Armutsbericht der Bundesregierung zeigt steigende soziale Ungleichheit auf

Noch ist er nicht offiziell veröffentlich, der alljährliche Armutsbericht der Bundesregierung. Doch Medien wie die Süddeutsche Zeitung melden bereits jetzt das wenig überraschende Ergebnis: Die soziale Ungleichheit in Deutschland nimmt immer stärker zu, das Vermögen der Gesellschaft konzentriert sich immer wenigen Händen.

Armutsbericht der Bundesregierung zeigt steigende soziale Ungleichheit auf

Armutsbericht der Bundesregierung zeigt steigende soziale Ungleichheit auf

Diesmal beschäftigt sich der Armutsbericht der Bundesregierung nach Aussagen der Süddeutschen Zeitung sehr stark mit der Armut des Staates im Vergleich zum Reichtum innerhalb der Gesellschaft. Auch der Staat verfügt über Vermögen, doch dieses Vermögen schrumpft. Das gilt auch für viele normale Staatsbürger, insbesondere wenn ihr Einkommen deutlich unterhalb des durchschnittlichen Einkommens liegt. Solche Staatsbürger verdienen einfach zu wenig, um Vermögen bilden zu können. Deshalb können diese Bürger auch keine Riester-Rente oder eine vergleichbare Altersvorsorge abschließen, obwohl diese wenig renditeträchtige Geldanlage stark mit staatlichen Subventionen gefördert wird.

Der durchschnittliche private Reichtum in Deutschland hat allerdings stark zugenommen. Das Nettovermögen aus Bargeldeinlagen, Firmenanteilen (einschließlich Aktien) und Immobilienbesitz abzüglich aller Schulden ist in Deutschland recht hoch. Würden alle Staatsbürger über dieses durchschnittliche Vermögen verfügen können, dann wäre der Wahlwerbespruch von Ludwig Erhard („Wohlstand für Alle“)längst Wirklichkeit, doch dummerweise ist das Vermögen in Deutschland sehr ungleich verteilt und diese Ungleichheit nimmt von Jahr für Jahr zu.

Es sind besonders die obersten 10 Prozent der Einkommensbezieher, die ein vergleichsweise umfangreiches Vermögen anhäufen. Diese Gruppe verfügt inzwischen nach dem neuen Armutsbericht der Bundesregierung über mehr als 50 Prozent des gesellschaftlichen Gesamtvermögens. Das werden sie kaum noch selbst konsumieren können, selbst wenn sie sich jeden Tag dem Luxus hingeben. Die Kinder und Enkel dieser Einkommensgruppe können sich freuen. Bereits heute haben sie Privilegien, die ihnen mehr Bildung und bessere Lebenschancen sichert. Für ihre Zukunft ohne die Eltern und Großeltern müssen sie sich jetzt schon Gedanken machen, denn dann gilt es die hohen Renditen ihres Vermögens langfristig zu sichern und dieses Vorgehen kann schon mal mit Arbeit verbunden sein.

Solche Sorgen brauchen sich die unteren Einkommensbezieher nicht zu machen. Sie können schon froh darüber sein, dass ihnen nach gegenwärtiger Rechtslage im Alter die nicht gerade üppige Sozialhilfe als Grundsicherung ausgezahlt wird. Diese Perspektive motiviert sicherlich auch nicht zum Sparen, zumal dafür gar kein Geld vorhanden ist.

Bildnachweis: © Foto-Ruhrgebiet – Fotolia.com

Deutschland

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