Familiengipfel: Rechtsanspruch auf Vollzeit

Heute kommt es bei der Bundesregierung in Berlin zum Familiengipfel. Bessere Rahmenbedingungen für die Familie, bessere familienfreundliche Arbeitszeiten in den Betrieben, das möchte die konservativ-liberale Regierung noch vor den Wahlen beginnen. Sogar ein gesetzlicher Anspruch, ein Rückkehrrecht von einer Teilzeit- auf eine Vollzeitstelle, ist im Gespräch.

Familiengipfel: Rechtsanspruch auf Vollzeit

Familiengipfel: Rechtsanspruch auf Vollzeit

Die Bundesregierung hat Experten und Wirtschaftsvertreter nach Berlin zum Familiengipfel eingeladen. Bessere familienfreundliche Arbeitszeit ist ein Thema, wenn es um die Zukunftsfähigkeit geht. Viele wollen ein paar Jahre mehr Zeit für die Familie verwenden, werden dabei aber nur recht unzureichend in der Wirtschaft unterstützt. Insbesondere Männer haben ein Problem mit ihrer Karriere, wenn sie vorübergehend oder dauerhaft auf Teilzeit wechseln wollen. Frauen haben oft von vornherein Schwierigkeiten, wenn sie Familien, Kinder und eine berufliche Karriere-Perspektive unter einen Hut bekommen wollen. Zwar gibt es einen Anspruch auf Teilzeitarbeit, aber viele scheuen diesen Weg, weil sie später nicht mehr einfach auf Vollzeit zurückkommen können. Bundesfamilienministerin Schröder bringt daher den Rechtsanspruch auf Rückkehr zur Vollzeit ins Gespräch, weil nur auf diese Weise die notwendigen Freiheiten in der Berufsplanung für die Familie effektiv genutzt werden können.

Wenig Freude wird diese neue Familienpolitik der CDU bei ihrem liberalen Koalitionspartner hervorrufen. Hier hält man nichts von gesetzlichen Vorgaben, wenn es um die Familienförderung in den Betrieben geht. Die soll auf freiwilliger Basis funktionieren. Die CDU hat sich also auch im Bereich einer modernen Familienpolitik sehr stark an die Vorstellungen von Gewerkschaften und Linken angenähert, die schon seit längerem den Rückkehranspruch auf eine Vollzeitstelle einfordern, wenn die Betreffenden aus familiären Gründen auf Teilzeitarbeit gewechselt haben.

Damit diese neue Familienpolitik auch funktionieren kann, braucht es aber noch mehr Betreuungsangebote für kleinere Kinder. Schließlich muss man den Eltern auch die Flexibilität geben, um in jeder Lebensphase entscheiden zu können, wie man am besten Familien und Beruf in Einklang bringt. Trotz großer Anstrengungen sind die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in vielen Regionen in Deutschland noch zu niedrig.

Bildnachweis: © easyshooting.de – Fotolia.com

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