Hygiene-Ampel für Gaststätten

Schon länger in der Diskussion ist die Einführung einer Hygiene-Ampel für Gaststätten, die beispielsweise mittels Smiley-System die Einhaltung der Vorschriften für die Gäste der Gastronomie dokumentieren soll. Nun haben die bundesdeutschen Verbraucherminister trotz vieler Bedenken beschlossen, am Plan einer Hygiene-Ampel festzuhalten. Doch die Details einer Regelung bleiben vorerst völlig offen.

Eigentlich sollte die Hygiene-Ampel bereits Anfang nächsten Jahres wirksam werden. Doch da noch viele Fragen offen sind, wie mittels einer roten, gelben und grünen Ampel die Einhaltung der Hygiene-Vorschriften in der Gastronomie umgesetzt werden sollten, wird die Einführung wohl etwas später kommen. Die Einigung soll über eine Arbeitsgruppe der Verbraucherministerien gewonnen werden, die auch vom Bundesverbraucherministerium unterstützt wird. Diese Absprache wurde auf einer Konferenz der Verbraucherschutzministerien beschlossen, die noch andere Entscheidungen im Interesse der Verbraucher nach sich ziehen wird.

So soll nicht unbedingt darauf bestanden werden, dass die Ampelfarben zur Kennzeichnung verwendet werden. Vorstellbar wären auch Sternchen, Smileys oder Kochlöffel. Relevanter ist dann die Frage, ob denn die Kennzeichnung Pflicht für die Gastronomie-Betriebe werden sollte. Und wenn die Kontrolle schlecht ausfällt, hat dann der Gastronomie-Betrieb einen Anspruch darauf, zeitnah nachkontrolliert zu werden, um zu einem besseren Ergebnis zu kommen?

Für die Verbraucher ist eine klare Kennzeichnung aller Gaststätten wichtig, damit sie schon am Eingang beurteilen können, ob der Betrieb ihren Vorstellungen entspricht. Damit das neue System der Hygiene-Ampel Sinn macht, muss natürlich sichergestellt werden, dass alle Betriebe häufig und nach gleichen Kriterien geprüft werden. Der damit verbundene finanzielle Aufwand muss aber auch finanziert werden. Wichtig ist auch, dass das System bundesweit einheitlich funktioniert, denn mit einer isolierten Länderlösung für die Hygiene-Ampel ist weder den Verbrauchern noch den Gaststätten gedient.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.