Ärger nach Verpixeln bei Google Street View

Google Street View ist Online und sorgt zugleich wieder für neuen Ärger. Diesmal sind es aber nicht die Sorgenden um die Privatheit, die ihrem Unmut Luft machen. Nachdem vor wenigen Tagen Street View online ging, mussten viele feststellen, dass ihre Häuser und Wohnungen verpixelt waren, obwohl sie das gar nicht bei Google eingefordert hatten. Damit werden Nachteile durch Google Street View sichtbar, an die viele vor dem Freischalten gar nicht gedacht haben.

Der Grund für diesen Ärger ist einfach erklärt. Jeder Bewohner eines Hauses konnte bei Google das Street-Views-Verpixeln einfordern. In großen Mehrfamilienhäusern (wie in Berlin) mit vielen Dutzend Bewohnern ist es also nicht verwunderlich, dass man das eigene Haus verpixelt vorfindet, obwohl man selbst dafür gar nichts getan hat. Das führt dann in einigen Fällen zu hektischer Betriebsamkeit, denn der „Bösewicht“, der das Verpixeln veranlasst hat, wird gesucht und an den Pranger gestellt. Wer sich hier einen Eindruck im O-Ton verschaffen will, der wird beim drradio fündig, bei dem auch die Piraten-Partei eine interessante Rolle spielt.

Einige Leute haben sich über das Verpixeln ihrer Google-Umwelt so geärgert, dass sie zu einer kreativen Selbsthilfe greifen und die fehlenden Ansichten von Nachbarhäusern manuell nachliefern. Schließlich können sie die Panoramafreiheit dazu nutzen, ein Foto von der bei Street View fehlenden Fassade zu erstellen und auf anderen Plattformen für Straßenbilder einzustellen. Prinzipiell wäre es auch möglich, bei Google Maps diese Fotos der verpixelten Häuser bereit zu stellen. Von Google Maps (einfach eine Adresse bei Google eintippen und Google bietet Maps als erstes Suchergebnis an) kann man schnell zu Street View kommen.

Ausriss Google Maps für Stree View

Ausriss Google Maps für Stree View

Hier sieht man wie man Stree View bei Google Maps nutzt. Man zieht das gelbe Männchen auf die gewünschte Adresse. Die von Street View abfotografierten Straßen sind blau markiert. Oben rechts kann man bei Google Maps Bilder, die Benutzer bisher manuell zum Straßenverzeichnis hinterlegt haben, einblenden.

Ausriss Google Stree View Bonn Dorotheenstraße

Die Linken in der Bonner Dorotheenstraße haben Glück gehabt und wurden nicht verpixelt.

Ebenfalls wenig begeistert vom Verpixeln sind die Immobilien-Makler. Denn die Wohnungen und Häuser, die verpixelt sind, können sie schlechter vermarkten. Schließlich haben die Interessen bei gut fotografierten Häuser die Chance, sich das Haus und das Umfeld genau anzusehen, bevor sie sich für einen Besuch entscheiden. Für die Bonner Südstadt ist das Ganze aber vielleicht für Käufer interessant, denn hier wurde ziemlich umfangreich verpixelt. Und die Bonner Südstadt hat sowohl für Mieter wie für Käufer bisher die höchsten Miet- und Immobilienpreise der Region.

Deutschland

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