Feiertage für Muslime in Deutschland

Morgen ist Karfreitag und alle freuen sich darüber, dass sie nicht arbeiten müssen. Doch an Vergnügen ist nicht zu denken, denn die christlichen Kirchen haben die Nutzung dieses Feiertags eingeschränkt. Da passt es dann gut, wenn erneut über die Einführung von islamischen Feiertagen diskutiert wird.

Feiertage für Muslime in Deutschland

Feiertage für Muslime in Deutschland

In Deutschland leben vier Millionen Muslime, die bisher nicht auf einen gesetzlichen Feiertag hoffen dürfen. Das möchte der Chef des Zentralrats der Muslime geändert sehen, schließlich habe bereits der vorherige Bundespräsident klar erkannt, der der Islam zu Deutschland gehöre. Doch wäre es wirklich ein „integrationspolitisches Zeichen„, wenn zusätzlich zu christlichen Feiertagen noch islamische Feiertage eingeführt würden? Schließlich kann man davon ausgehen, dass Interessenvertreter der Wirtschaft die hohen Kosten beklagen, wenn weitere Feiertage eingeführt würden. Man wird also nur den Ramadan an einem gesetzlichen Feiertag begehen können, wenn man gleichzeitig einen anderen Feiertag abschafft. Außer den christlichen Feiertagen wie Osten, Weihnachten und Rosenmontag bieten sich da noch der 1. Mai und der 3. Oktober an.

Dass religiös geprägte Feiertage Probleme mit sich bringen, wird insbesondere am morgigen Karfreitag wieder deutlich werden. Denn an diesem Feiertag sind wieder Vergnügungen aller Art untersagt. Sogar Schachturniere, die normalerweise nicht durch Lärm und Klamauk gekennzeichnet sind, kann man nicht am Karfreitag abhalten. Tanzveranstaltungen sind am Karfreitag sowieso verboten. Für die zukünftig möglichen islamischen Feiertage stellt sich daher die Frage, ob auch an diesen Feiertagen entsprechende Einschränkungen greifen, wie man sie von den christlichen Konkurrenzorganisationen gewohnt ist.

Christliche Politiker sind oft gegen muslimische Feiertage und fordern stattdessen einen besseren Schutz für christliche Feiertage. Man könnte sich aber auch die Position stellen, dass man alle christlichen Feiertag abschafft und dafür den Urlaub verlängert. Eine solche Lösung klingt ziemlich radikal, doch nicht nur Christen sondern auch Muslime und Atheisten könnten sich dann ihre Feiertage so legen, wie sie es wünschen und nicht so wie es einige Großorganisationen für richtig halten.

Bildnachweis: © SG- design – Fotolia.com

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