Gebührenfreier Kauf und Verwaltung der Bundeswertpapiere in Frage gestellt

Die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland ist auch für die gebührenfreie Verwaltung der Bundeswertpapiere zuständig. Nach Medienberichten ist diese verbraucherfreundliche Funktion aber in Frage gestellt. Kann man nach 2012 noch seine Bundeswertpapiere kostenlos verwalten lassen?

Gebührenfreier Kauf und Verwaltung der Bundeswertpapiere in Frage gestellt

Gebührenfreier Kauf und Verwaltung der Bundeswertpapiere in Frage gestellt

Die Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland ist beliebt bei vielen Anlegern, weil man hier seine Bundeswertpapiere kostenlos und transparent verwalten kann. Die Bundesfinanzagentur hat vielfältige Aufgaben, die Bundeswertpapierverwaltung (früher Bundesschuldenverwaltung) ist nur ein Bereich, der aber besonders für preisbewusste Geldanleger interessant ist. Denn ein Anleger, der ausschließlich Papiere des Bundes erwerben möchte, ist mit einem Konto bei der Finanzagentur gut bedient. Bekannt wurde die Bundeswertpapierverwaltung durch eine Schildkröte, die sich erfolgreich als Werbeikone für Bundeswertpapiere etablieren konnte.

Nun meldet das Handelsblatt, dass der Bund seine Privatanleger loswerden möchte. Die Schildkröte als Werbefigur für gebührenfreie Verwaltung von Bundeswertpapieren könnte also in Rente gehen. Zwar könnten Kunden noch in 2012 direkt über die Finanzagentur in Papiere des Bundes investieren, doch im Jahre 2013 soll es mit diesem ehrgeizigen Privatgeschäft vorbei sein, ob und wie dann das Angebot weiterlebt ist unklar. Insbesondere sei unklar, was denn mit den bestehenden Konten passieren soll. Als Begründung für diese Entscheidung wird auf die hohen Kosten verwiesen, die eine gebührenfreie Verwaltung von Bundeswertpapieren nach sich ziehe. Offensichtlich ist es aber die relativ geringe Resonanz der Privatkunden, die ebenfalls an der Berechtigung des Konzepts zweifeln lässt.

Dass das Konzept einer kostenfreien Bundesschuldenverwaltung so wenig Resonanz gefunden hat, könnte auch an den Konditionen liegen. Für Papiere des Bundes bekommt man immer weniger Zinsen, zumal sie als besonders krisensicher gelten. Für Anleger war es daher interessant, auch andere Anleihen in ein Depot für Wertpapiere aufzunehmen. Dies geht aber nur über ein Bankdepot, das von Banken und Sparkassen naturgemäß nicht kostenlos verwaltet werden kann.

Bildnachweis: © svort – Fotolia.com

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