Betreuungsgeld: Geringes Interesse

Ab Anfang nächsten Monats gibt es auf Antrag ein Betreuungsgeld für Kinder, die zu Hause von ihren Eltern betreut werden sollen. Dieses Betreuungsgeld war und ist politisch heftig umstritten. Das Betreuungsgeld war letztlich durch die CSU innerhalb der christlich-liberalen Bundesregierung durchgesetzt worden. Gegenwärtig scheint das Interesse von Eltern an einem Betreuungsgeld noch gering zu sein.

Betreuungsgeld: Geringes Interesse

Betreuungsgeld: Geringes Interesse

Zum Betreuungsgeld berichten Medien wie die taz, dass es bisher noch recht wenige Anträge gibt. Insbesondere in SPD-regierten Bundesländern wird das Betreuungsgeld nicht beworben, denn dort hatte man sich gegen diese Art von Familienförderung gewehrt. Das Betreuungsgeld bekommen Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kindertagesstätte geben, sondern selbst zu Hause betreuen. In den sozialdemokratisch regierten Bundesländern wird das Betreuungsgeld überwiegend als sozial problematische „Herdprämie“ für die Mütter eingeschätzt. Befürworter des Betreuungsgeldes finden sich vor allem im CSU-regierten Bayern.

Ob sich die Nachfrage nach Betreuungsgeld noch ändert, wenn es ab dem 1. des nächsten Monats wirksam wird, bleibt abzuwarten. Als monatliches Betreuungsgeld werden zunächst 100 Euro gezahlt, später sollen es einmal 150 Euro werden. Gleichzeitig wird zu Beginn des nächsten Monats ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung in einer Kindestagesstätte wirksam. Eltern können also für die Betreuung ihrer Kinder aus zwei Möglichkeiten auswählen. Die zurückhaltende Lage bei den schwer umstrittenen gesetzlichen Regelungen zur Kinderbetreuung zeigt auf, dass die meisten Eltern mit Augenmaß auf die neue Situation zugehen. Kinderbetreuung ist eine langfristige Aufgabe, die schon länger geplant und festgelegt ist. Kurzfristige gesetzliche Änderungen wirken sich wohl nicht auf das Handeln der Eltern aus.

Bildnachweis: © lilo – Fotolia.com

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