutschland geht. Fossile Energie und Energie aus Atomkraftwerken soll der Vergangenheit angehören. Die Rezepte hierfür müssen auch nach Ansicht der Bundeskanzlerin zur politischen Hauptaufgabe werden.

Energiewende wird zur politischen Hauptaufgabe in Deutschland
Energiewende wird zur politischen Hauptaufgabe in Deutschland

Deutlich wurde die Wichtigkeit der Energiewende auf einem Gipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Ab sofort sollen entsprechende Gipfel halbjährlich stattfinden und immer wieder neu die Perspektiven der Energiewende zum Gegenstand haben. Unter Energiewende wird in Deutschland die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung verstanden. Erneuerbare Energien (wie die Energie aus Wind, Wasser und Sonne) werden als Alternative zu den herkömmlichen fossilen Energiearten gefördert und entwickelt. Auch der Energieerzeugung durch Atomstrom hat Deutschland langfristig das Ende beschert. Bestandteil einer erfolgreichen Energiewende ist auch die Steigerung der Energieeffizienz und des Energiesparens.

Die Energiewende soll schneller vorankommen, darin sind sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten einig. Erkennbar wird auch, dass die Bundeskanzlerin nach dem Abgang des Umweltministers nun stärker wieder ihre Kompetenz bei der Energiewende betont, schließlich muss sich der neue Umweltminister erst in die komplexe Materie einarbeiten. Auf dem Markt für Energie sollen Anreize geschaffen werden, damit sich Investitionen in die Energiezukunft auszahlen; eine Autonomie der einzelnen Bundesländer bei der regionalen Energieversorgung wird nicht aus zielführend eingeschätzt. Deutschland sei bereits jetzt mit seiner Energieversorgung stark in den europäischen Energiemarkt eingebettet, ein regionales oder nationales Denken bei der Energiewende könnte nicht unterstützt werden.

Kritik an der neuen Betonung der Wichtigkeit der Energiewende gab es nach dem Gipfeltreffen der Regierungschefs. Der Verband der kommunalen Unternehmen erwartet von der Politik mehr Steuerung, denn es gebe jetzt in Deutschland ein heilloses Durcheinander der Kompetenzen. Die Opposition in Berlin bemängelt den geringen Gehalt des Ergebnisses des Treffens zur Energiewende. Umweltverbände fordern eine deutlichere Unterstützung der Kanzlerin für die Energiewende, auch gegen die Blockierer innerhalb der eigenen Regierung.

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Berliner Flughafenpanne: Neuer Termin ist jetzt März 2013

Berliner Flughafenpanne: Neuer Termin ist jetzt März 2013
Berliner Flughafenpanne: Neuer Termin ist jetzt März 2013

Die Berliner und Brandenburger Politik hat sich mit der mehrfachen Verspätung des Termins bis zur Eröffnung eines neuen Groß-Flughafens blamiert. Nun ist der März 2013 im Gespräch, zu dem der neue Flughafen Berlin Brandenburg eröffnet werden könnte.

BILD Berlin-Schönefeld: Das war zu DDR-Zeiten der Groß-Flughafen, von dem man aus die Welt erreichen konnte. West-Berlin hatte vergleichsweise kleine Flughäfen, die für große internationale Sprünge nicht ausreichend waren. Dann kamen die Wiedervereinigung und viele Pläne, wie man zu einem neuen Groß-Flughafen für Berlin und Brandenburg kommen könnte. In ein paar Wochen sollte der neue Flughafen Berlin-Schönefeld bzw. Flughafen Berlin Brandenburg der Öffentlichkeit übergeben werden. Doch nach einer Vielzahl von Pannen kam es immer wieder zu Terminverschiebungen. Nun ist der März 2013 als Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg im Gespräch.

Schon seit Mitte der 1990er-Jahre ist der neue Flughafen Berlin Brandenburg in der Planung, da sollte es auf ein paar Monate mehr oder weniger nicht ankommen. Doch solch eine Terminverschiebung ist mit erheblichen Kosten verbunden; und die beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg sind finanziell nicht auf Rosen gebettet. Der neue Flughafen soll die alten und technisch überholten Standorte Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld ersetzen. Berlin-Tempelhof, der kleinere Flughafen im Westen der Stadt, ist schon seit längeren nicht mehr im Gebrauch.

Der Eröffnungstermin für den neuen Flughafen ist schon mehrfach verschoben worden. Außerdem ist klar, dass man solche Großprojekte nicht wirklich punktgenau auf einen Termin fokussieren kann. Doch nun ist die Aufregung groß und es wird nach Verantwortlichen gesucht, die für die erneute Terminverschiebung haftbar gemacht werden können. Die Aufseher im Aufsichtsrat, zu denen auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer Brandenburg und Berlin gehören, wollen nichts davon bemerkt haben, dass die Planung und die Planungswirklichkeit des neuen Flughafens auseinandergedriftet sind. Der neue Termin für die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg ist aber mit dem März 2013 eher vorsichtig bestimmt. Offensichtlich wollte man keine Eröffnung im Winter. Doch vor Ostern 2013 sollte dann der neue Flughafen endgültig fertig werden und die alten Flughäfen entlasten.

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Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger

Roaming-Gebühren fallen bei Auslandtelefonaten mit dem Handy an. Die Europäische Union plant eine neue Richtlinie für geringere Roaming-Gebühren. Auch SMS und Surfen im Internet im Ausland wird dann billiger.

Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger
Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger

Heute will das Europäische Parlament neue Grenzen für Roaming-Gebühren festlegen. Roaming-Gebühren fallen dann an, wenn man mit dem Handy oder Smartphone im Ausland aktiv wird und von dort ins Heimatland anruft oder per SMS bzw. Internet-Zugriff das Mobilphone nutzt. Roaming bedeutet Durchleitung durch ein fremdes Netz, dafür haben die Netzbetreiber früher erhebliche Gebühren verlangt und die Europäische Union hat bereits vor Jahren damit begonnen, diese hohen Kosten im Interesse der Verbraucher zu begrenzen.

Die neue Verordnung zur Absenkung der Roaming-Gebühren soll bereits im Juli – also vor Beginn der Hauptreisezeit – wirksam werden. Geplant ist eine Absenkung der Roaming-Gebühren für Handy-Telefonate auf 29 Cent pro Minute. Doch es soll nicht bei dieser Absenkung der Roaming-Gebühren bleiben. Jeweils im Juli der Folgejahre könnten sich die Kosten pro Minute für ein Handy-Telefonat um weitere 5 Cent reduzieren. Auch das Senden einer SMS soll ab Juli günstiger werden und in den Folgejahren nochmals abgesenkt werden.

Interessant ist es auch für Verbraucher, dass man die Kosten für das Daten-Roaming im Ausland absenken will. Bisher ist es recht teuer, wenn man mit dem Smartphone im Ausland ins Internet geht. Abrechnet wird dann nach hohen Volumentarifen, es kommt also nicht auf die Zeit der Nutzung, sondern auf den Umfang des Datentransfers an, wenn man im Ausland mit dem Smartphone mal schnell Infos zur Wetterentwicklung abrufen will.

Ab Juli dieses Jahres wird es auch für die Gebühren des Daten-Roamings Obergrenzen geben. Pro Megabyte dürfen es dann höchstens 70 Cent sein, die als Gebühr für die Internet-Nutzung im Ausland fällig werden. Das sollte normalerweise ausreichen, kurz die E-Mails zu checken oder einige aktuelle Nachrichten aus der Heimat abzurufen. Darüberhinaus ist an einen Kostenschutz als Obergrenze für die Auslandsnutzung des Handys geplant.

Trotz der Absenkung der Roaming-Kosten ist es für viele Reisende interessant, sich im Urlaub nach Alternativen zur Handy-Nutzung umzuschauen, insbesondere dann, wenn man regelmäßig und länger das Internet beispielsweise für die Routen-Planung nutzt. Hier hilft oft eine Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters weiter, die man schnell an einer Tankstelle oder einem Mobilfunk-Shop kaufen kann. Man ersetzt die SIM-Karte des Mobilphone vorübergehend durch die Prepaid-Karte und hat vergleichsweise günstige Tarife für die Handy-Nutzung im Ausland. In dem Fall hat man auch das Problem mit den Roaming-Gebühren sehr preisgünstig gelöst.

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