Euro-Krise: Sarrazin und Steinbrück finden keine Lösung

Die Krise um den Euro findet wieder starke Resonanz in Öffentlichkeit, seit Thilo Sarrazin mit neuen Thesen für Aufruhr sorgt. Auch Peer Steinbrück konnte in der Fernsehsendung von Günther Jauch dem nicht erfolgreich entgegentreten. Eine Lösung für die Euro-Krise können beide nicht aufzeigen.

Euro-Krise: Sarrazin und Steinbrück finden keine Lösung

Euro-Krise: Sarrazin und Steinbrück finden keine Lösung

Die Euro-Krise ist seit Monaten ein Top-Thema. Nachdem Griechenland trotz Schuldenschnitts immer noch schlecht im Ranking liegt, droht nun auch anderen Euro-Ländern die Abstufung, höhere Zinsen und noch mehr Finanzierungsprobleme. An den Finanzmärkten wird immer weniger geglaubt, dass der Euro noch eine Zukunft hat und in Deutschland gibt es viele Stimmen, die lieber heute als morgen auf den Euro verzichten wollen. Ob damit nicht mehr Schaden als Nutzen für die deutsche Volkswirtschaft resultiert, ist aber fraglich.

So waren dann viele auf das Streitgespräch gespannt, dass Sonntag Abend bei Günther Jauch angekündigt war. Thilo Sarrazin und Peer Steinbrück sollten dem Publikum die Zukunftsperspektiven des Euro erläutern. Doch der eine wollte nur sein Buch zum Euro promoten, während der andere sich als Kanzlerkandidat in den Vordergrund spielen wollte.

Sarrazin sieht im Euro eine Währung, die nicht funktioniert. Für Steinbrück ist der Euro unverzichtbar, denn er sei eine tragende Säule der europäischen Union. Doch wie die Probleme des Euros gelöst werden könnten, dazu haben beide keine Idee. Sarrazin kritisierte den Rechtsbruch, als man entschied, den Griechen in der Eurokrise zu helfen, doch was hätte man anders tun können, um das Nacheinander-Umfallen der Euro Staaten zu verhindern? Steinbrück hält dies dem Diskussionspartner vor, doch kann anderseits auch nicht sagen, wie es weitergehen soll.

Im Hintergrund gibt es Gerüchte, dass man die Griechen aus dem Euro drängen könnte, wenn diese erneut falsch wählen und keine Sanierer in die Regierung berufen. Für Steinbrück ist es wichtig, dass man in Europa solidarisch miteinander umgeht. Es kann nicht im Sinne eine Lösung sein, wenn man einen Partner aus der Währungsunion entfernt und damit neue Spekulationen über das nächste schwache Glied in der Kette der Euro-Länder auslöst.

Bildnachweis: © rcx – Fotolia.com

Deutschland

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