Bundesfreiwilligendienst bleibt umstritten

Im Sommer letzten Jahres wurde die Wehrpflicht abgeschafft und damit war der Zivildienst ebenfalls nicht mehr möglich. Der Zivildienst war in den letzten Jahrzehnten unverzichtbar geworden, wenn bessere soziale Dienstleistungen garantiert werden sollten. Alt Alternative zum Zivildienst wurde der Bundesfreiwilligendienst geschaffen, der aber bisher nur wenig Akzeptanz in der Öffentlichkeit erfuhr. Während viele Experten über Defizite bei der Umsetzung des Bundesfreiwilligendienstes klagen, erklärt die zuständige Ministerin den neuen Ersatzdienst zum Erfolgsmodell.

Wie man sich den neuen Bundesfreiwilligendiensten konkret vorstellen kann, zeigt folgende Video auf:

Zivildienstleistende waren bisher eine wichtige Stütze in sozialen Diensten, z.B. beim Gesundheitswesen. Bisher geht man davon aus, dass die Resonanz auf Mitarbeit im Bundesfreiwilligendienst sehr zurückhaltend ist. Der Bundesfreiwilligendienst soll bestehenden Freiwilligendienste ergänzen und erweitern. Bisher gab es das „Freiwillige Soziale Jahr“ und das „Freiwilliges Ökologisches Jahr“, womit das bürgerschaftliche Engagement angegangen werden konnte. Der Bundesfreiwilligendienst ist auch für Erwachsene offen, die älter als 27 Jahre sind.

Infos, wie man den Bundesfreiwilligendienst leisten kann, bekommt man auf der Website des Bundesfreiwilligendienstes. Junge Menschen, die ihre Schulpflicht erfüllt haben, können sich für 12 Monate beim Bundesfreiwilligendienst verpflichten. Kürzere und längere Verpflichtungsdauer sind machbar, ein Betreuer und etwas Taschengeld sind in der Umsetzung möglich, die am Schluss mit einem qualifizierenden Zeugnis enden sollte.

Während in der Kritik am Bundesfreiwilligendienst dessen halbherzige Umsetzung und die geringe Resonanz beklagt wird, sieht die zuständige Ministerin hier nur Anfangsschwierigkeiten und geht insgesamt von einem Erfolg des Bundesfreiwilligendienstes aus. Männer und Frauen aus allen Altersklassen nutzten den Bundesfreiwilligendienst, um ihr bürgerschaftliches Engagement zu leisten. Langfristig geplant sind 35.000 Stellen im Bundesfreiwilligendienst, die einmal pro Jahr neu besetzt werden könnten.

Ob diese Kapazität allerdings ausreicht, den bisherigen Ersatzdienst zu leisten, muss gegenwärtig noch in Frage gestellt werden.

Deutschland

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