Hochwasser in Deutschland im Wahljahr

Alle Jahre wieder gibt es Hochwasser in Deutschland. Doch im Multi-Wahljahr 2013 ist das Hochwasser auch ein politisches Thema. Besonders in Bayern könnte das Hochwasser wahlentscheidend werden.

Hochwasser in Deutschland im Wahljahr

Hochwasser in Deutschland im Wahljahr

Selten gab es im Frühsommer so viel Hochwasser in Bayern und im Rest der Republik wie in 2013. Da Wahlkämpfer jedes öffentlich interessante Thema aufgreifen, wird auch das Hochwasser zum Wahlkampfthema. Bereits 2002 konnte die politisch geschwächte Schröder-Bundesregierung nur dank des Hochwassers im Osten die Wahl überstehen. Ob das gegenwärtige Hochwasser auch für die Wahl 2013 entscheidend sein kann, kann gegenwärtig aber noch nicht entschieden werden.

Viele Beobachter zum Hochwasser richten aktuell ihre Aufmerksamkeit auf Bayern, weil man dort Rekordstände beim Hochwasser erwartet. Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich sehr genau an Schröders Wahlerfolg von 2002 erinnert, hat deshalb ein „Krisentreffen“ in seiner Staatskanzlei einberufen. Zwar ist es Aufgabe der Staatsregierung tagtäglich in Bayern zu regieren, doch erst durch ein Krisentreffen kann dies dem Bürger bewusst gemacht werden. Während die Altstädte an den bayerischen Flüssen überflutet werden, soll dem Bürgern vermittelt werden, dass die Staatregierung den Ernst der Hochwasserlage erkannt hat.

Kritisch wird von Oppositionspolitikern der Begriff des „Jahrhunderthochwasser“ angesehen. Während früher solche Jahrhunderthochwasser nur alle 20 bis 30 Jahre auftraten, kann gegenwärtig mehrfach pro Jahrzehnt mit einem Jahrhunderthochwasser gerechnet werden. Der zu starke Ausbau der Flusslandschaften, die zu starke wirtschaftliche Nutzung der Flüsse, sind Gründe dafür, dass sich Hochwasser-Krisen häufen.

Allerdings ist zu beachten, dass das gegenwärtige Hochwasser im Herbst bei den Wahlen längst vergessen sein wird. Selbst wenn der Sommer so bleibt wie er bisher sich darstellt (Sommer ohne Sonne und Wohlfühl-Temperaturen), werden die Wahlen wohl von anderen Themen bestimmt sein als dem Wetter. „Alle reden vom Wetter“; dieser Slogan ist schnell vergessen, wenn neue Wetterlagen nach dem Hochwasser bestimmend sein werden.

Bildnachweis: © M. Klawitter – Fotolia.com

 

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